Odyssey Neo G9: Monitor-Flaggschiff kann nur mit AMD-Grafikkarten ausgereizt werden
Samsung Dual-UHD-Monitor Odyssey Neo G9 kombiniert eine sehr hohe Auflösung mit 240 Hertz - und kann deshalb nicht mit allen Grafikkarten verwendet werden. Ausschließlich mit AMDs Radeon-RX-7000-Modellen lassen sich die Spezifikation voll ausreizen. Aktuelle Geforce- und Arc-Grafikkarten können die hohe Auflösung hingegen nur bei 120 Hertz bereitstellen.
Nachdem Samsung den Gaming-Monitor Odyssey Neo G9 schon Anfang des Jahres auf der CES angekündigt hat, wird das extravagante Modell mit Dual-UHD-Auflösung im 32:9-Format nun endlich angeboten: Für etwas mehr als 2.500 Euro ist der Bildschirm im PCGH-Preisvergleich gelistet. Doch damit ist es mit den Anschaffungskosten noch nicht getan, denn Spieler müssen sich offenbar noch etwas Weiteres zulegen, um den Odyssey Neo G9 voll auszureizen: Eine RX-7000-Grafikkarte von AMD.
Halbierte Fps für Intel und Nvidia
Auslöser für diese interessante Voraussetzung ist der hohe Datenbedarf des Monitors. Dieser läuft in einer Auflösung von 7680 x 2160 mit 240 Hertz, weshalb das Gerät erstmals über Displayport 2.1 verfügt. Doch ebendieser Anschluss wird weder von Intels Arc-Grafikkarten noch von Nvidias aktuellen RTX-4000-Modellen unterstützt. Laut einem Test der südkoreanischen Website Quasar Zone kann die Auflösung dort nur mit 120 Hertz übertragen werden, da nur Displayport 2.0 unterstützt wird.
Quelle: Quasar Zone
Angeblich können nur AMDs RX-7000-Modelle den Samsung Odyssey G9 mit 240 Hertz ansteuern.
Dass das der Fall ist, hätte man auch schon den öffentlich verfügbaren Spezifikationstabellen der Grafikkarten entnehmen können. Anders ist das hingegen bei der Ansteuerung über HDMI: Auch hier können - mit Kompression - angeblich nur AMDs aktuelle RX-7000-Modelle 240 Hertz bereitstellen, wohingegen die Konkurrenz die halbe Bildrate liefert. Auf dem Papier unterstützen aber die Grafikkarten aller drei Hersteller HDMI 2.1(a) und damit eigentlich dieselbe Datenrate.
Eine Erklärung für dieses ungewöhnliche Verhalten hat der Reddit-Nutzer Ratemytinder22 parat: Demnach erfolgt die Komprimierung der Bildinhalte durch extra dafür vorgesehene Recheneinheiten. Und von ebendiesen könnten auf RTX-4000- und Arc-Grafikkarten für die geforderte Datenrate entweder zu wenig verbaut sein, oder die Software der Hersteller kann sie noch nicht korrekt ansteuern.
Die Vorgeschichte: Odyssey Neo G9: Samsungs 8K-Monitor-Monster mit Euro-Preis gelistet
In jedem Fall scheint es aktuell so, als könne man den Odyssey G9 Neo nur mit einer Radeon-Grafikkarte voll ausreizen, wobei hier - je nach Spiel - die Rechenleistung ein Problem sein dürfte. Spätestens nächstes Jahr dürfte die Situation aber besser werden, denn dann stehen von allen Herstellern neue Grafikkarten an. Und ebendiese werden dann hoffentlich auch bei Intel und Nvidia für höhere Auflösungen geeignet sein.
Quelle: via Videocardz

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Also so ca. in 10 Jahren. Dann macht der Monitor Sinn.