PCGH-Plus Label [PLUS] Besser als OLED? Benq Mobiuz EX321UX mit 4K und Mini-LED-Full-Array im Test

PCGH Plus: Neben OLED-Monitoren, die aktuell viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen, buhlen obendrein Bildschirme mit Mini-LED-Technik und Full Array Local Dimming um die Gunst der Spieler. In diesem umfangreichen Test beleuchten wir die Technik und prüfen Benqs Monitor Mobiuz EX321UX.

0
Special Philipp Reuther Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
 Besser als OLED? Benq Mobiuz EX321UX mit 4K und Mini-LED-Full-Array im Test
Quelle: PCGH

Falls Sie sich für einen neuen, leuchtstarken und flinken HDR-Monitor zum Zocken interessieren, kommt rasch die Frage auf: Mini-LED oder OLED? Diese beiden Konzepte stellen sich grob gefasst Ihrer Wahl, konkurrieren miteinander und buhlen mit spezifischen Vor- und Nachteilen um Ihre Gunst. Dabei ist OLED natürlich nicht gleich OLED und auch bei Mini-LED gibt es viele Unterscheidungsmerkmale. Nachdem wir in jüngerer Vergangenheit insbesondere OLED-Monitore getestet und uns verstärkt auf die beiden verbreiteten Panel-Arten W-OLED sowie QD-OLED konzentriert haben, setzen wir in diesem Artikel einen Fokus auf Mini-LED. Allerdings können auch OLED-Fans einen Blick riskieren, wir werden einige der Vorteile der OLED-Techniken jenen eines Mini-LED-Panels gegenüberstellen. Im Anschluss stellt sich mit dem Benq Mobiuz EX321UX ein interessanter 32-Zoll-Mini-LED-Bildschirm mit FALD-Hintergrundbeleuchtung und 144 Hz 4K-Auflösung unserem Test.

Mini-LEDs sind im Grunde schlicht besonders kleine LEDs. Dank der geringen Größe von 100-200 Mikrometern können sie bei gleicher Fläche in größerer Zahl verbaut werden als herkömmliche Dioden und ermöglichen so auch bei Desktop-Monitoren Full Array Local Dimming mit tausenden einzelnen Mini-LEDs, die in einzeln ansteuerbaren Clustern untergebracht sind.<br><br>Die elektrische Anbindung sowie die Steuerungselektronik für das FALD-Backlighting sind allerdings komplex und treiben die Fertigungskosten und damit die Preise in die Höhe. Zudem kommt teils aufwendige LCD-Technik zum Einsatz, was zusätzliche Komplexität bedeutet. Günstig sind aktuelle Mini-LED-Bildschirme mit FALD-Beleuchtung oftmals nicht. Quelle: TCL Mini-LEDs sind im Grunde schlicht besonders kleine LEDs. Dank der geringen Größe von 100-200 Mikrometern können sie bei gleicher Fläche in größerer Zahl verbaut werden als herkömmliche Dioden und ermöglichen so auch bei Desktop-Monitoren Full Array Local Dimming mit tausenden einzelnen Mini-LEDs, die in einzeln ansteuerbaren Clustern untergebracht sind.

Die elektrische Anbindung sowie die Steuerungselektronik für das FALD-Backlighting sind allerdings komplex und treiben die Fertigungskosten und damit die Preise in die Höhe. Zudem kommt teils aufwendige LCD-Technik zum Einsatz, was zusätzliche Komplexität bedeutet. Günstig sind aktuelle Mini-LED-Bildschirme mit FALD-Beleuchtung oftmals nicht.

Klein, aber fein?

Bei Mini-LED-Backlighting ist ein Umstand besonders ausschlaggebend: die Anzahl und die Verteilung der kleinen LEDs in Relation zur Display-Fläche. Denn anders als bei aktuellen OLED-Monitoren, bei welchen Pixel einzeln ausgeleuchtet werden können, deckt eine einzelne Mini-LED bei handelsüblichen PC-Displays mehrere Pixel ab. Trotz der gegenüber regulären LEDs drastisch reduzierten Größe der Mini-LEDs sind diese deutlich zu groß, um einzelne Bildpunkte separat zu erhellen. Dies wird potenziell erst mit den nochmals wesentlich kleineren, nur wenige Mikrometer messenden Micro-LEDs ermöglicht. Doch diese Technik ist bislang nicht serienreif, aktuell nicht umstandslos in größerer Stückzahl herzustellen. Entsprechende Geräte sind daher zum aktuellen Zeitpunkt nahezu unbezahlbar kostspielig. Um das Jahr 2027 herum könnten Micro-LED-Bildschirme allerdings zu etwas konkurrenzfähigeren Preisen erscheinen, so jedenfalls die Planung der Hersteller.

