16K-Displays: Sony zeigt 783-Zöller mit Crystal-LED-Technologie
Sony prescht in Sachen Micro-LED-Technologie vor und präsentierte auf einer Fachmesse einen gigantischen 16K-Bildschirm mit 783-Zoll-Bildschirmdiagonale. Dabei handelt es sich nicht um einen Prototyp, sondern um eine Anfertigung für einen japanischen Kosmetik-Konzern.
Sony hat auf der diesjährigen Fachmesse der US-amerikanischen National Association of Broadcasters ein 16K-Display präsentiert, das beachtliche 783 Zoll misst und demnächst in einem Forschungszentrum des japanischen Kosmetik-Konzerns Shiseido installiert werden soll. Insgesamt misst der Bildschirm satte 19,2 Meter in der Länge und 5,4 Meter in der Höhe.
Sony geizt mit technischen Eckdaten
Konkrete Angaben zur genauen Auflösung und dem Seitenverhältnis macht Sony nicht. Einzig einen Eckpunkt der darauf bezogenen technischen Daten gibt das Unternehmen mit 16.000 horizontalen Pixeln an. Rechnerisch würde man in Anbetracht der Größe somit auf eine Auflösung von 16.000 x 4500 Pixel und einem Seitenverhältnis von 32:9 kommen.
Als Unterbau bedient sich Sony der hauseigenen Crystal-LED-Technologie. Dabei handelt es sich um ein System aus Micro-LED-basierten Modulen, die sich zu Bildschirmen mit theoretisch jeder beliebigen Größe, Auflösung und Seitenverhältnis zusammenstecken lassen. Da die einzelnen Module randlos sind, trifft dies auch auf den Bildschirm in seiner Gesamtheit zu. Bei Bedarf kann das aktuell gezeigte Display jederzeit und problemlos erweitert werden. Auch Samsung präsentierte in der Vergangenheit ein ähnliches, modulares System auf Basis von Micro-LEDs.
Die koreanische Konkurrenz will damit jedoch vornehmlich Kinosäle ausstatten. In ersten Kinos, darunter auch einige Standorte in Deutschland, Österreich und der Schweiz, laufen aktuelle Hollywood-Streifen bereits über die Onyx Cinema LED Screens. An den aktuellen 16K-Sony-Koloss kommen die Kino-Displays von Samsung allerdings nicht ran. So misst der aus 96 Modulen bestehende Onyx Cinema LED Screen im Kino Arena Cinemas Sihlcity, welches in Zürich beheimatet ist, lediglich 10,24 Meter in der Länge. Auch auflösungstechnisch kann man den Japanern mit 4K nicht das Wasser reichen.
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Bis die Micro-LED-Technologie auch die breite Masse erreicht, dürfte noch einige Zeit vergehen. Zwar forschen bereits diverse Unternehmen und Hersteller an der Technologie, Displays in realistischer Größe sind jedoch noch rar. Immerhin präsentierte Samsung bereits eine 75-Zoll-Variante auf der diesjährigen CES und will noch in diesem Jahr in den Endverbraucher-Markt vorstoßen. Zunächst dürften aber nur gut betuchte Kunden angesprochen werden. Auch die breite Adaption von 16K-Auflösungen wird noch einige Jahre in Anspruch nehmen. 4K fasst gerade erst Fuß und 8K steckt noch in den Kinderschuhen.
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Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, was Shiseido damit anstellt bzw. anstellen will. Könnte mir aber vorstellen, dass man darauf Hautpartien riesig vergrößern kann, um irgendwas (nebeneinander?) zu vergleichen. Oder wie eine dynamische Tafel für Lehrzwecke? Wohl ehr nicht, denke die werden dann ehr Tablets verwenden, aber als reine Werbetafel ist das Teil sicher unterfordert und zu viel teuer.