Philips 276E6ADSS: Erster Quantenpunkt-Monitor kommt für 309 Euro
MMD hat den 276E6ADSS unter der Marke Philips vorgestellt, der als erster Monitor mit Quantenpunkt-Technik daherkommt. Die ermögliche eine akkurate Farbwiedergabe, was sich in einer 99-prozentigen Abdeckung des Adobe-RGB-Spektrums bemerkbar macht. Mit einer Preisempfehlung von 309 Euro ist das Ganze günstig gehalten.
Nachdem MMD den Philips 276E6ADSS bereits im vergangenen September offiziell ankündigte, hat sich die Markteinführung nun um etwa ein halbes Jahr nach hinten hin verzögert. In einer neuen Pressemitteilung spricht der Hersteller von einer "sofortigen Verfügbarkeit" für empfohlene 309 Euro, sodass die Auslieferung in den kommenden Tagen beginnen sollte. Aktuell wird der Monitor noch bei keinem Händler im PCGH-Preisvergleich gelistet.
Der Philips 276E6ADSS setzt als erster Monitor auf eine Quantenpunkt-Technik, welche die Vorteile von günstigen LCDs mit jenen von OLEDs kombinieren soll. Letztere bieten zwar in der Regel kräftigere Farben, höhere Kontrastverhältnisse und gute Schaltzeiten, sind spätestens in der Größenordnung von PC-Monitoren aber sehr teuer. Die sogenannten Quantum Dots basieren auf Nanopartikel, die ähnliche Werte erreichen sollen, dafür aber noch eine gesonderte Hintergrundbeleuchtung benötigen. Zum Einsatz kommt übrigens "Color IQ", das zusammen mit QD Vision entwickelt worden ist.
Die Farbwiedergabe ist indes auch der Punkt, den MMD verstärkt bewirbt. 99 Prozent des Adobe-RGB- und 100 Prozent des sRGB-Spektrums sollen abgedeckt werden. Vor allem Hobby-Fotografen und Filmliebhaber sollen davon profitieren, so der Hersteller. Mit Reaktionszeiten von 14 beziehungsweise 5 ms (ohne/mit Overdrive) muss sich zeigen, ob sich der 276E6ADSS für Spieler eignet - etwaige Gaming-Eigenschaften werden zumindest nicht beworben. Mit 1.920 × 1.080 Pixeln auf 27 Zoll bei 60 Hertz spielt man diesbezüglich ohnehin nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Als Basis dient ein IPS-Panel, das in der Pressemitteilung auch "IPS-ADS" oder "AH-IPS" genannt wird.
Quelle: MMD (Pressemitteilung, Produktseite)

Mit HDR hat diese Technik also erstmal nichts zu tun, aber dafür mit der Farbwiedergabe des Bildschirms ansich
gRU?; cAPS
Bildschirme mit QD-LED Hintergrundbeleuchtung versprechen eine ähnlich gute Farbqualität wie RGB LED-LCD Monitore allerdings zu einem sehr viel geringeren Preis.
Die Quantenpunkte sind übrigens in der Regel anorganisch, üblich sind wohl etwa Cadmiumtellurid, Cadmiumselenid und solche Sachen.
Das Hauptproblem bei OLEDs ist ja, dass die organischen Stoffe v.A. bei elektrischem Stress irgendwann ihre Struktur verändern und ggf. miteinander reagieren und damit nicht mehr als emittierende Materialen nutzbar sind. Zumindest, soweit ich das noch richtig im Kopf habe...
Bei OLEDs braucht man halt relativ komplexe organische Moleküle, damit sich sowas ähnliches wie Energiebänder bilden und man halbleitende Eigenschaften bekommt. Dass die auf viele verschiedene Weisen miteinander reagieren können, ist halt leider eine blöde Nebeneigenschaft, die für Bildschirme halt nicht so geil ist.
Ich wüsste keinen Grund, warum man nicht anorganische Materialien für QDots verwenden könnte. Gerade III-V-Halbleiter würden sich eigentlich anbieten. Die sind auch ziemlich unreaktiv, so ein bisschen Strahlung würde da wahrscheinlich nichts machen. Allerdings muss ich zugeben, dass das hier reine Spekulation auf Basis meiner Einschätzung ist, mit Sicherheit kann ich da gar nichts sagen.
Also bitte den Inhalt dieses Posts mit Vorsicht genießen^^
gRU?; cAPS
QDot-Monitore sind ja im Endeffekt "nur" normale Monitore mit einer ein bisschen anderen Rückbeleuchtung. Damit sind sie genauso haltbar, wie andere LC-Monitore auch.
gRU?; cAPS
OLED's sind mittlerweile doch auch nicht mehr sooo anfällig, oder?