Verschiedene Arten der Ausleuchtung. Den Anfang macht linksoben das LCD-Display mit Leuchtstoffröhren, das ab den 2000er-Jahren bei PC-Nutzern Verbreitung fand. Rechts folgt eine Edge-Lit-LED-Background-Beleuchtung, hier in der bereits hohen Ausbaustufe, mit Ausleuchtung ringsherum. Darunter befindet sich die volle Mini-LED-Ausbaustufe in Form eines Full Array Local Dimmings (FALD).<br><br>Direkt ausgeleuchtet werden Pixel indes nur von dem OLED-Display. Da Pixel einzeln angesteuert werden können ist die Genauigkeit der Ausleuchtung bei OLEDs besonders hoch. Da die OLED-Beleuchtung darüber hinaus Pixel für Pixel deaktiviert, ausgeschaltet werden kann, bieten OLEDs zudem echtes Schwarz und beste Kontraste. Quelle: Radiant Vision Systems Verschiedene Arten der Ausleuchtung. Den Anfang macht linksoben das LCD-Display mit Leuchtstoffröhren, das ab den 2000er-Jahren bei PC-Nutzern Verbreitung fand. Rechts folgt eine Edge-Lit-LED-Background-Beleuchtung, hier in der bereits hohen Ausbaustufe, mit Ausleuchtung ringsherum. Darunter befindet sich die volle Mini-LED-Ausbaustufe in Form eines Full Array Local Dimmings (FALD).

Direkt ausgeleuchtet werden Pixel indes nur von dem OLED-Display. Da Pixel einzeln angesteuert werden können ist die Genauigkeit der Ausleuchtung bei OLEDs besonders hoch. Da die OLED-Beleuchtung darüber hinaus Pixel für Pixel deaktiviert, ausgeschaltet werden kann, bieten OLEDs zudem echtes Schwarz und beste Kontraste.
Bis dahin ist also Mini-LED die wohl beste Alternative zu OLED. Zumindest bei HDR10-Displays, denn eine erhöhte Leuchtkraft ist im Grunde nötig, um die korrekte HDR-Darstellung zu gewährleisten. Bei HDR10 respektive einem 10-Bit-Signal sind zusätzliche Meta-Daten inkludiert. Dieses 10-Bit-Signal trägt also zusätzliche Informationen, welche die Helligkeit des Backlightings respektive die Lichtintensität des OLED-Layers bestimmen. Dieses Meta-Signal enthält obendrein Informationen zum Ansteuern einzelner LED-Cluster beziehungsweise Local-Dimming-Zonen.

Zonen-Beleuchtung

Bei Bildschirmen mit Mini-LED-Backlighting ist die Verteilung der Mini-LEDs für die Ausleuchtung des Bildinhalts ausschlaggebend. Es gibt prinzipiell drei unterschiedliche Herangehensweisen, die sich allerdings in gewissen Bezügen überschneiden. Günstige Monitore setzen zumeist auf Edge-Lit-Verfahren. Dabei werden die (Mini-)LEDs für das Backlighting lediglich an den Rändern des Bildschirms angebracht. Das Hintergrund-Licht wird also an den Rändern des Monitors erzeugt. Die Leuchtstärke des Backlights ist bei Edge-Lit-Displays daher nicht uniform, sondern an den Rändern am höchsten. Aufgrund der Lichtstreuung nimmt die Ausleuchtung mit zunehmender Entfernung zu den Rändern zur Monitor-Mitte hin ab. Besonders günstige Edge-Lit-Displays platzieren die LEDs für das Backlighting lediglich am oberen und unteren Rand des Panels, etwas bessere, meist auch etwas kostspieligere Varianten platzieren die LEDs zusätzlich an den Kanten links und rechts des Panels.

PC Games Hardware PLUS
Jetzt für 0,99 € kaufen
oder Werbefreiheit und Zugriff auf alle PLUS-Artikel (Monatsabo)
Für 4,80 EUR PLUS-Abo abschließen Bitte loggen Sie sich in Ihren PCGH-Community-Account ein, um diesen Artikel kaufen zu können. Alle Angebote für PLUS (Monatsabo, Jahresabo, Upgrades für Werbefrei) finden Sie auf unserer Supporter-Seite

In diesem Artikel gehen wir ausführlich auf die Mini-LED, Full Array Local Dimming sowie Vor- und Nachteile der Technik im Vergleich zu OLED-Monitoren ein.

Im Anschluss stellt sich der Benq Mobiuz EX321UX mit 32 Zoll, 4K/144 Hz, DisplayHDR 1000 sowie Mini-LED-FALD unserem Test.

INFO: Sie können PCGH-PLUS-Artikel einzeln kaufen oder ein PLUS-Abo erwerben.
Als PCGH-Digital-Abonnent erhalten Sie kostenfrei Zugriff auf alle PLUS-Artikel.

0
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk