Samsung Onyx 3D Cinema LED: Europas erstes projektlorloses Kino steht in Zürich
Die Arena Cinemas Sihlcity haben in Zürich den ersten europäischen Onyx Cinema LED Screen in Betrieb genommen, der als weltweit erstes Modell die Darstellung von 3D-Inhalten beherrscht. Statt eines oder mehreren Projektoren nutzt der Kinosaal einen aktiven LED-Bildschirm mit einer Diagonale von 455 Zoll. Die Technik soll schärfere und hellere Inhalte darstellen können und zudem höhere Kontraste ermöglichen.
Weil LED- beziehungsweise LCD-Technik in der Größe limitiert ist, kommen in Kinos üblicherweise Projektoren zum Einsatz, die das Bild über große Diagonalen ziehen können. Die Technik skaliert hervorragend, muss aber mit Nachteilen bei der Helligkeit und dem Kontrast leben. Die Bildschirme der Serie Onyx Cinema LED positioniert Samsung gegen Projektoren. Zum Einsatz kommen randlose, selbstleuchtende LED-Module - nicht zu verwechseln mit LCD-Displays, die eine LED-Hintergrundbeleuchtung einsetzen. Diese LED-Module lassen sich zusammenschließen, um beliebig große Bildschirme zu realisieren. Dank Kalibrierung ist die Farbdarstellung weitgehend identisch, sodass sich bei den typischen Sitzabständen im Kino keine Linien mehr zwischen den Einzel-Displays mehr erkennen lassen sollen.
Bisher gab es ausschließlich im südkoreanischen Seoul einen Onyx Cinema LED Screen. Inzwischen dürfen sich auch Europäer über eine erste Ausführung in Zürich, Schweiz, freuen. Zusammen mit der Imaculix AG haben die Arena Cinemas Sihlcity den Kinosaal 5 entsprechend umgerüstet. Eingesetzt werden dort 96 LED-Module, die auf eine Breite von 10,24 Metern und eine Höhe von 5,4 Metern kommen. Das ergibt eine Fläche von 55,3 m² beziehungsweise eine Diagonale von 455 Zoll. Für ein Kino ist das nicht allzu viel, weshalb der Kinosaal Platz für gemäßigte 150 Besucher bietet.
Die Gesamtauflösung liegt bei 4.096 × 2.160 Pixeln, also sogenanntes DCI-4K ("echtes Ultra HD"). Die maximale Helligkeit beziffert Samsung auf 146 Foot Lambert beziehungsweise 500 cd/m², was ein Vielfaches aktueller Projektionstechnik entspricht. DLP-Projektoren kommen üblicherweise auf 48 cd/m², Lasermodelle auf 72 cd/m². Die selbstleuchtenden LEDs lassen sich abschalten, was dem Kontrast zugutekommt. Entsprechend hebt Samsung die Eignung für HDR-Inhalte vor. Der Kinosaal in Zürich unterstützt im Gegensatz zur Umsetzung in Seoul, das heißt weltweit erstmalig, die Darstellung von 3D-Inhalten über Shutter-Technik. Statt das Bild zweizuteilen und damit in halber Auflösung darzustellen, werden die Frames aufeinanderfolgend für das linke und rechte Auge dargestellt - Filme werden dadurch schärfer.
Problematisch ist der Ton beim Onyx Cinema LED. In normalen Kinosälen stehen die Frontlautsprecher hinter der tondurchlässigen Leinwand, um Zuschauer von vorne zu beschallen. Bei den LED-Bildschirmen funktioniert das nicht. In der Schweiz stammt die Anlage von der Samsung-Tochter JBL Professional: Der Subwoofer steht vorne unter dem Bildschirm, während die Frontlautsprecher darüber aufgehängt sind und die Schallwellen auf das Display projizieren. Durch die Reflexion entsteht der Eindruck, als käme der Ton von vorne. Auf Dolby Atmos müssen Zuschauer in Zürich zumindest aktuell aber noch verzichten. Momentan wird eine 7.1-Anlage eingesetzt.

Ich kann mir aber vorstellen, dass diese gigantische Auflösung einfach nix bringt, da man durch die vorgeschaltete Optik limitiert wird.
Ob man RAW aufnehmen kann weiß ich nicht, aber zumindest die RED Kameras haben eigene SSDs zum Speichern der 8K Aufnahmen.
Und die Zeitlupenkameras bei uns an der Uni haben einfach 64 GB RAM. Die nehmen das dann in den RAM auf, und schaufeln es nach einem "shot" übers Netzwerk auf einen richtigen Datenträger.
Da müssten aber für 9,5GB/s schon mehrere SSDs parallel arbeiten. Würd mich ja schon interessieren, was die da an den Kameras für Systeme dranhängen haben. Auch in 4K wird's mit einer SSD eng.
Ich kann mir aber vorstellen, dass diese gigantische Auflösung einfach nix bringt, da man durch die vorgeschaltete Optik limitiert wird.
Und die Zeitlupenkameras bei uns an der Uni haben einfach 64 GB RAM. Die nehmen das dann in den RAM auf, und schaufeln es nach einem "shot" übers Netzwerk auf einen richtigen Datenträger.
OK, dann war mein Wissenstand wohl überholt.
Wird dann eigentlich in Rohdaten aufgenommen? 16K in 60fps und 10 Bit HDR wären dann mal eben 120GB/s. 8K in 24fps und 8 Bit immerhin noch 9,5GB/s. Muss man auch erstmal wegschaffen.