Moderne Spiele am Röhrenmonitor: Selbst teure 144-Hz-Monitore sollen schlechter sein

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Moderne Spiele am Röhrenmonitor: Selbst teure 144-Hz-Monitore sollen schlechter sein (1)
Quelle: 505 Games/Remedy Entertainment

Selbst teure 144-Hz-Monitore sollen Röhrenmonitoren beim Gaming nicht das Wasser reichen können. Das ist die Erkenntnis von Digital Foundry, nachdem sie Control auf einem 17 Jahre alten Sony GDM FW900 gespielt haben.

Röhrenmonitore erscheinen einem im Zeitalter der Flatscreens und Smartphones wie ein Relikt aus der Steinzeit. Die meisten werden sie als klobig und hässlich in Erinnerung haben. Was manche vielleicht vergessen haben, ist die Tatsache, dass Spieler sich anfangs nur schwerlich von ihnen trennen konnten. Die ersten LCDs waren nämlich noch unwahrscheinlich klein und träge. Das verbesserte sich erst mit der Zeit. Geht es nach Digital Foundry, haben Flachbildschirme bis heute nicht aufgeholt.

Das werde einem erst klar, wenn man einen Röhrenmonitor selbst wieder aus der Versenkung holt. Im Falle der Kollegen war das der Sony GDM FW900, der immerhin schon 17 Jahre auf dem Buckel hat. 2002 war der CRT mit 2.304 x 1.440 Pixeln bei 80 Hz bei Spielern, die ihn sich leisten konnten, sehr gefragt. Flachbildschirme waren aber schon damals auf dem Vormarsch.

Control auf auf Röhrenmonitor besser als in 4K?

Die Tester jedenfalls haben Control drauf gespielt und sind der Meinung, dass der Monitor immer noch ein besseres Ergebnis liefert als selbst die teuersten 144-Hz-Schirme. Gezockt wurde in 1.920 x 1.200 Pixeln bei 120 Fps. Angefühlt habe es sich aber besser. Die Art, wie Röhrenmonitore Pixel darstellen, lasse sogar 4K blass wirken. Erst jetzt falle einem auf, dass Flachbildschirme Bewegungsunschärfe nie in den Griff bekommen haben.

Da man mit weniger Pixeln das bessere Ergebnis erhält, könne man brachliegende Leistungsreserven für höhere Grafikdetails nutzen. Dadurch wird das Resultat zusätzlich aufgewertet. Die Tester kommen im Video gar nicht mehr aus dem Staunen raus.

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Wer es selbst einmal probieren will, wird vor dem Problem stehen, dass gute Röhrenmonitore auf Ebay und anderen Plattformen gar nicht mehr so leicht aufzutreiben sind. Zum Trost bleibt die Erkenntnis, dass einem der Verlust als Performance-Gamer erst klar wird, wenn man es selbst noch mal ausprobiert. Wer sich kein eigenes Bild machen kann, kann folglich auch nichts vermissen.

Quelle: Youtube

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    • Kommentare (144)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Ripcord Volt-Modder(in)
        AW: Moderne Spiele am Röhrenmonitor: Selbst teure 144-Hz-Monitore sollen schlechter sein

        Man hat halt genau wie heute das Design der Qualität vorgezogen.
      • Von Ripcord Volt-Modder(in)
        AW: Moderne Spiele am Röhrenmonitor: Selbst teure 144-Hz-Monitore sollen schlechter sein

        Man hat halt genau wie heute das Design der Qualität vorgezogen.
      • Von vad4r Komplett-PC-Aufrüster(in)
        AW: Moderne Spiele am Röhrenmonitor: Selbst teure 144-Hz-Monitore sollen schlechter sein

        Mit dem iiyama Vision Master 454 gab es zum Ausklang des CRT Zeitalters noch eine richtige Bombe, was div. Tests bestätigt haben. Als damaliger CS Liga Spieler ging an einer guter Röhre aber noch kein Weg vorbei, weswegen ich mir den 454 gekauft hatte. Den Monitor besitze ich immer noch und er ist unregelmäßig im Einsatz.
        Vor einigen Tagen war ich auf einer 3Dfx Lanparty und für meine V5 5500 Kiste hab ich den 454 mitgenommen. Leider war der Betrieb sehr ernüchternd, da der Monitor nur noch mit Mühe eine brauchbare Helligkeit erzeugen konnte und dies auch nur mit einer gewissen Verzerrung - er war am Ende seiner Lebenszyklus angekommen - da ich als Sammler das Thema mit den alternden Elektrobauteilen schon kenne, wird die Kiste natürlich revidiert. Ist bei Röhren wegen der hohen Speicherkapazität der Bauteile nicht ohne, es gibt aber von der Szene immer eine ausgezeichnete Unterstützung.

        Wer sich nun nach diversen Berichten euphorisch auf die Suche nach einer guten Röhre macht und bereit ist, für damalige Highend Hardware die aktuell hohen Preise zu bezahlen, sollte sich klar sein, das diese Geräte teilweise 20+ Jahre alt sind und eben nicht mehr so funktionieren wie früher. Käufer ohne Bastelerfahrung oder einem Rundfunk uns Fernsehtechniker im Bekanntenkreis kann man eigentlich nur noch abraten. Dann doch lieber auf das 5€ Ebay Kleinanzeigenschnäppchen warten oder den lokalen Sperrmüll abwarten. Wenn da was nicht läuft, ist der finanzielle Verlust zu verschmerzen ^^

        @raff Falls du das liest: auf der 3Dfx Lan war auch eine 6000er dabei, die hing allerdings an einem TFT
      • Von blautemple Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Moderne Spiele am Röhrenmonitor: Selbst teure 144-Hz-Monitore sollen schlechter sein

        HDR braucht prinzipiell keine hohe Helligkeit, sondern nur einen sehr hohen Kontrast. Bei normalen LCD Monitoren wird die hohe Helligkeit nur benötigt da der relativ schlechte Schwarzwert irgendwie ausgeglichen werden muss.

