Neues von Samsung OLEDs: QD-Display für TVs mit bis zu 1.000 Nits; Smartphones mit 33 % mehr Helligkeit
Samsung Display hat Neuigkeiten zur Entwicklung bei OLED-Paneln: Die für TVs ab 2022 vorgesehenen QD-Displays sollen bis zu 1.000 Nits erreichen; bei Smartphones hat man derweil 33 Prozent Helligkeit bei gleicher Leistungsaufnahme gefunden.
Samsung Display, die Abteilung für die Herstellung der Panels des Südkoreanischen Elektronikkonzerns, hat diese Woche einige neue Details zu kommenden Entwicklungen bekannt gegeben. Einerseits zu kleinformatigen OLED-Panels, die vor allem in Smartphones und Tablets verwendet werden. Andererseits aber auch, und die sind wohl besonders spannend, zu den großformatigen OLED-Panels, die kommendes Jahr in Fernsehern verbaut werden sollen.
Smartphone-OLEDs 33 Prozent heller
Thematisieren wir kurz und knapp die OLED-Panels für Smartphones. Die Techniker in Südkorea haben die bestehende Technik so umgebaut, dass sie ohne Polarisationsschicht auskommt. Die Schicht diente dazu, ausgeschaltete Pixel ein tiefes Schwarz zu geben. Das mag komisch klingen, da OLED-Pixel selbst-immersiv sind und sich vollständig ausstellen lassen. Technisch bedingt war es aber bisher so, dass die Pixel ausgeschaltet ohne die lichtbrechende Schicht kupferfarben aussahen.
Durch diese und andere Änderungen kann die neue Generation kleiner OLED-Panel bei gleicher Leistungsaufnahme 33 Prozent heller leuchten - oder alternativ bei gleicher Leuchtkraft 25 Prozent weniger Energie konsumieren. Erstmals zum Einsatz kommen die Eco 2 OLED genannten Panels im Galaxy Z Fold 3 5G.
Quelle: Samsung
Neues von Samsung OLEDs: QD-Display für TVs mit bis zu 1.000 Nits; Smartphones mit 33 % mehr helligkeit (10)
Fernseh-OLEDs mit bis zu 1.000 Nits
Außerdem gewährte Samsung Display einen kleinen Einblick in die für kommendes Jahr erwarteten Fernseher des hauseigenen Arms Samsung Visual Display, die für die tatsächlichen Endgeräte zuständig sind. Die Präsentation soll gewiss auch potenzielle Drittkunden auf den Geschmack bringen. Wer im Thema ist weiß, dass Samsung Display ein OLED-Panel auf Basis von blauen OLED-Pixeln konstruiert hat, bei dem die Farben Grün und Blau über die namensgebende Quantum-Dot-Schicht erzeugt werden. Das ist ein anderer Ansatz als der von LG, wo die OLED-Displays RGB-Pixel haben und für einen Helligkeits-Boost auch ein weißes Pixel, woraus dann WRGB wird.
Samsungs Ansatz mit RGB-Struktur verspricht auch bei hoher Helligkeit mehr Farbtreue, da das weiße Pixel bei LG ab einem gewissen Punkt die Farben verfälscht. Direkte Vergleiche mit LG OLED macht Samsung nicht und bezieht sich immer auf "herkömmliche" LCD-Panels. Entsprechend wirbt man bei der Farbtreue mit der 1,5-fachen Farbvolumen sowie dem OLED-typischen größeren Blickwinkel. Stolz ist man auch auf den Reflexionsfilter, den man schon bei aktuellen Modellen verwendet und der mitunter zum besten auf dem Markt zählt.
Insbesondere spannend ist aber, dass Samsung für sein OLED-Panel 1.000 Nits Spitzenhelligkeit verspricht. Das ist für OLED-Verhältnisse hoch und man muss berücksichtigen, dass es sich hier um Marketingmaterial handelt. Freundlicherweise liefert Samsung Display einen Vergleich zu "herkömmlicher" Technik, die 3.000 Nits Spitzenhelligkeit bieten soll. Dadurch kann man etwas zwischen den Zeilen lesen: 3.000 Nits schaffen für begrenzte Zeit gute LCD-Fernseher mit hochwertiger Hintergrundbeleuchtung. In der Praxis werden für diese Geräte im typischen 10-Prozent-Fenster dauerhaft um 1.500 Nits gemessen. Würde man das nun auf OLED übertragen, wäre man bei 500 Nits. Mal als Erinnerung: LGs Evo-Panels schaffen (gemessen) knapp 430 Nits Spitzenhelligkeit und im 10-Prozent-Fenster dauerhaft knapp 280 Nits.
Bestätigt ist zudem auch, dass die Panels, bei denen Samsung auf der ganzen Seite das Wort OLED vermeidet, in 4K UHD gefertigt werden. Gerüchte um 8K UHD gab es immer wieder einmal, dürften für den Moment aber nicht wirtschaftlich sein. Der TV-Markt macht gerade den Wechsel des Mainstreams von 4K-UHD in 55 Zoll auf 65 Zoll durch und da dürfte auch der Fokus der Hersteller liegen, was Stückzahlen angeht.


Hä? Das Ding ist ein halbes Jahr aufm Markt? Wie kurz sind denn bitte eure Produktzyklen?
MfG
Hä? Das Ding ist ein halbes Jahr aufm Markt? Wie kurz sind denn bitte eure Produktzyklen?
Die Akkus sind teils schon knapp bemessen.
Samsung hat mit der Antireflektionsschicht fantastische Arbeit geleistet, sowas hab ich bei keinem anderen Fernseher vergleichbar gesehen.
Natürlich muss auch gsync unterstütz werden.
Dagegen hat LG dann nichts mehr ... vll einen 32 Oled... Dann hole ich mir lieber den
Samsung hat mit der Antireflektionsschicht fantastische Arbeit geleistet, sowas hab ich bei keinem anderen Fernseher vergleichbar gesehen.
Ist es normal wenn ich beim Youtube schauen einschlafe und bis zur automatischen Abschaltung 2 Stunden lang ein Standbild zu sehen ist?
Und selbst wenn der OLED nach 5 Jahren extrem defekt ist, dann hatte man 5 Jahre ein super Bild. Das sehr viel bessere Bild, macht die vielen "Probleme" allemal wett. Und sollte mein OLED mal defekt sein, wird es wieder ein OLED. Es gibt auch Versicherungen, wo man von 2 auf 4 oder 5 Jahre sein TV versichern kann. Aber das lohnt nicht... Die Wahrscheinlichkeit ist wirklich sehr gering.