Mirror's Edge: Catalyst angespielt - Die E3-Vorschau: Highlight dank Frostbite und niedriger Lernkurve
Rasante Rückkehr: Das Action-Adventure Mirror's Edge: Catalyst sieht einmalig aus und erzählt, wie und warum Heldin Faith Feind eines machtgierigen Industriemagnaten wird, dessen Privatarmee die Bevölkerung fest im Griff hat.
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Das Action-Adventure Mirror's Edge war 2008 ein echter Geheimtipp. Obendrein erschien es bei der schwedischen Electronic-Arts-Tochter EA DICE erschien - einem Studio, das zuvor hauptsächlich durch die Battlefield-Reihe bekannt geworden war. Von den meisten Kritikern hochgelobt, verkaufte es sich nur rund 2,5 Millionen Mal. Die PC-Fassung fand nach Angaben von VGChartz.com weltweit gerade einmal 30.000 Käufer. Dennoch kündigte EA bereits 2013 eine Fortsetzung namens Mirror's Edge: Catalyst an, die auf der diesjährigen E3 in Los Angeles erstmalig spielbar war.
Mirror's Edge: Catalyst - Weiße Weste, schwarzer Seele
2008 ahnte noch niemand etwas von Edward Snowden, Drohnenkrieg und Überwachungsskandalen. Doch die Welt von Mirror's Edge zeigte die konsequente Weiterentwicklung globaler Überwachung und der politischen Einflussnahme der Großkonzerne auf. Heldin Faith arbeitete darin als Kurier oder Runner: Ihre Kunden wollten sichergehen, dass ihre Nachrichten von niemandem abgefangen und deshalb persönlich überbracht werden. Musste Faith im ersten Teil den Mord an einem Politiker aufklären, erzählt Mirror's Edge: Catalyst, wie Faith überhaupt erst zu einem Runner wurde. Schon zu ihren Kinder- und Jugendtagen sieht die Gesellschaft strahlend weiß aus, doch dahinter verbergen sich die dunklen Machenschaften des Industriemagnaten Gabriel Kruger, den in seiner Gier nach Macht scheinbar nichts und niemand aufhalten kann. Nur die Runner und die "Terroristenvereinigung" Schwarzer November bieten ihm noch die Stirn.
Mirror's Edge: Catalyst - Immer in Bewegung bleiben
Wie im ersten Teil ist die Optik von Mirror's Edge: Catalyst atemberaubend. Gebäude strahlen weiß unter dem blauen Himmel, rot markierte Objekte wie Geländer, Wände, Treppen und Türen leiten Faith behutsam durch die komplett offene Spielwelt. Nach Entwicklerangaben sollen ihr diverse Ausrüstungsgegenstände dabei helfen, von A nach B zu gelangen. Seid ihr in Bewegung, können Krugers Schergen selbst mit ihren Waffen nicht viel gegen euch ausrichten
Schnappte sich Faith im ersten Teil noch Waffen, die sie den auf sie schießenden Ordnungshütern abgenommen hatte, liegt der Fokus im Nachfolger voll und ganz auf Hochgeschwindigkeit. "Seid ihr in Bewegung, können Krugers Schergen selbst mit ihren Waffen nicht viel gegen euch ausrichten", erklärt uns ein Mitarbeiter von EA DICE. "Deswegen versuchen sie, euch einzukesseln und zu stoppen." Da helfen Faith nur ein paar beherzte Schläge und Tritte - und wenn ihr Gegner dabei zu nah an der Dachkante steht, ist das sein Problem.
