LCD-Panels bald auch von Foxconn aus China
Foxconn plant den Bau einer LCD-Panel-Fabrik in China. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf 3,2 Milliarden Euro. Damit gesellt sich der Marktführer für elektronische Geräte und Bauteile zu den großen Panel-Herstellern wie beispielsweise Samsung, LG/Philips oder Toshiba.
Foxconn plant in der westchinesischen Provinz Sichuan eine LCD-Panel-Fabrik aus dem Boden zu stampfen. In Chengdu soll das Werk mit einem Investitionsvolumen von 27,2 Milliarden Yuan (3,2 Milliarden Euro) entstehen. Foxconn, vor allem als Auftragsfertiger marktführend im Geschäft der Elektronikgeräte und -bauteile, soll hierzu eine Kooperation mit der lokalen chinesischen Regierung und dem Staatsunternehmen Sichuan Changhong Electric eingehen, so der Economic Observer.
Die lokale chinesische Regierung müsse das geplante Projekt noch freigeben, heißt es. Foxconn träte beim entstehenden Unternehmen als Hauptinvestor auf, während die beteiligte Lokaladministration der Chinesen Mitspracherechte über eine Holding bekäme. Sichuan Changhong Electric ist einer der größten chinesischen Hersteller von Fernsehgeräten, die sich jedoch verstärkt im Plasma-Bereich einen Namen machten, der nun, nachdem sich LC-Displays auf dem Markt durchsetzen, neue Perspektiven benötigt. Gespräche über eine Zusammenarbeit mit Foxconn soll es bereits vor einem Jahr gegeben haben.
Noch vor kurzem hatte der Mutterkonzern von Foxconn, Hon Hai Precision, erklärt, dass man sich vom chinesischen Arbeitsmarkt zurückziehen wolle, nachdem man im Rahmen der mehrfachen Selbstmorde bei Foxconn die Löhne der Arbeiter deutlich anheben musste. Offensichtlich scheint man von diesem Standpunkt abgetreten zu sein. Mit dem Engagement wäre Foxconn zumindest mit einem Schlag im LDC-Geschäft und könnte so zunehmend auf Zukäufe verzichten.
