LG: Neue Monitortechnik nach dem Vorbild eines Facettenauges
LG hat für seine nächste Generation OLED-Panels im Tierreich abgekupfert. Die MLA-Technik ähnelt dem Aufbau eines Facettenauges und soll damit besonders gute Helligkeiten und breitere Blickwinkel als bisherige OLEDs erreichen. Lesen Sie daher mehr über den Aufbau der Panels und in welchen Geräten man sie bald finden wird.
OLED-Monitore sind aufgrund ihrer hohen Farbtreue und Helligkeit bei Spielern immer beliebter. Mittlerweile steht bei LG die dritte Generation dieser Bildschirme bevor, die die neue META-Technologie nutzt. Die Vorteile daran sollen eine um 60 Prozent gesteigerte Helligkeit sowie ein 30 Prozent breiterer Blickwinkel als bei bisherigen OLEDs sein. Das ist auf die Micro-Lens-Array-Technik (MLA) zurückzuführen, die von der Struktur der Facettenaugen einer Libelle übernommen wurde. Dadurch werden die Lichtemissionen erhöht und LG verbessert sie abermals durch einen die Helligkeit erhöhenden Algorithmus.
In Zahlen bedeutet das, dass das neue Display mit einer Helligkeit von maximal 2.100 cd/m² auch für sehr helle Umgebungen geeignet ist, während die Schwarzwerte dafür sorgen, dass tolle Kontraste erreicht werden können sollen. Jedes einzelne Pixel eines Meta-OLED-Bildschirms soll aus 5.117 Mikro-Linsen bestehen. Das Demonstrationsmodell, ein 77-Zöller mit 4K, kommt dabei auf mehr als 42 Milliarden Mikro-Linsen im Display.
Während die Technik zuerst in Fernsehern ihre Premiere feierte und dort nur teuren Modellen vorbehalten ist, ist schon bekannt, dass auch Gaming-Bildschirme bald damit ausgestattet sein sollen. So werden der LG Ultragear 27GR95QE-B und der Asus ROG Swift PG27AQDM ebenfalls mit MLA-Technik auf den Markt kommen. Neue Technik ist dabei in der ersten Generation immer etwas anfälliger und preislich zu Beginn eigentlich nur für Enthusiasten zu empfehlen. So scheint LG für den 27-Zöller einen Preis von 999 US-Dollar angesetzt zu haben und erstaunlicherweise soll er bald lieferbar sein. Auch das Asus-Modell soll noch in diesem Quartal erhältlich werden und beide könnten sich anschicken, die Welt der Gaming-Monitore aufzumischen.
Quelle: Tom's Hardware

