OLED-Forschung: Kleine Produktionsänderung erhöht Langlebigkeit und Effizienz
Forschern der Technischen Universität Dresden und der Autonomous University of Barcelona ist es gelungen, sowohl die Langlebigkeit als auch die Effizienz von OLED-Panels über einen vergleichsweise simplen Schritt in der Produktion zu verbessern. Es genüge, die Polymere nahe ihrer Glasübergangstemperaturen zu erhitzen, um die Werte um rund 15 Prozent zu verbessern.
Organische Leuchtdioden können bei Displays mitunter das beste Bild darstellen, leiden aber noch an Makeln, welche eine größere Verbreitung verhindern. Auf technischer Seite betrifft das vor allem die Langlebigkeit. Die selbstleuchtenden Pixel verlieren mit der Zeit ihre Leuchtkraft, was mit schlechteren Kontrasten einhergeht. Zudem können sich Teile von Bildern einbrennen, wenn sie über lange Zeiträume dargestellt werden. Letzteres versuchen die Hersteller per Firm- beziehungsweise Software zu verhindern, beispielsweise indem Farben von festen Elementen im nicht wahrnehmbaren Bereich variieren. Im Hintergrund forschen die Hersteller unter anderem an neuen Materialien, um die Leistung zu verbessern.
Forscher der Technischen Universität Dresden und der Autonomous University of Barcelona haben einen anderen Weg eingeschlagen und sich überlegt, wie sich die bestehenden Technologien optimieren ließen. Das Resultat haben sie im Science Mag vorgestellt (via techpowerup.com, spectrum.ieee.org). Die Forscher haben die Polymere, die zur Herstellung von OLED-Panels eingesetzt werden, stärker erhitzt als üblich, was in einer besseren Anordnung der Moleküle resultiert habe. Eine Erhitzung auf 80 bis 90 Prozent der jeweiligen Glasübergangstemperatur, bei der die Polymere vom festen in einen flüssigen Zustand übergingen (je nach Material bei bis zu 100 °C), erziele die besten Ergebnisse.
Bei kommerziell eingesetzten OLED-Panels seien die Leuchtdioden lose angeordnet, was im eingeschalteten Zustand zu Vibrationen führe. Durch die Hitzebehandlung entstehe ein "ultrastabiles Glas" mit einer festeren Anordnung. Dadurch sollen die Panels um rund 15 Prozent effizienter arbeiten, was spätestens im mobilen Bereich eine willkommene Optimierung darstellt, und 15 Prozent längerlebig ausfallen. Die Forscher zeigen sich zuversichtlich, dass das Prinzip unabhängig von den eingesetzten Polymeren universell umsetzbar sei. Zusammen mit dem deutschen Hersteller Cynora soll das Ganze erstmals in einer OLED-Panel-Fertigung eingesetzt werden.

Ein 12 Jahre alter Artikel?
Seite 3: Die Lebensdauer von LCDs und OLEDs
Das "Einbrennen" sehe ich nicht so als das Problem, das lässt sich mit etwas "Intelligenz" lösen, die Alterung jedoch, ist meiner Meinung nach immer noch ein sehr kritischer Punkt...
mfg
Handydisplays sind aber halt auch die meiste Zeit ausgeschaltet, im Gegensatz zu Computerdisplays.
Und der Kontrast ist leider auch nicht "unendlich", da dieser durch Umgebungslicht so oder so maßgeblich leidet.
gRU?; cAPS
OLED ist schon nice.
Bestes Schwarz,knackige Farben,unendlich Kontrast.
Und Schaltzeiten da verblasst sogar TN.
Wer die Vorteile von OLED nicht sieht tut mir leid.^^
Ich würde alles nur noch mit OLED haben wenns das geben würde.
Einbrennen und alterung ok mit ein kompromiss muss man immer leben.
Dennoch bumst OLED trotz alterung noch alles bildlich weg.
Mein S5 hab ich kurz nachm Release gekauft und nutze es immer noch.
Und trotz etwas einbrennen und den verlust vom Blau zaubert es immer noch ein fantastisches Bild.
Das Nachleuchten von CRTs ist vom jeweiligen Modell abhängig. Für 25 Hz PAL optimierte Fernseher hatten wesentlich längere Nachleuchtzeiten, um Flimmern zu vermeiden. Dennoch adaptieren sich die Augen vieler Menschen schnell genug an dunkle Umgebungen, um noch ein Nachleuchten zu sehen – verglichen mit der Restlichstärke eines "schwarz" darstellenden LCDs sind inaktive CRT-Pixel aber sehr, sehr dunkel. In Einzelfällen mag die analoge Ansteuerung gestört haben, ein zu hoher Eingangspegel konnte dann als "dunkelgrau" dargestellt werden. Aber normalerweise schlägt der Schwarzwert einer Röhre jeden LCD.
Nicht verwechseln sollte man hiermit die Schwarzdarstellung in der Alltagsnutzung. Fällt aus einem nicht verdunkelten Raum Licht auf einen Monitor kann dessen Technik noch so sauberes Schwarz liefern – dunkle Bildbereiche werden grau erscheinen. Dadurch verringert sich der Vorteil von CRTs und OLEDs gegenüber LCDs deutlich. Und am anderen Ende des Spektrums erreichten Röhren eine viel geringere maximale Leuchtstärke – unter 100 cd für "weiß" sind bei einem (gebrauchten) CRT normal, während LCDs in heller Umgebung durchaus mit 300 cd und mehr genutzt werden. Trotz gutem Schwarzwert unter Messbedingungen war der Kontrast zwischen den hellsten und dunkelsten Pixeln auf einem CRT deswegen oft unbefriedigend und dunkle Grautöne schwerer zu unterscheiden als auf aktuellen LCDs.
Ich will trotzdem die Reaktionszeiten von damals zurück!