Monitor-Technologie: Gestapelte Micro-LEDs am MIT entwickelt - Konkurrenz für OLED?

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Quelle: Dieter_G via Pixabay

Forscher am MIT haben eine neue Technik aus Membranen entwickelt, mit der gestapelte Micro-LEDs ermöglicht werden. Dadurch soll die Größe eines Pixels auf nur vier Mikrometer sinken, wodurch die Pixeldichte in Displays stark erhöht werden könnte. Lesen Sie dazu im Folgenden mehr.

Monitore haben sich in den letzten Jahren sehr stark weiterentwickelt und viele moderne Techniken wie OLED oder Micro-LED haben die Grenzen des Machbaren deutlich verschoben. Dennoch müssen kontinuierlich neue Wege gesucht werden, um die Technik weiter zu verbessern und am Massachusetts Institute of Technology (MIT) wurde nun mit den vertikalen Micro-LEDs ein solcher gefunden. Die Ingenieure haben dabei mit dem Problem moderner Bildschirme zu kämpfen, dass die LEDs, die die Pixel beleuchten, nicht mehr viel kleiner gebaut werden können und dadurch vor allem bei VR- und AR-Geräten an ihre Grenzen kommen.

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Diese Problematik ist als "Screen-Door-Effect" bekannt und sorgt dafür, dass die Nutzer Streifen zwischen den verschiedenen Pixeln sehen, was die Immersion beeinträchtigt. Die Ingenieure haben dafür eine konzeptionell einfache, aber dennoch sehr schwer umzusetzende Lösung gefunden. Anstatt die LEDs nebeneinander horizontal zu verteilen und damit die gerade geschilderte Problematik zu verursachen, haben sie die LEDs übereinander gestapelt, um vertikale mehrfarbige Pixel zu kreieren. Jeder dieser Pixel misst nur vier Mikrometer und ist damit extrem klein, sodass eine Pixeldichte von 5.000 PPI möglich ist.

Das Team um den Maschinenbauprofessor Jeeshwan Kim hat seine Forschungen gerade veröffentlicht und sieht einen großen Bedarf in VR-Anwendungen. Gleichzeitig denkt man, dass man OLEDs langfristig ablösen wird, da man für Micro-LED auf anorganische Dioden setzen kann, die nur ein Hundertstel des Platzes einer regulären LED einnehmen. Da die Fertigung von Micro-LEDs bisher noch sehr aufwendig ist, haben die Forscher auch hier Optimierungen vorgenommen.

Demnach braucht es keine Ausrichtung, die Pixel für Pixel erfolgt, sondern Membranen, die gestapelt und aus kristallinem Material bestehend mehrlagig eingesetzt werden. Sie werden mit unterschiedlichen Spannungen angesteuert, um mehrere Farben in einem einzelnen Pixel zu produzieren. Dieser Prozess ist skalierbar, sodass er später auch für ganze Bildschirme zum Einsatz kommen kann.

Quelle: Massachusetts Institute of Technology

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    • Kommentare (16)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Leitwolf200 Software-Overclocker(in)
        Zitat von BigYundol
        und weniger anfällig auf statische Inhalte
        Das erzählt samsung....fakt ist das einige Leute ihr AW schon bis zu 3x tauschen lassen mussten wegen Burnin(z.b im HWL).

        Samsung hat noch viel arbeit vor sich,in 3 oder 4Jahren guck ich mir vielleicht auch QD-OLED mal an,bis dahin sollten se auch besser da stehen.
      • Von Leitwolf200 Software-Overclocker(in)
        Zitat von BigYundol
        und weniger anfällig auf statische Inhalte
        Das erzählt samsung....fakt ist das einige Leute ihr AW schon bis zu 3x tauschen lassen mussten wegen Burnin(z.b im HWL).

        Samsung hat noch viel arbeit vor sich,in 3 oder 4Jahren guck ich mir vielleicht auch QD-OLED mal an,bis dahin sollten se auch besser da stehen.
      • Von Anthropos Software-Overclocker(in)
        Zitat von hrIntelNvidia
        Die Samsung sind von den Specs ja ganz nett, aber kein OLED.
        Ich sitze gerade vor dem Samsung Odyssey OLED G8 Monitor. Der ist wohl auch an dir vorbei gegangen.

        OLED ist 2022 im Monitormarkt angekommen und es werden jetzt immer mehr Monitore dazu kommen. Dürfte aber ruhig ein bisschen flotter gehen.
      • Von Gast1754557804
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Accepted ??
        Zitat von JoM79
        Du hast nach OLED und weiterentwickelten LCDs gefragt.
        Ich habe nach OLED und „stark weiterentwickelten Monitoren“. Wie gesagt, den Dell gebe ich dir ja…

        Zitat von JoM79
        Dafür habe ich dir Beispiele gebracht.
        Ja, und wirklich gute. ?

        Zitat von JoM79
        Die Größe entscheidet ja auch nicht darüber ob nen TV ist, das macht die Fähigkeit per Kabel, Satellit oder DVB ein Signal empfangen zu können und das dieses im TV integriert ist.
        TVs können ja auch 24" oder weniger haben.
        Sicher ist diese Aussage nicht zu weit hergeholt, aber üblicherweise haben TVs keine 24“ und Monitore keine 48“. Vereinzelt sicher, aber nicht beim aller größten Teil der Masse. Die größe ist nicht das alleinige Kriterium, aber eines.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von hrIntelNvidia
        Ich muss die letzten Jahre irgendwas verpasst haben. Die ganzen Monitore sind seit Jahren größtenteils immer die gleiche Suppe aus NT, IPS und VA Panels mit primär 24" - 27" und 32" Panels mit ihren ganzen Nachteilen. Die Industrie hat in den letzten Jahr zwar sehr viel angekündigt, aber kaum geliefert.

        Welchen OLED oder stark weiterentwickelten Monitor der "letzten Jahre" habe ich denn verpasst @PCGH?
        Um den News-Autor zur verteidigen: Es ist das MIT, dass die Behauptung verbreitet, heutige (Laptop-)Displays wären OLEDs, der Beschreibung nach könnten sogar Micro-LEDs gemeint sein. Scheinbar leben die Autoren also weit in der Zukunft – nutzen aber komischerweise VR-Headsets der ersten Generation. Neuere haben das Fliegengitterproblem nämlich längst gelöst.

        Und auch bei Vive und Rift (1) war es keine Folge unvermeidbarer technischen Einschränkungen, sondern ging auf bewusste Design-Entscheidungen zurück: Wenn die Anzahl der Pixel wegen Kosten, Renderleistung, Ansteuerungs- und Übertragungstechnik begrenzt ist, dann sind einzelne Pixel unvermeidbar unterscheidbar. Entweder als kleine Punkte vor schwarzem Hintergrund, in dem das Hirn sich den weiteren Bildinhalt denken muss, oder als große kantige Kacheln, die möglicherweise gar nicht zum Bildinhalt passen. Rift und Vive haben Ersteres gemacht, die PS VR hat sich in der gleichen Generation für Letzteres entschieden. Da gab es so gut wie kein "Fliegengitter", aber massives Aliasing an diagonalen Kanten.
      • Von JoM79 Trockeneisprofi (m/w)
        Du hast nach OLED und weiterentwickelten LCDs gefragt.
        Dafür habe ich dir Beispiele gebracht.
        Die Größe entscheidet ja auch nicht darüber ob nen TV ist, das macht die Fähigkeit per Kabel, Satellit oder DVB ein Signal empfangen zu können und das dieses im TV integriert ist.
        TVs können ja auch 24" oder weniger haben.
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