Marseille Mcable: HDMI-Kabel für über 100 Euro glättet Spiele und Filme effektiv
Das Startup Marseille bietet HDMI-Kabel an, die Bildinhalte mit einem AA-Filter glätten sollen. Dabei wirbt der Hersteller nicht mit Gold- oder Diamant-Voodoo, sondern mit einem im Kabel integrierten Chip, der einen Post-Processing-AA- sowie einen Schärfefilter anwendet. Tests zeigen, dass Kanten tatsächlich effektiv geglättet werden. Die Kabel haben allerdings einige Nachteile.
Wenn ein Hersteller bei Kabeln qualitative Verbesserungen des Quellsignals spricht, sollte man erst einmal hellhörig werden. Meistens sollen teure Materialien wie Gold oder gar Diamanten für eine bessere Übertragung sorgen, was bei digitalen Inhalten allerdings mehr Marketing als alles andere ist. Im Falle der Mcable von Marseille steckt hinter den Behauptungen tatsächlich Substanz, wie Tests von pcper.com und Linus Tech Tips (Youtube) zeigen.
In einem der beiden Stecker sitzt ein Prozessor, der vom Hersteller kryptisch als ein Modell aus der hauseigenen VTV-122x-Familie betitelt wird. Er wendet den laut eigenen Aussagen selbstgeschriebenen Post-Processing-AA-Filter "Contextual Anti-Aliasing", kurz CXAA, an, muss also keine Bildinhalte erkennen, sondern legt den Filter über das komplette Bild. Dem üblichen Weichzeichnereffekt dieser Methode wird mittels eines Schärfefilters entgegengewirkt. Vergleichsbilder der Tester zeigen, dass Spiele tatsächlich effektiv geglättet werden.
Die Mcables kommen allerdings mit einigen Nachteilen daher. Zunächst einmal sind die Preise hoch. Über Amazon bietet Marseille hierzulande ausschließlich die 1,52 Meter lange Version für knapp 140 Euro an. Darüber hinaus können die Kabel nur ein HDMI-1.4-Signal mit 60 Hertz bei 1.920 × 1.080 Pixeln (Full HD) beziehungsweise 30 Hertz bei 3.840 × 2.160 Pixeln (Ultra HD) übertragen. Zudem lassen sich die Filter nicht ausstellen und das Upscaling funktioniert nur, wenn die Ausgabeauflösung der Renderauflösung entspricht. Sieht man sich beispielsweise 480p-Filme am PC an, muss der Nutzer Windows auf 480p stellen, um die Fähigkeiten des Kabels ausnutzen zu können - dafür funktioniert das Post-Processing-AA überhaupt in Filmen. Vor allem ältere Zeichentricksendungen oder Anime sehen dadurch besser aus. Auch für Konsolen stellen die Mcables eine interessante Option dar, insbesondere für die älteren Generationen, die nicht in 1080p rendern.
Für PC-Spieler gibt es indes Alternativen. Die allermeisten Titel haben bereits Optionen für Post-Processing-AA-Filter wie FXAA oder SMAA integriert, die kaum Hardware-Leistung kosten. Einige bieten ebenso Schärfefilter an, teilweise prozentual einstellbar. Spätestens mit SweetFX oder Reshade lassen sich die Filter in jedem Spiel anwenden - das Ganze ist deutlich flexibler, setzt aber voraus, dass man sich mit den Tools auseinandersetzt. Der größte Vorteil: Spieler können damit auch Displayport-Verbindungen nutzen.

zwischenbildberechnung verursacht zusätzlichen lag. ist bei fernsehern für games also total unbrauchbar.
die teile haben von haus aus ja schon einen erhöhten input lag.
Schöner Ansatz, das Thema microprozessorüberarbeitete Bildausgabe durch das Übertragungskabel werde ich mal im Auge behalten
Diese Kabel ist vorallem zu kurz
mmmmh oder. nö warum "Paula Kommt" da hat Paula Lamberts gesagt:
"auser man guckt während dessen "Erotikfilme" das hilft vielen"
mir jetzt nich so aber warum nich
Ich weiß nur nicht ob die Kantenglättung da unbedingt hilft
Schön wäre es wenn das Ding Zwischenbildbeerechnung beherrschen würde, wie alle besseren Smart TV's , vom PC her bin ich 60+ FPS gewohnt und auch mein Fernseher hat ne recht gute Zwischenbildberechnung und 100HZ... wenn dann aber im Schlafzimmer den Fernseher anmache der nur die Inhalte nur mit 24,25 oder 30 Bilder/s wiedergibt kommt es mir das Bild extreme Ruckelig vor.
Aber so wie ist leider nutzlos und man kann es nicht konfigurieren
Bei Filmen ist das doch wie diese Bild-Verschlimmbesserer bei Cyberlinks PowerDVD mit "super" Schärfe und Kontrast. Das kann man in Software günstiger und flexibler haben.
Das einzig wirklich sinnvolle Anwendungsszenario sind alte Konsolen wie PSX, PS2, XBox. Sonst einfach nur nutzlos.
Besser als das Video von Linus.
Es sind nur einfache Filter. Dadurch das es in Hardware im Kabel ist kostet es zwar keine Leistung, kann dafür aber auch nicht an die Situation angepasst werden. Und wenn man sich den Effekt dann ansieht bemerkt man schnell ein sehr starkes Halo rund um dünne parallele Linien. Auch wird die Farbwiedergabe verfälscht: überhöhter Kontrast und Sättigung - was sie auch gern bei Mediamarkt und Co einsetzen um die teuren Bildschirme 'lebendiger' aussehen zu lassen.
Immerhin funktioniert es überhaupt, aber ich würde davon abraten.
Vor allem für Spiele gibt es bessere Möglichkeiten. Je nach spiel gibt es für den AA-Filter noch die Tiefen-Information damit richtig geblendet wird. Und Kontrast/Sättigung kann man so oder so schon einstellen.