HDR 1400, Mini-LED, OLED mit 55 Zoll und 144 Hz: Acer stellt drei neue High-End-Monitore vor
Zur CES 2020 stellt Acer drei neue Gaming-Monitore vor, die vor Superlativen nur so strotzen. Der Predator X32 ist mit DisplayHDR 1400 zertifiziert und verfügt über 1.152 Dimming-Zonen. Der X38 hat ein breites 24:10-Panel mit einer Auflösung über 3.840 x 1.600 Pixel. Der CG552K ist ein großer OLED-Screen mit 4K UHD und 144 Hz.
Das neue Jahr wird spannend, was neue Gaming-Monitore angeht. Die Evolution schreitet voran und bietet an allen Stellschrauben der Display-Qualität neue Verbesserungen. Egal ob es höhere Auflösungen mit Bildwiederholraten, größere Bildschirme oder besseres HDR mit höheren Helligkeiten. Auch OLEDs sind endlich mit hohen Bildwiederholraten als Gaming-Panel verfügbar, wenn auch fast nur in der TV-Größe 55 Zoll.
Acer Predator X32: 4K UHD, 144 Hz und G-Sync
Der neue 32-Zöller Predator X32 hat im Gegensatz zu vielen Gaming-Modellen in der Größe nicht das gekrümmte VA-Panel von Samsung, sondern ein flaches IPS-Panel, das eine AdobeRGB-Farbraumabdeckung von 99 Prozent aufweisen soll, was ihn für professionelle Bildbearbeitung qualifizieren würde. Das Panel soll über eine Farbtiefe über 10 Bit verfügen, welche die hohen Farbräume auch ermöglicht. Ob diese nativ erzielt wird oder mit Framerate Control (8 Bit mit FRC), wie bisher bei allen Gaming-Monitoren mit 10 Bit, ist nicht bekannt. Acer nennt nur die 10 Bit.
Quelle: PC Games Hardware
Acer Predator X32
Er wird außerdem mit G-Sync Ultimate angegeben, was nicht nur eine dynamische Bildwiederholrate bedeutet, sondern auch das aktuell bestmögliche HDR für Fernseher. Die VESA hat erst eine neue High-End-Zertifizierung DisplayHDR 1400 vorgestellt, die wir hier vorfinden. Diese erfordert eine Spitzenhelligkeit von 1.400 cd/m² auf 10 Prozent Bildfläche und noch immer 900 cd/m² vollflächig über 30 Minuten. Daher irritieren die "720 Nits" in der ankündigenden Pressemitteilung von Acer. Wir haben hier nachgehakt und aktualisieren diesen Absatz, sobald uns eine Antwort vorliegt.
Die HDR-Qualität steht und fällt mit Local Dimming. Dank Mini-LED (nicht verwechseln mit Micro-LED) verfügt der X32 über 1.152 Zonen, was nachleuchtende Kanten zwar nicht ganz verhindert, aber schon deutlich reduzieren sollte. Ältere Modelle mit G-Sync Ultimate hatten je nach Modell circa 300 oder 500 Dimming-Zonen, was zwar viel klingt, aber noch nicht an die Qualität selbstleuchtender Pixel (Micro-LED, OLED) herankommt. Das neue G-Sync-Modul hatte bisher auch immer einen Lüfter. Acer erwähnt diesen in der Ankündigung zwar nicht, wir vermuten ihn aber ganz stark, sofern Nvidia das Modul nicht zur CES überarbeitet hat.
Acer Predator X38: Breites 24:10-Format mit 1600p-Auflösung und bis 175 Hz
Beim X38 handelt es sich offensichtlich um das gleiche IPS-Panel von LG, das LG selbst im 38GL950 bereits verwendet, denn die Daten sind hier identisch: 3.840 x 1600 Pixel auf 37,5 Zoll, was einer Pixeldichte über 111 ppi entspricht. Der Monitor aktualisiert das Bild nativ mit 144 Hz, kann aber auf 175 Hz übertaktet werden. Acer spricht von Adaptive Sync, was Freesync aber mittlerweile auch G-Sync bedeutet. Der Monitor dürfte also beides beherrschen Auch beim X38 wird DisplayHDR 400 genannt, was aber ohne Local Dimming wie bei jedem solchen Modell ziemlich witzlos ist und die HDR-Bezeichnung nicht verdient. Auch die Reaktionszeit ist nicht unbedingt eine Millisekunde schnell, wenn auch trotzdem für IPS recht flott und fast auf TN-Niveau. Preis und Verfügbarkeit nennt Acer noch nicht. Das LG-Pendant ist für 1.999 Euro gelistet - in dieser Region dürfte auch der X38 zu erwarten sein.
