Gigabyte Aorus CO49DQ: KI soll OLED-Burn-in verhindern
Eigentlich wäre der neu angekündigte Aorus CO49DQ an sich nichts Besonderes, wäre da nicht Gigabytes kühne Behauptung, dass mittels KI-Algorithmus das Einbrennrisiko des OLED-Screens minimiert werden soll. Was steckt wirklich dahinter?
Was kann KI heutzutage eigentlich nicht - also außer den Hund ausführen oder das Welthungerproblem lösen? Mittels KI soll nun laut Gigabyte zumindest auch das Einbrennen des QD-OLED-Displays im Aorus CO49DQ minimiert werden. Was genau am "OLED Care" künstlich oder intelligent sein soll - darauf geht Gigabyte jedoch nicht näher ein. Die Produktdokumentation nennt lediglich eine Reihe bekannter OLED-Schutztechniken, wie etwa Care+, Nutzungszeit, Pixel Clean, Static Control, Pixel Shift, APL Stabilize und Sub-Logo Dim.
Außerdem ist bislang nicht bekannt, ob die Herstellergarantie das Einbrennen abdeckt, so wie es etwa bei LG oder Corsair der Fall ist. Das und ob hinter der KI-Einbrennprävention nur Marketing oder wirklich mehr steckt, haben wir bei Gigabyte nachgefragt. Sobald wir dazu eine Stellungnahme erhalten, fügen wir sie hier ein.
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Davon abgesehen gut ausgestattet
Zu den sonstigen Highlights dieses neuen Monitors mit Super-Ultrawide-Display, also 32:9-Seitenformat, gehören sein 49-Zoll-QD-OLED-Panel mit einer DQHD-Auflösung von 5.120 x 1.440 Pixeln und einer 1800R-Krümmung. Gamer werden auch die Bildwiederholfrequenz von 144 Hz und die OLED-typische Reaktionszeit von weit unter einer Millisekunde zu schätzen wissen.
Wie viele OLED-Panels dürfte auch dieser Monitor ein Hybrid fürs Gaming und für farbkritische Arbeiten sein. Dafür spricht, dass der OLED-Bildschirm 10-Bit-Farben hat, einen DCI-P3-Farbraum von 99 Prozent abdeckt und für VESA DisplayHDR True Black 400 zertifiziert ist. Einige werden auch den Augenkomfort des blendfreien Panels zu schätzen wissen. Multitasking wird durch den Monitor unterstützt, der sowohl Bild-im-Bild- als auch Bild-neben-Bild-Modi bietet (PiP und PbP).
Als Signaleingang verfügt der Aorus CO49DQ über zwei HDMI-2.1-Anschlüsse und einen DisplayPort 1.4. Außerdem wird ein DP-Alt mit 18 PD USB-Typ-C und zwei Typ-A USB 3.2 Pass-Throughs über den USB-3.2-Typ-B Upstream-Anschluss unterstützt. Es gibt zudem einen Kopfhöreranschluss und zwei 5-W-Lautsprecher. Selbst in Gaming-Monitoren ist ein KVM-Switch auch keine Seltenheit mehr. Gigabyte war einer der ersten Hersteller, der dies einführte. Gerade in so einem breiten Monitor ergibt KVM durchaus Sinn. Aktuell ist noch nicht bekannt, wann (im Jahr 2024) der Monitor erscheinen und was er kosten soll. Die Kosten für OLEDs in diesem Format können im vierstelligen Bereich liegen.

Es reicht ein einfacher Algorithmus mit etwas Nachdenken, um ein Einbrennen zu verhindern. Großartige Intelligenz bedarf es dazu nicht.