OLED-Displays: Ist die Angst vorm Einbrennen noch berechtigt?
Die OLED-Technologie setzt sich langsam auch bei Gaming-Displays durch, doch noch immer fürchten die Nutzer Burn-in, das dauerhafte Einbrennen von Bildschirminhalten in das Panel. Aber ist diese Angst noch berechtigt?
OLED-Panels waren bis vor kurzem vor allem in Fernsehgeräten zu finden, erst in jüngster Zeit gibt es vermehrt Gaming-Displays mit organischen Leuchtdioden (OLED). Im Gegensatz zu TV und Streaming sind PC-Spiele oder Benutzeroberflächen von Betriebssystemen jedoch häufig mit dauerhaft eingeblendeten Elementen wie einem HUD in Spielen oder der Windows-Taskleiste ausgestattet. Gerade solche statischen Anzeigen können sich dauerhaft in OLED-Panels einbrennen, doch was sind die Ursachen dafür und was tun die Hersteller dagegen?
Burn-in-Gefahr kann durch physikalische Anpassungen gesenkt werden
Die Journalistin Scharon Harding von Ars Technica hat mit verschiedenen Personen aus der Industrie über Einbrennen bei OLED-Bildschirmen gesprochen. Mitbegründer Konstantinos Karatsevidis von Dough (ehemals "Eve") verrät: "Aus Branchenkreisen wissen wir, dass etwa 5 Prozent der Nutzer von Burn-in betroffen sind." Natürlich handelt es sich hierbei um eine Einzelaussage ohne belastbaren Nachweis, aber als Schätzwert für die Burn-in-Problematik ist diese Zahl sicherlich geeignet.
Quelle: LG
OLED-Bildschirme: Ist die Angst vor Burn-In noch berechtigt?
Einbrennen im OLED-Panel tritt auf, wenn Subpixel nicht mehr so hell leuchten können wie zuvor. Dem könne man mit physikalischen Designanpassungen entgegenwirken, wie Roland Wooster, Vorsitzender der "Display Performance Metrics Task Group" der VESA, erklärt. Verlieren zum Beispiel die blauen Subpixel schneller an Leuchtkraft, können diese Bildpunkte größer gefertigt werden. Dadurch bleibt der Stromverbrauch niedriger und der Pixel hält länger. "Oder man kann das Display besser kühlen, um die Temperatur zu senken", ergänzt Roland Wooster.
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Herstellerseitige Anpassungen der Firmware
Um dem Einbrennen entgegenzuwirken, bauen die Hersteller Sicherheitsvorkehrungen in die Firmware, Software oder Hardware ein. Auch Panel-Lieferanten wie Samsung und LG nutzen Tricks, um das Einbrennen von OLED-Displays zu reduzieren, beispielsweise die Begrenzung der maximalen Helligkeit des Panels auf 70 Prozent. Dadurch sinkt entsprechend die Gefahr des Burn-in, weil die Pixel weniger Strom erhalten und die Wärmeentwicklung geringer ist.
"Sowohl LG als auch Samsung ziehen sich aus dem LCD-Geschäft zurück und investieren Milliarden in die OLED-Technologie (und schließlich in Mikro-LEDs). Für die Zukunft ihrer Unternehmen ist es entscheidend, dass die Nutzer nicht mit weitverbreiteten Problemen wie dem Einbrennen konfrontiert werden. Sie haben wichtige Schritte unternommen, um diese Risiken zu minimieren, und jetzt gibt es kein Zurück mehr", fügt Konstantinos Karatsevidis, Mitbegründer von Dough, hinzu.
Quelle: Ars Technica

Außerdem gilt dabei zu beachten das eigentlich sowieso bei quasi allen Oleds standardmäßig der Bildschirmschoner angeht sobald sich eine Weile am Bild nichts ändert.
Zusätzlich ist auch relevant wie hell der Fernseher eingestellt ist, ein Oled der meistens im dunklen mit 80 bis 120cd/m² läuft wird sehr viel später Burn In zeigen als einer der die Helligkeit konstant auf 100% stehen hat.
Es hängt also immer noch an dir, wenn du es auf Teufel komm raus provozieren willst wirst du Burn In kriegen, bei einigermaßen normalem Verhalten sollte es aber kein Thema sein
Wird reden doch immer noch von Bildbetrachtung und nicht von Neurochirugie?
Es ist nur ein TV/Monitor und keine Reise zum Mars.
Wenn ich vor der Glotze, sitze sind spätestens nach 10min alle Sehgewohnheiten so angepasst, das völlig Latte ist, ob ein TV 1000,- oder 5000,- gekostet hat.
Was auch gerne unterschlagen wird ist die Sitzentfernung.
Am Monitor mag es mit einem Abstand von 60-80cm noch angehen, weil mir die Pixel förmlich auf der Nase kleben.
Aber im Wohnzimmer mit seinen unterschiedlichsten Lichteinflüssen?
Meine Frau und ich sitzen 3,5m von unseren TV (Marke OK, 55" in 4K und 100Hz für €399,-) weg. Da löst sich nix mehr auf und man sieht lauter bunte Bilder.
Interaktion am Monitor und direkter Nähe sind da eine andere Sache. Hier sollte man tatsächlich auf ein gute Einstellmöglichkeit zurückgreifen können.
Ist OLED das einzig selig machende? Bestimmt nicht, sondern eher ein Luxusproblem.
Wer geilen Kontrast will, sollte wieder S/W-Fernsehen schauen
Gruß T.