Sony Spatial Reality Display: 3D-Effekt mit Eye-Tracking ohne Brille

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Sony Spatial Reality Display: 3D-Effekt mit Eye-Tracking ohne Brille (5)
Quelle: Sony

Sony präsentiert mit seinem "Spatial Reality Display" (SR Display) einen neuen 3D-Bildschirm, der Inhalte auf Basis der Augenposition räumlich darstellt. Gedacht ist das Ganze vor allem für den professionellen Bereich.

Das SR-Display von Sony wurde bereits Anfang des Jahres zur CES als "Eye-Sensing Light Field Display" (ELFD) erstmals vorgeführt und soll nun bald in den Handel kommen. Die Technik basiert auf einem "High-speed Vision Sensor", der die exakte Augenposition im Raum verfolgt, und zwar gleichzeitig auf der vertikalen, horizontalen und der Tiefenachse. Das Display überwacht die Augenbewegungen laut Sony bis auf die Millisekunde genau und gibt das Bild sofort wieder, je nach Position und Lage der Augen des Betrachters.

Auf diese Weise soll es beispielsweise Designern möglich sein, in einer virtuellen 3D-Umgebung aus jedem beliebigen Winkel ohne Brille mit ihren Entwürfen zu interagieren. Ein Echtzeit-Rendering-Algorithmus soll dafür sorgen, dass das stereoskopische Bild dabei so glatt wie im echten Leben wiedergegeben wird, selbst wenn sich der Betrachter bewegt. Derweil sorgt eine mikrooptische Linse auf dem 15,6-Zoll-LCDs dafür, dass das Bild für das linke und das rechte Auge geteilt wird und ermöglicht so die stereoskopische Betrachtung mit bloßem Auge ohne Hilfsmittel.

Bildergalerie

Zusätzlich stellt Sony auch ein mit Unity und Unreal Engine kompatibles Software-Entwicklungskit bereit, das es einfach machen soll, Inhalte für das SR-Display zu erstellen. Das Einsatzgebiet sieht der Hersteller vor allem bei Kreativen aus einer Vielzahl von Branchen, vom Automobil- und Industriedesign bis hin zu Computergrafik- und Visual Effects-Designern und Filmschaffenden. Als Kunden mit bestehendem oder angehenden Produktiveinsatz werden in der Pressemitteilung Volkswagen und die Macher des kommenden Kinofilms "Ghostbusters: Afterlife" genannt. Preislich werden dementsprechend auch 4.999,99 US-Dollar aufgerufen, wobei der Bestellstart im November losgehen soll. Weiterführende Informationen finden sich auf der offiziellen Webseite oder im untenstehenden Video.

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Quelle: Pressemitteilung

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    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        In der Tat. Geschwindigkeit hat mit dem Problem "wie kriege ich das Bild ins richtige Auge?" nichts zu tun. Stereoskopische Wiedergabe gab es schon kurz nach den ersten Fotografien im 19. Jhd., in der Mitte des 20. Jhd. war 3D-Fotografie sogar ein gewisser Hype und ich glaube schon vor den ersten Fotografien hat man anhand gemalter Bilder mit den Möglichkeiten auseinandergesetzt. Über die gesamte Zeit hinweg hat man aber nur eine brauchbare Möglichkeit gefunden, mehr als zwei Perspektiven auf einer vertretbaren Gesamtfläche unterzubringen: Echte Hologramme mit Strukturen, die deutlich kleiner als die Wellenlänge des verwendeten Lichtes sind. Tatsächlich gibt es Experimente, so etwas auch dynamisch umzusetzen, aber die sind Jahrzehente von einer Großserienumsetzung entfernt. Oder auch nur von Farbwidergabe und Displaydiagonalen von ganzen Zoll. Für normalsterbliche hat sich daher nur die bereits vor über 150 Jahren gebräuchliche Umsetzung mit einem Linsensystem pro Auge etabliert. Es sind zwar keine Schrankgroßen Guckkästen mehr, in denen zwei Bilderserien gezeigt werden, sondern tragbare VR-Brillen, aber mit fester Verbindung zwischen Auge/Kopf und Objektiv.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        In der Tat. Geschwindigkeit hat mit dem Problem "wie kriege ich das Bild ins richtige Auge?" nichts zu tun. Stereoskopische Wiedergabe gab es schon kurz nach den ersten Fotografien im 19. Jhd., in der Mitte des 20. Jhd. war 3D-Fotografie sogar ein gewisser Hype und ich glaube schon vor den ersten Fotografien hat man anhand gemalter Bilder mit den Möglichkeiten auseinandergesetzt. Über die gesamte Zeit hinweg hat man aber nur eine brauchbare Möglichkeit gefunden, mehr als zwei Perspektiven auf einer vertretbaren Gesamtfläche unterzubringen: Echte Hologramme mit Strukturen, die deutlich kleiner als die Wellenlänge des verwendeten Lichtes sind. Tatsächlich gibt es Experimente, so etwas auch dynamisch umzusetzen, aber die sind Jahrzehente von einer Großserienumsetzung entfernt. Oder auch nur von Farbwidergabe und Displaydiagonalen von ganzen Zoll. Für normalsterbliche hat sich daher nur die bereits vor über 150 Jahren gebräuchliche Umsetzung mit einem Linsensystem pro Auge etabliert. Es sind zwar keine Schrankgroßen Guckkästen mehr, in denen zwei Bilderserien gezeigt werden, sondern tragbare VR-Brillen, aber mit fester Verbindung zwischen Auge/Kopf und Objektiv.
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von mannefix
        Auf jeden Fall geht das nur, weil GPU/CPU und die Monitore immer schneller werden.
        Das ging vor 20 Jahren schon.
      • Von mannefix BIOS-Overclocker(in)
        Irgendwann sind die Monitore weg und wir haben "richtige" Hologramme. Auf jedenfall der Beginn einer spektakulären Zukunft.
        Leider wird aber alles noch vermutlich Jahrzehnte dauern...mal sehen.
        Zitat von PCGH_Torsten
        Und mal wieder: Keine Angaben zur effektiven Auflösung und zu den möglichen Betrachtungswinkeln.
        Autostereoskopie ist nichts neues, Eye-Tracking zur Perspektivenanpassung sowieso nicht. Das gibt es seit Jahren selbst als Smartphone-App. Wie man aber über einen Bereich von mehr als einigen wenigen Grad jedem Auge ein eigenes Bild zuspielt, ohne entweder aktive Linsen zu benötigen oder aber die effektive Auflösung auf einen Bruchteil zu reduzieren, dass hat bislang noch jeden Anbieter "holographischer" Displays vor ein Problem gestellt.
        Tja, Sony Geheimnis! Auf jeden Fall geht das nur, weil GPU/CPU und die Monitore immer schneller werden. Machine Learning dürfte die Sache auch extrem unterstützen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Und mal wieder: Keine Angaben zur effektiven Auflösung und zu den möglichen Betrachtungswinkeln.
        Autostereoskopie ist nichts neues, Eye-Tracking zur Perspektivenanpassung sowieso nicht. Das gibt es seit Jahren selbst als Smartphone-App. Wie man aber über einen Bereich von mehr als einigen wenigen Grad jedem Auge ein eigenes Bild zuspielt, ohne entweder aktive Linsen zu benötigen oder aber die effektive Auflösung auf einen Bruchteil zu reduzieren, dass hat bislang noch jeden Anbieter "holographischer" Displays vor ein Problem gestellt.
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