Mirror's Edge: Catalyst - 13 Minuten mit Faith
Nach dieser kurzen Einführung dürfen wir ganze 13 Minuten mit Faith verbringen. Zuerst sind wir Zeuge ihrer Entlassung aus dem Gefängnis, wonach sie von einem ihr unbekannten Mann eine Art Augmented-Reality-Chip erhält und ihm dann über die Dächer der Stadt folgt. Anschließend wechseln wir in einen anderen Stadtteil, wo uns drei Missionen zur Auswahl stehen - und die wir selbstverständlich alle drei probieren. In der ersten geht es darum, eine riesige Leuchtreklame zu hacken, um darauf eine regimekritische Botschaft anzuzeigen. Die Steuerung ist theoretisch einfach, praktisch erfordert sie etwas Übung: Ein Tastendruck lässt Faith nach oben klettern, springen oder eine Wand entlanglaufen, ein anderer dämpft ihre Sprünge nach unten und lässt sie unter einem Hindernis durchtauchen oder gar durch einen Lüftungsschacht rutschen. Mit einer dritten Taste tritt sie Türen auf oder gibt ihren Verfolgern eins auf die Mütze, wobei noch eine vierte Taste zu Einsatz kommt. Doch bei unseren Hackversuchen brauchen wir nur die ersten beiden. Nachdem wir jedoch einmal zu oft in die Tiefe segeln, wählen wir die zweite Mission.
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Mirror's Edge: Catalyst - Paketzustellung mit Prügeleinlagen
Nun müssen wir in einer klassischen Runner-Aufgabe ein Paket von einem Versteck ins nächste bringen, ohne uns dabei von Krugers Häschern fangen zu lassen. Weil wir dabei permanent unterwegs sind und wir obendrein Hinweise auf unseren Zustellungsort sehen, gelingen uns die Parcours-Einlagen deutlich besser. Wir folgen den rot markierten Geländern, Wänden und Co. und versuchen, den Ordnungskräften aus dem Weg zu gehen. Das gelingt nicht immer, doch dafür haben wir ja die beiden Prügeltasten. Gelegentlich gelingen uns sogar spezielle Schlag-Tritt-Kombinationen, mit denen wir beispielsweise einen Angreifer kunstvoll über unsere Schulter werfen. Das Kämpfen aus dem Stand kommt uns hingegen vor, als würden wir uns durch Kaugummi bewegen - oft ist es besser, vor den Bösewichten zu fliehen, dann kehrt zu machen und sie dann mit Schwung zu vermöbeln. Einige schießen auf uns, doch wir weichen ihren Geschossen aus und rennen sie dann einfach um. Schließlich haben wir das Paket an den Zielpunkt gebracht und verstauen es hinter einem Lüftungsgitter auf einem Hochhausdach.
Mirror's Edge: Catalyst - Wettrennen gegen die Zeit
Mission drei ist ein Wettrennen, bei dem Pfeile am Boden die Richtung des Rennkurses vorgeben. Beim ersten Versuch legen wir einen Fehlstart hin und vertrödeln Zeit, weil wir nicht vorausschauend genug rennen. Beim zweiten Anlauf klappt es besser - wir wundern uns, wie wir in einen Spielfluss geraten, bei dem wir fast ohne Zutun unseres Gehirns auf die richtige Taste drücken. Von Gebäudedächern geht es in deren Inneres, dann wieder durch Lüftungsschächte hinaus - und dann ist unsere Demo-Zeit vorbei, ohne dass wir den Parcours hätten abschließen können. Ausgesprochen schade, ist Mirror's Edge: Catalyst doch wie eine frische Brise in der stickigen (Team-)Shooter-Landschaft.

Btw: Habe über die Youtube-Suchfunktion nach Mirrors Edge Catalyst Gameplay gestoßen und bin auf dieses Video gestoßen:
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Ich dachte die ganze Zeit, was für eine verdammt gute Grafik diese Frostbite-Engine hier bewerkstelligt. Die Farben recht grell aber etwas realistischer als im Vorgänger, erscheinen plausibel. Nur einige Animationen fand ich zu "vielfältig" um wahr zu sein. Desweiteren widerspricht die Nutzung einer Pistole allen Berichten, ich hielt es für eine gescpricpetete Cutscene. Im Nachhinein ist es mir dannn auch aufgefallen, dass dies nicht ingame ist. Aber die Illusion, dass es Mirrors Edge sei ist unglaublich gut gelungen.
Lernkurven sind grundsätzlich normiert von 0="kann es gar nicht" bis 1="kann es vollständig"
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MfG,
Raff