DIY-Dual-Layer-LCD-Monitor: Alternative zu OLED?
In einem Video hat der Youtuber DIY-Perks aus zwei Monitoren einen Bildschirm mit stark verbessertem Kontrast gebaut. Lesen Sie daher im Folgenden, was er umgebaut hat, warum das erfolgt ist und warum Sie besser trotzdem einen entsprechenden Monitor beim Hersteller kaufen sollten, anstatt ihn selbst zu bauen.
PC-Enthusiasten sind oftmals nicht nur auf der Suche nach der maximalen Leistung für ihren PC, sondern befriedigen auch den eigenen Basteltrieb. Das lässt sich mit einer Custom-Wasserkühlung oder Casemods genauso wie mit Peripheriegeräten durchführen. Doch spätestens beim Bau eigener Hardwareteile ist für die meisten Anwender Schluss, da technisches Know-how und Werkzeuge dafür fehlen. Doch davon hat sich der Youtuber DIY Perks nicht abhalten lassen und hat ein Video zu seinem eigenen DIY-Dual-Layer-LCD-Monitor gemacht.
Sein Ziel war durch einen Selbstbau eine günstigere Alternative zu einem OLED-Panel zu schaffen, das vor allem durch seinen hervorragenden Kontrast besticht. Für das Experiment hat er anfangs zwei handelsübliche Monitore zerlegt und die Panels übereinandergelegt. Der Gedanke dahinter war, von einem Bildschirm nur das Panel ohne die Hintergrundbeleuchtung einzusetzen, damit die Schwarzdarstellung sich verbessert. Der Versuch klappte jedoch nicht, weil der Verdunklungseffekt so stark war, dass kein Bild mehr zu sehen war. Das liegt an der Polarisationsschicht im Panel.
Das Problem hat er mit Pauspapier zwischen den Panels preiswert gelöst, sodass wieder ein Bild sichtbar wurde, wenngleich es sehr dunkel war. Daher entschloss sich DIY Perks, der bürgerlich Matthew Perks heißt, die Hintergrundbeleuchtung zu verstärken. Zum Einsatz kam eine LED-Matrix, die nicht nur von den Rändern, sondern von der gesamten Panel-Rückseite ausgeht. Auch sie muss wieder mit Pauspapier abgetrennt werden, um eine ordentliche Lichtdiffusion zu ermöglichen.
Damit ließ sich das Beleuchtungsproblem zwar lösen, der Aufwand ist dennoch hoch. Die aktiv gekühlte Konstruktion in einem Eigenbaugehäuse ist keine Schönheit und hat Vor- und Nachteile. Während der Kontrast hoch ist, wird Schrift sehr weich dargestellt und sieht unnatürlich aus. Beim Gaming kommen die Vorteile lebendiger Farben aber sehr deutlich zur Geltung. Die Kreation verbraucht dabei allerdings 250 Watt bei relativ niedriger maximaler Helligkeit, sodass man wohl doch besser zu einem fertigen OLED-Monitor greifen sollte, anstatt den Selbstbau zu wagen.
Quelle: Tom's Hardware
