Monitor-Technologie: Gestapelte Micro-LEDs am MIT entwickelt - Konkurrenz für OLED?
Forscher am MIT haben eine neue Technik aus Membranen entwickelt, mit der gestapelte Micro-LEDs ermöglicht werden. Dadurch soll die Größe eines Pixels auf nur vier Mikrometer sinken, wodurch die Pixeldichte in Displays stark erhöht werden könnte. Lesen Sie dazu im Folgenden mehr.
Monitore haben sich in den letzten Jahren sehr stark weiterentwickelt und viele moderne Techniken wie OLED oder Micro-LED haben die Grenzen des Machbaren deutlich verschoben. Dennoch müssen kontinuierlich neue Wege gesucht werden, um die Technik weiter zu verbessern und am Massachusetts Institute of Technology (MIT) wurde nun mit den vertikalen Micro-LEDs ein solcher gefunden. Die Ingenieure haben dabei mit dem Problem moderner Bildschirme zu kämpfen, dass die LEDs, die die Pixel beleuchten, nicht mehr viel kleiner gebaut werden können und dadurch vor allem bei VR- und AR-Geräten an ihre Grenzen kommen.
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Diese Problematik ist als "Screen-Door-Effect" bekannt und sorgt dafür, dass die Nutzer Streifen zwischen den verschiedenen Pixeln sehen, was die Immersion beeinträchtigt. Die Ingenieure haben dafür eine konzeptionell einfache, aber dennoch sehr schwer umzusetzende Lösung gefunden. Anstatt die LEDs nebeneinander horizontal zu verteilen und damit die gerade geschilderte Problematik zu verursachen, haben sie die LEDs übereinander gestapelt, um vertikale mehrfarbige Pixel zu kreieren. Jeder dieser Pixel misst nur vier Mikrometer und ist damit extrem klein, sodass eine Pixeldichte von 5.000 PPI möglich ist.
Das Team um den Maschinenbauprofessor Jeeshwan Kim hat seine Forschungen gerade veröffentlicht und sieht einen großen Bedarf in VR-Anwendungen. Gleichzeitig denkt man, dass man OLEDs langfristig ablösen wird, da man für Micro-LED auf anorganische Dioden setzen kann, die nur ein Hundertstel des Platzes einer regulären LED einnehmen. Da die Fertigung von Micro-LEDs bisher noch sehr aufwendig ist, haben die Forscher auch hier Optimierungen vorgenommen.
Demnach braucht es keine Ausrichtung, die Pixel für Pixel erfolgt, sondern Membranen, die gestapelt und aus kristallinem Material bestehend mehrlagig eingesetzt werden. Sie werden mit unterschiedlichen Spannungen angesteuert, um mehrere Farben in einem einzelnen Pixel zu produzieren. Dieser Prozess ist skalierbar, sodass er später auch für ganze Bildschirme zum Einsatz kommen kann.

Samsung hat noch viel arbeit vor sich,in 3 oder 4Jahren guck ich mir vielleicht auch QD-OLED mal an,bis dahin sollten se auch besser da stehen.
OLED ist 2022 im Monitormarkt angekommen und es werden jetzt immer mehr Monitore dazu kommen. Dürfte aber ruhig ein bisschen flotter gehen.
TVs können ja auch 24" oder weniger haben.
Welchen OLED oder stark weiterentwickelten Monitor der "letzten Jahre" habe ich denn verpasst @PCGH?
Und auch bei Vive und Rift (1) war es keine Folge unvermeidbarer technischen Einschränkungen, sondern ging auf bewusste Design-Entscheidungen zurück: Wenn die Anzahl der Pixel wegen Kosten, Renderleistung, Ansteuerungs- und Übertragungstechnik begrenzt ist, dann sind einzelne Pixel unvermeidbar unterscheidbar. Entweder als kleine Punkte vor schwarzem Hintergrund, in dem das Hirn sich den weiteren Bildinhalt denken muss, oder als große kantige Kacheln, die möglicherweise gar nicht zum Bildinhalt passen. Rift und Vive haben Ersteres gemacht, die PS VR hat sich in der gleichen Generation für Letzteres entschieden. Da gab es so gut wie kein "Fliegengitter", aber massives Aliasing an diagonalen Kanten.
Dafür habe ich dir Beispiele gebracht.
Die Größe entscheidet ja auch nicht darüber ob nen TV ist, das macht die Fähigkeit per Kabel, Satellit oder DVB ein Signal empfangen zu können und das dieses im TV integriert ist.
TVs können ja auch 24" oder weniger haben.