OLED: LG investiert knapp 9 Mrd. USD, ITRI will Langlebigkeit revolutionieren
Es gibt Neuigkeiten bei der Entwicklung von OLED-Bildschirmen: LG Display möchte in den kommenden Jahren eine weitere Produktionsstätte für 8,71 Milliarden US-Dollar bauen. Zugleich hat ITRI per Zufall eine Methode entdeckt, die Langlebigkeit von OLEDs um den Faktor 27 zu erhöhen. Das Ganze heißt dann PCOLED.
Da die Produktion von großen OLED-Displays sehr aufwändig und teuer ist, hat sich die Technik erst bei kleinen Bildschirmen, beispielsweise für Smartphones, durchgesetzt. OLED-Fernseher gibt es zwar, die kosten aber viele Tausend Euro und sind daher nur für eine kleine Gruppe Gutbetuchter erschwinglich. Hinzu kommt, dass OLED-Fernseher keine Anschaffung für die Ewigkeit sind: Die organischen Leuchtdioden nutzen sich deutlich schneller ab als LCDs mit LED-Hintergrundbeleuchtung.
Zumindest letzteres Problem will nun der taiwanische Hersteller ITRO gelöst haben. Während die grünen und roten Leuchtstoffe bei OLEDs eine längere Lebenszeit haben, segnen die blauen deutlich schneller das Lebensende. Besonders wenn viele Weißflächen dargestellt werden, führt das zu einem frühen Lebensende. Laut eigenen Angaben per Zufall hat ITRI gemerkt, dass grüne Leuchtstoffe ("green phosphorescence") auch blaues Licht ausstrahlen. Mit einer "Double-Metal-Konfiguration" hat man das blaue Licht so stark verstärken können, dass es als vollwertiger Ersatz dienen könnte, dabei aber 27 Mal länger hielte. Getauft wird das Ganze auf Plasmon-Coupled Organic Light Emitting Diode (PCOLED). Die Produktionskosten sollen dafür allerdings immer noch hoch ausfallen. In Zukunft wolle man Partner finden, mit denen man entsprechende Displays bauen kann.
Abseits von neuen Technologien möchte LG Display über 10 Billionen koreanische Won, umgerechnet etwa 8,71 Milliarden US-Dollar in eine neue Produktionsstätte für OLED-Bildschirme investieren, die auf den Namen P10 in Paju, Südkorea, hört und ab 2018 den Betrieb aufnehmen soll. Dort sollen Displays für Fernseher, Automotive-Bildschirme und Smartwatches vom Band laufen. Darüber hinaus könnte es auch Smartphone-Displays geben, wobei man für ein kommenden iPhone aufrüsten könnte: Es existieren schon lange Gerüchte, dass Apple künftig von LCDs mit IPS-Panels auf OLED wechseln wolle.
Quelle: displaydaily.com, reuters.com

Als Monitor bin ich eigentlich mit IPS noch echt zufrieden, auch wenn die Nachteile im Alltag schon mehr oder weniger spürbar sind. Deshalb wäre OLED auch da nett.
Aber wie siehts eigentlich mit der Bildqualität aus? Die Smartphones mit AMOLED, die ich bisher gesehen habe, waren alle nicht das wahre und guten IPS mehr oder weniger deutlich unterlegen. Inwiefern unterscheiden sich die "großen" OLED-Bildschirme von den kleinen AMOLEDs?
LG hatte bei seinen ersten OLED-Fernsehren den workaround, dass sie ganzflächig weiße OLEDs aufgedampft und durch Farbfilter wieder den Farbeindruck gewonnen haben. Das kann man zwar machen, aber hinsichtlich der Effizienz und ein bisschen auch der Farbechtheit wirft man einen großen Vorteile der OLED-Displays damit über Bord.
Die kleinen Handybildschirme verwenden allerdings, soweit ich das weiß, "echte" OLED-Displays ohne Farbfilter, die Farbe wird durch die OLEDs selbst erzeugt.
Wenn Quantenpunkte OLED Konkurrenz machen, dann am ehesten nicht als Backlight für LCDs, sondern ebenfalls als selbstleuchtende Pixel. Bleibt noch der Nachteil, dass sie bislang immer giftige/teure/seltene (oder auch Kombinationen von bis zu drei dieser Adjektive) Elemente beinhalten, während die Ausgangsmaterialien für OLEDs spottbillig sind.
Die Halbleiterindustrie ist ja bekannt dafür, für Probleme erst dann eine komplett andere Lösung einzusetzen, wenn selbst die Totoptimierung der aktuellen Technologie nicht mehr weiterhilft und seit Jahren wird ja der große Durchbruch der OLEDs heraufbeschworen. Ich denke jedoch, dass dies noch einige Zeit dauern wird und das reguläre LCD noch für einige Überraschungen gut sein wird.
gRU?; cAPS
Natürlich gibt es viele Gründe, die für einen heutigen TFT sprechen, aber nichtsdestotrotz beissen sich viele heutige Geräte z.B. an der Frequenz, dem Schwarzwert oder der Blickwinkelstabilität eines CRTs die Zähne aus.
Bei den Fernsehern ist das eine ganz ander Geschichte. Da haste recht. Da ist HDMI schon echt ne prima sache ggü Scart und co.
Als Monitor bin ich eigentlich mit IPS noch echt zufrieden, auch wenn die Nachteile im Alltag schon mehr oder weniger spürbar sind. Deshalb wäre OLED auch da nett.
Aber wie siehts eigentlich mit der Bildqualität aus? Die Smartphones mit AMOLED, die ich bisher gesehen habe, waren alle nicht das wahre und guten IPS mehr oder weniger deutlich unterlegen. Inwiefern unterscheiden sich die "großen" OLED-Bildschirme von den kleinen AMOLEDs?
Damals war Naturell Motion neu und hat echt mal ein anderes Bild an den Tag gelegt wie der Rest im Feld, ja du hast recht die Röhre hat immer noch was, was die LED usw. nicht haben, aber trotzdem ist das Bild heute bei weitem detailreicher und vor allem hochauflösender.
Grade am TV zocken ist mit einem modernen TV eine andere Welt als 480p.
Grade wenn du Home Cinema hast und auch moderne Geräte mit dem TV verbinden willst passen die Anschlüsse nicht, den HDMI gab es damals nicht, nur Scart, RGB und S-Video(Composite).
Also wie man es auch nimmt sind die Nachteile zu groß für jemanden der Multimedia sein zuhause nennt.