HDMI 2.1 final spezifiziert: 10K-Support, variable Bildwiederholraten & mehr
Das HDMI Forum hat die HDMI-2.1-Spezifikationen finalisiert und offiziell verabschiedet. Das heißt für Hersteller, dass ab Anfang 2018 die Zertifizierung entsprechender Endgeräte beginnen kann. Der Standard erhöht die Bandbreite von 18 auf 48 Gigabit pro Sekunde, was mit einer Komprimierung für 10K-Auflösungen bei bis zu 60 Hertz reicht. Für Spieler, auch im Konsolenbereich, gibt es variable Bildwiederholraten und einen Low-Latency-Modus.
Im Rahmen der CES 2017 hatte das HDMI Forum die Spezifikation zu HDMI 2.1 inklusive Game Mode VRR (Variable Refresh Rate) offiziell vorgestellt, den Standard bis dahin aber noch nicht finalisiert. Was ursprünglich im zweiten Quartal abgeschlossen werden sollte, hat sich nun auf das vierte hinausgezögert. Im Rahmen einer Pressemitteilung hat das Komitee die finale HDMI-2.1-Spezifikation bekannt gegeben. Die FAQ-Seite mit einer Zusammenfassung aller wichtigen Informationen wurde entsprechend aktualisiert.
HDMI 2.1: Bandbreite mehr als verdoppelt
Eine massive Steigerung bringt HDMI 2.1 bei der Bandbreite mit sich. Hinkte der Standard bislang stets dem Displayport hinterher, überholt die neue Version mit 48 Gigabit pro Sekunde DP 1.4 mit 32,4 Gbps deutlich. HDMI 2.0 schafft lediglich 18 Gbps und damit gerade eben noch Ultra HD (3.840 × 2.160 Pixel) in 60 Hertz und 8 Bit ohne Komprimierung. 48 Gbps hingegen reichen für UHD in 120 Hz und 12 Bit - mit einer 8-Bit-Farbdarstellung sind 144 Hz und mehr drin. Mittels DSC-1.2-Komprimierung (Display Stream Compression) werden 8K in 60 Hz und 12 Bit sowie 10K in 60 Hz und 12 Bit ermöglicht. Mittels 4:2:2- oder 4:2:0-Farbuntertastung lässt sich die Bildwiederholrate weiter erhöhen. Für die gestiegene Bandbreite werden zwingend "Ultra High Speed HDMI Kabel" benötigt, die abwärtskompatibel zu bisherigen HDMI-Standards sind.
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HDMI 2.1: Spieler-Features
Für Spieler bringt HDMI 2.1 mehrere Neuerungen mit sich. Der Game Mode VRR soll das Gleiche bezwecken wie G-Sync und Freesync: Die Bildausgabe der GPU wird mit der Bildwiederholrate des Displays synchronisiert, um Tearing beziehungsweise den V-Sync-typischen Input-Lag zu eliminieren. Die Wahrscheinlichkeit ist mehr als hoch, dass AMD an dieser Stelle seine Finger im Spiel hatte. Schon im Falle vom Displayport hat AMD den Adaptive-Sync-Standard als optionale Erweiterung ab 1.2a durchgebracht. Bei HDMI 1.4 und 2.0 setzt AMD bislang auf spezifikationskonforme, herstellereigene Erweiterungen, um Freesync darüber realisieren zu können. Zur damaligen Freesync-HDMI-Ankündigung ließen die Texaner bereits verlauten, dass man eine Aufnahme in eine kommende, offizielle HDMI-Spezifikationen "voll unterstütze", die Erweiterungen aber für einen zeitlichen Vorteil nutzen wollte.
Der Game Mode VRR bringt variablen Bildwiederholraten in den Fernsehbereich, benötigt wie Adaptive-Sync aber eine GPU-Hardware- und Treiber-Software-Unterstützung. Im Falle der Xbox One X ist bereits bekannt, dass der Modus über ein HDMI-2.1-Firmware-Update unterstützt wird. Je nachdem, wie stark er Adaptive-Sync ähnelt, sollte auch die Playstation 4 Pro die variable Darstellung unterstützen. Schließlich basiert die GPU auf GCN Gen 4 (Polaris) und nutzt damit eine aktuelle Display-Engine. Sofern sich die Funktion bei Fernseherherstellern durchsetzen kann, hat er das Potenzial, das Konsolen-Gaming zu revolutionieren, da Entwickler nicht mehr stupide auf 30 oder 60 Fps optimieren müssten.
HDMI 2.1: Weitere Funktionen
Quick Frame Transport (QFT) soll die vergleichsweise hohen Reaktionszeiten und Eingabeverzögerungen von Fernsehern reduzieren. Das Quick Media Switching (QMS) erlaubt ein schnelleres Umschalten zwischen Smart-TV-Apps und Fernseherinhalten inklusive die Umstellung der variablen Bildwiederholrate. Dynamic HDR erlaubt die Einstellung der HDR-Werte, darunter die Bildhelligkeit, das Gamma und der Kontrast, pro Frame statt nur pro Video beziehungsweise Film. Der Enhanced Audio Return Channel (eARC) kann "objektbasiertes Audio" wiedergeben, unterstützt also Formate wie Dolby Atmos.
Ab Anfang 2018 möchte das HDMI Forum die Zertifizierung von Endgeräten nach HDMI-2.1-Spezifikationen beginnen. Die Veröffentlichung von Fernsehern und Co. könnte dementsprechend im kommenden Sommer starten.

Eher sehe ich da die Spieleentwickler gefragt z.B. nicht so grelle Farben für HUDs anzubieten. Besser immer konfigurierbar wie transparent oder nur einblenden wenn man wirklich auf Gegner trifft. Paar Games gibt es solch freie Einstellung.
Eher sehe ich da die Spieleentwickler gefragt z.B. nicht so grelle Farben für HUDs anzubieten. Besser immer konfigurierbar wie transparent oder nur einblenden wenn man wirklich auf Gegner trifft. Paar Games gibt es solch freie Einstellung.
32 zoll mit 8K 144hz wäre ein träumchen
Super, mein Anbieter ist nicht mal bei 4K angekommen und die Horizon Box läuft wahrscheinlich mit einem Pentium 200 MHz oder so. xD lol = UPC Schweiz.
Gesendet von meinem SM-G935F mit Tapatalk
Algorithmen, die im Standby eine Art Alterungsausgleich durchlaufen lassen, sollen"Eingebranntes" bei OLED daher scheinbar wieder recht gut entfernen können.
Naja trotzdem bleibt ein Restrisiko da du beim einem LCD nicht hast PUNKT. Also ich geb ja keine Tausende Euros für einen TV aus damit ich mir dann die ganze Zeit sorgen machen muss im Hinterkopf.
Aber muss ja jeder selber wissen was er macht