        OLED dagegen hat einen absolut perfekten Schwarzwert, weswegen auch eine relativ geringe Helligkeit von ca 700nits ausreichend ist. Wichtig ist halt dass das HDR Material sauber vom Monitor verarbeitet wird. Er also die ganzen Helligkeitsinformationen über 700nits nicht einfach wegwirft sondern „runterskaliert“.

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      • Von Rotkaeppchen
        AW: Moderne Spiele am Röhrenmonitor: Selbst teure 144-Hz-Monitore sollen schlechter sein

        Zitat von PCGH_Torsten
        .... VR-Brillen (letztere bitte nicht mit CRT ....
        Ich liebe den Sarkasmus Deiner Beiträge immer wieder ....
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Moderne Spiele am Röhrenmonitor: Selbst teure 144-Hz-Monitore sollen schlechter sein

        Dem Vergleich eines 2002er/2003er CRTs mit einem 2009er OLED (oder meinetwegen auch einem 2012er/2013er) eine unfaire Bevorteilung des CRTs vorzuwerfen, erscheint mir merkwürdig. Normalerweise vergleicht man zeitgenössische Produkte, aber da die ersten OLED-Monitore zum Erscheinen der letzten CRTs aber noch "2 Jahre" in der Zukunft lagen, habe ich den Vergleichszeitraum bereits zugunsten von OLED gedehnt.

        Du dagegen wirfst Entwicklungen der Jahrtausendwende vor, dass sie keine Optimierungen für einen Standard der mittleren 10er Jahren haben und überträgst diese Beobachtung im nächsten Atemzug auch noch auf die komplette Technologie. Das ist nicht Zielführend. Wie erwähnt wurde erst in der letzten CRT-Generation überhaupt höhere Helligkeit als Marketingfeature herangezogen und dann nicht annähernd auf dem Blend-Niveau heutiger HDR-Designs. Das ist aber keine Frage der Technik, sondern der damaligen Zielsetzung.

        Zur Erinnerung: CRT-Beamer schaff(t)en durchaus 200-300 Lumen. Das war wenig im Vergleich zu anderen Projektortechniken, bezogen auf die Fläche der verwendeten drei 7-Zoll-Röhren entspricht das bei den typischen 1 Zoll weniger nutzbarer Bildfläche und einem 16:9 Bildformat aber einem Lichtstrom von knapp 10.000 cd/m² je Röhre. Wohlgemerkt für ein komplett weißes Bild, bei nur teilweiser Ausleuchtung (Peak-Lumen) erreichten viele CRT-Projektoren das drei- bis achtfache. Reichen dir 160.000 cd/m² für potenzielle HDR-Tauglichkeit? Kennst du OLEDs, die mithalten können und sei es auch nur für die bei derartigen Beamern typischerweise angegebenen gut 10.000 Betriebsstunden ohne nenneswerten Helligkeitsverlust?
        (1.000-16.000 lm für 100.000 Stunden wäre sicherlich sinnvoller, wenn man einen HDR-CRT bauen wollte. Und es wäre weitaus länger als heutige OLED ohne Einbrenngefahr/Leuchtstärkeverlust schaffen, nämlich über ein Jahrzehnt 24/7-Dauerbetrieb ohne Regenerationsbedarf.)

        Bezüglich des Schwarzwertes: Eine Röhre, die nichts ausgeben soll, erzeugt 0 cd/m². Aufgrund des dicken, durchsichtigen Glases erfolgt die Messung gerade bei großen Röhren aber 1-3 cm vor dem leuchtenden Phosphor. Wenn man hier nicht die gesamte Monitorfront abhängt oder in einem dunklen Raum misst, hat man also etwas mehr Streulicht im Sensor als bei einem OLED mit seiner (Zehntel-)Millimeter dicken Schutzabdeckung. Außerhalb von (Heim-)Kinosälen und VR-Brillen (letztere bitte nicht mit CRT ) sind alle "0,x"-Werte komplette Theorie, selbst ein TN-Panel zeigt ohne Fremdlicht oft dunkleres Schwarz als der beste Monitor in heller Umgebung. Das gilt inbesondere für die heute wieder bevorzugten mattierten Fronten, die alle Lichtquellen im Raum gleichmäßig streuen und somit selbst komplett ausgeschaltet nur dunkelgrau erscheinen. (Deswegen hat Sony ja seinerseits mit "TruBlack" den Spiegel-Display-Wahn losgetreten. dessen Nebenwirkungen das bessere Schwarz aber schnell vergessen ließen.)
        Selbst ich als offensichtlicher CRT-Fan habe mir deswegen einen der vergleichsweise seltenen IPS-Fernseher mit dem schlechtesten Schwarz am Markt gekauft – und neulich bei Verwandten nicht einmal erkannt, dass die stattdessen einen OLED haben.
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