Quelle: PC Games Hardware
Acer Predator X38
Predator CG552K: 4K-OLED-Panel mit 144 Hz mit HDMI VRR
Fast schon ein Fernseher ist der CG552K wegen der gewaltigen Größe von 55 Zoll, die eher im Wohnzimmer als auf dem Schreibtisch Platz haben. OLED hat den entscheidenden Vorteil der selbstleuchtenden Pixel, was ein nahezu absolutes Schwarz und guten Kontrast ermöglicht, besser als jedes LCD. Gleichzeitig ist die Reaktionsdzeit unerreicht niedrig: Acer nennt hier 0,5 ms, womit schon einige LCDs werben. In der Praxis dürften auch 0,1 ms erreicht werden. Das bedeutet, dass hier keinerlei Schlieren sichtbar sind und die Unschärfe nur von der (evtl zu niedrigen) Bildwiederholrate kommen kann.
Quelle: PC Games Hardware
Acers erster OLED-Monitor
Hier handelt es sich jedoch um einen Monitor und keinen Fernseher, der Unterschied ist fast immer der fehlende TV-Tuner und der Displayport-Eingang - so auch hier. Für Gamer ist außerdem die Bildwiederholrate von 144 Hz entscheidend. Aktuelle TVs schaffen zwar jetzt schon um die 120 Hz, jedoch wegen des HDMI-Flaschenhals nicht bei der 4K-UHD-Auflösung. HDMI 2.1 an den TVs bietet dafür die Bandbreite, ist aber an aktuellen Grafikkarten nicht zu finden, weswegen man noch immer Displayport 1.4 benötigt. Leider schreibt Acer in der Ankündigung nur von drei HDMI-2.0-Anschlüssen, was zwar nicht VRR aber 144 Hz bei UHD ausschließt.
Acer nennt neben UHD-Auflösung und 144 Hz außerdem Adaptive Sync, das auch über HDMI funktioniert, was von Konsolen genutzt werden kann. Der DCI-P-Farbraum, der von Filmproduktionen verwendet wird, soll zu 98,5 Prozent abgedeckt sein. Wegen der hohen Abdeckung vermuten wir eine Farbtiefe von 10 Bit, was bei großen, teuren OLEDs auch üblich ist.
Damit ist Acer der zweite Hersteller mit einem 55 Zoll großen Monitor. Dell hat mit dem AW5520QF schon im Herbst letzten Jahres ein ähnliches Modell auf den Markt gebracht, das aber mit einer deutlich zu niedrigen Maximalhelligkeit von unter 150 cd/m² enttäuscht hatte. Selbst mit HDR werden keine 400 cd/m² erreicht. Der Acer CG552K soll mit dem (sinnfreien) DisplayHDR-400-Standard zertifiziert seien, was hoffen lässt, dass er hier besser abschneiden wird. Wir sind jedenfalls gespannt, ihn testen zu dürfen.

Der bekannteste Burn In Test dürfte der hier sein:
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Wir reden hier von 7000 Betriebsstunden und allen Extremen.
Wenn er so ist wie der X35, dann muss man den eh 5x zurück schicken wegen toter Pixel, extremen bleeding, Rissen im Screen, Coil Whine oder weil er die angegebene Hz Zahl nicht schafft ^^
Verständlich. Gegen das schnellere Altern gerade von Rot hat LG bisher kein Mittel gefunden. Ob nun Washing oder Pixel-Shift, aber da dieser Monitor nur zwei Zielgruppen kennt (1. Leute mit zu viel Geld 2. Leute die damit ihren Lebensunterhalt als Gamer verdienen), kann das sogar ein Erfolg werden.
Und nein, ich lasse Argumente wie „Ich habe meinen LG schon vier Jahre und sehe nichts!“, lasse ich nicht gelten. Wer am Abend seine drei Stunden Netflix guckt, merkt davon nichts. Aber bei drei Stunden und mehr statischem Inhalt wird man das irgendwann ganz deutlich sehen.
Was wirklich schade ist, denn das Bild von OLED treibt einem echt die Freudentränen in die Augen. Ich hab einen QLED von 2018, der siegt dagegen aus wie Billigschrott, vor allem wenn man Inhalte mit schnellen Bewegungen hat wie bei Fußball oder Handei. Da sehen die Spieler aus wie Machtgeister, ständig eine blurry Aura um sie herum.
Sollte sich schon massiv verbssert haben die Probleme mit de meinbrennen.
Ich suche mal...