Der beste 4K/UHD-Monitor: Ergebnis von 16 Gaming-Monitoren im Vergleich mit Kauf-Tipps
Grafikkarten werden so langsam aber sicher wieder bezahlbar. Da könnten wir in Richtung 4K-Gaming schielen, oder? Aber was nützt die schnellste Grafikkarte, wenn der Monitor dazu eine Krücke ist? Seine RTX- oder RX-GPU mit einem 60-Hz-Panel zu quälen ist so, als würde man mit einem Ferrari nur in der 30er-Zone fahren. Daher sparen Sie nicht an der falschen Stelle, ein guter Monitor lohnt sich in jeder Hinsicht. Nicht nur, weil er mehrere Grafikkarten überlebt. Die 120 oder 144 Hz zusammen mit der Ultra-HD-Auflösung sind mittlerweile bezahlbar geworden. Wir haben über 16 Gaming-Monitore mit 4K und ab 120 Hz getestet.
In diesem Artikel
Neben all den fundierten Tests und Messungen ist es uns wichtig, hier nicht nur kryptische Messwerte um die Ohren zu werfen, sondern sie entsprechend auch zu erklären und einzuschätzen. Letztlich sind sie nur ein Beleg dafür, was man auf dem Bildschirm sieht oder erlebt. Der Input Lag ist dafür ein schönes Beispiel; wie viele Millisekunden Verzögerung merkt man eigentlich? Dazu später mehr. Außerdem: Wer soll beim Dschungel aus all den Modellen überhaupt noch durchblicken? Wir. Erst so ein großer Vergleich verschafft einem den ultimativen Pixel-Überblick.
Kurz ein paar Takte dazu, wie wir testen: Bei jedem Monitor sammeln wir über 20 Messwerte, verarbeiten diese zusammen mit über 30 Kriterien in ein Wertungssystem und bekommen eine ausführliche Testtabelle als ultimative Übersicht. Dank der Noten haben wir zwar eine direkte Vergleichbarkeit, aber wir wären vorsichtig mit pauschal abgeleiteten Wertungen wie "besser" oder "schlechter als", da viele Eigenschaften ja einfach subjektiv sind. Allen voran die Panel-Größe, aber auch, ob einem die einen oder anderen Vorteile wichtig sind bzw. die Nachteile einen stören.
Quelle: PC Games Hardware
Der beste 4K/UHD-Monitor: Ergebnis von 16 Gaming-Monitoren im Vergleich (1)
Aber zur Sache: Wir werden jetzt nicht zu jedem der 16 Testgeräte einen Monolog halten, das finden Sie ausführlich im hier verlinkten Artikel. Hier halten wir das Ganze etwas kompakter, wir gehen der Reihe nach die Unterschiede der Eigenschaften zwischen den Modellen durch und danach picken wir ein paar empfehlenswerte Monitore raus.
Farbqualität bei 4K-Gaming-Monitoren
Um es mal ganz stark zu vereinfachen: Ein Monitor muss schön und schnell sein. Mit "schön" ist die Farbqualität gemeint, also Sachen wie Farbraumabdeckung, Farbtreue, Kontrast, Blickwinkelstabilität oder gleichmäßige Ausleuchtung. Mit "schnell" ist eine kurze Signalverzögerung gemeint, neudeutsch auch Input Lag genannt, und auch kurze Reaktionszeiten, welche verantwortlich für schlierenfreie Bewegungen sind. Anders zusammengefasst: Es geht um Standbild- und Bewegtbildqualität.
Wir schauen uns üerdies die Farbraumabdeckung an, weil sich 99 Prozent eines Gamers im sRGB-Farbraum abspielt, auch nur die Abdeckung von sRGB. Ohne es jetzt künstlich spannend zu machen: Fast jeder halbwegs anständige aktuelle Monitor deckt sRGB quasi vollständig ab. Bei 4K-Monitoren ab 120 Hz handelt es sich fast immer um Oberklasse-Modelle, daher überrascht es uns nicht, dass alle 16 Modelle den sRGB-Raum schlucken und teilweise deutlich mehr Farben darstellen können als softwareseitig möglich. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen: Teurere Modelle schneiden hier oft besser ab als günstigere. Der MSI Optix MPG321UR-QD etwa hat eine zusätzliche Quantum-Dot-Schicht. Ist das wirklich entscheidend? Nein. Ganz ehrlich: Der Farbraum-Unterschied ist nicht sichtbar, wenn ihr nicht zufällig mit 10-Bit-Fotos oder -Videos arbeitet.
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Der beste 4K/UHD-Monitor: Ergebnis von 16 Gaming-Monitoren im Vergleich (7)
Andere Messwerte haben wir in Balken gepackt, um sie darzustellen: Die Helligkeit ist bei Schreibtisch-Monitoren weniger entscheidend, weil das Maximum von circa 300 Candela pro Quadratmeter (cd/m²) mehr als genug ist - selbst in hellen Räumen reicht die Hälfte locker aus. Je heller der Raum und je weiter man entfernt sitzt, also bei Fernsehern oder den größeren Monitoren, ist das schon wichtiger: Ungefähr ab 500 Candela pro Quadratmeter (cd/m2) sollte man ein sofa-taugliches Display haben. Das ist nach wie vor ein Nachteil von OLED-Panels, egal ob in TVs oder Monitoren. So toll das satte Schwarz dank der selbstleuchtenden Pixel auch ist, für strahlend helle Wohnzimmer sind sie eher nichts.
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Bei Schreibtisch-Monitoren ist die minimale Helligkeit schon wichtiger. Denn im Keller oder zu finsteren Abendstunden soll das Display nicht blenden. Ein solcher Wert um die 50 ist niedrig genug fürs Zocken im finsteren Raum. 100 Candela pro Quadratmeter (cd/m2) wie beim MSI Optix MPG321UR-QD kann da schon etwas zu hell sein. Der Kontrast ist bekanntermaßen bei OLED deutlich besser, weil hier alle Pixel selbst leuchten, ein LCD braucht eine Hintergrundbeleuchtung, da wirkt das Schwarz eher dunkelgrau wie auf einer Kino-Leinwand. Einzige Ausnahme: VA-Panels haben den niedrigsten Schwarzwert unter den LCDs, mit einem Verhältnis um die 3000:1, also nur halb so hoch wie etwa IPS-Panels, die dafür etwas farb- und blickwinkelstärker sind. Der Asus XG43UQ ist da ein gutes (aber auch teures) Beispiel für ein kontraststarkes VA-LCD.
Quelle: PC Games Hardware
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Die Farbtreue ist eigentlich nur für Grafiker relevant, die möglichst das sehen möchten, was hinterher ausgedruckt wird. Nein, eine Kalibrierung selbst macht kein subjektiv besseres Bild, daher ist auch dieser Wert kein Indikator dafür, wie gut oder schlecht Farben dargestellt werden. Er ist nur ein Qualitätsmerkmal dafür, wie gut ein Display kalibriert werden kann. Die Helligkeitsabweichungen sind da schon relevanter. Hier handelt es sich um die größte prozentuale Abweichung von der Bildmitte. Alles unter 15 Prozent ist absolut unkritisch, ab 20 Prozent werden Lichthöfe so langsam sichtbar.

Update meiner ist heute angekommen.
Erstes Feedback, Scanlines bei 240Hz 4k Sind vorhanden fallen mir aber deutlich weniger auf als ich dachte.
Der Fuß ist für das Geld Recht bescheiden der ist dann doch eher variante wacklig.
Günstiger und auch ausreichend Hertz.