Mindseye: Vom ambitionierten GTA-Konkurrenten zum absoluten Debakel

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Mindseye: Vom ambitionierten GTA-Konkurrenten zum absoluten Debakel
Quelle: Build A Rocket Boy

Mindseye, das erste Spiel des GTA-Mitentwicklers Leslie Benzies, scheiterte laut BBC-Bericht krachend. Technische Mängel, Chaos im Management und Entlassungen machen es zum Anwärter auf das schlechteste Spiel 2025.

Der Name Leslie Benzies steht seit Jahren für den Erfolg der Grand Theft Auto Reihe. Als zentrale Figur bei Rockstar Games prägte er maßgeblich Design und Struktur des Open World Genres. Nach seinem Weggang im Jahr 2016 gründete er das Studio Build a Rocket Boy mit dem Ziel, eigene Projekte zu verwirklichen. Die Erwartungen waren entsprechend hoch, nicht zuletzt, weill das Unternehmen über 233 Millionen Pfund Kapital einsammelte und bis Ende 2024 auf fast 450 Mitarbeitende anwuchs.

Debakel statt Neuanfang

Mit Mindseye veröffentlichte das Studio im Juni 2025 sein erstes Spiel. Statt eines ambitionierten Neuanfangs folgte jedoch ein Debakel. Spieler berichteten von massiven technischen Problemen, instabiler Performance und fehlerhaften Animationen. Einige Szenen wurden in sozialen Netzwerken zum Sinnbild des Scheiterns. Kritiken bezeichneten das Spiel als unausgereift und in Teilen unspielbar. Frühzeitig war von einem der schlechtesten Spiele des Jahres die Rede, diese These scheint sich durch den BBC-Artikel zu bekräftigen.

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Laut Aussagen ehemaliger Mitarbeiter waren strukturelle Probleme bereits lange vor Veröffentlichung erkennbar. Entwicklungsrichtlinien änderten sich kurzfristig, neue Ideen wurden ohne klare Planung eingeführt. Angestellte berichten von fehlender Projektleitung und widersprüchlichen Vorgaben. Interne Dokumente weisen zudem hohe Verluste in den Jahren 2020 bis 2024 aus. Trotz steigender Ausgaben blieb ein fertiges Produkt aus.

Druck und Überstunden konnten das Spiel nicht retten

Im Frühjahr 2025 kam es zu intensivem Arbeitsdruck. Viele Beschäftigte mussten wöchentlich zusätzliche Stunden leisten, um den Veröffentlichungstermin zu halten. Nach dem misslungenen Start folgten Entlassungen, betroffen waren bis zu 300 Personen. Die Studioleitung sprach von unerwarteten Entwicklungen und betonte die Absicht, den Titel mit Updates zu verbessern. Gleichzeitig wies Benzies in einer Mitarbeiterversammlung auf angeblichen Widerstand gegen das Projekt hin, was intern auf Unverständnis stieß.

Ehemalige Beteiligte äußern Zweifel, dass Mindseye den schlechten Ruf noch ablegen kann. In der Branche gilt das Projekt als Beispiel dafür, wie hohe Erwartungen, fehlende Struktur und Managementfehler selbst erfahrene Entwickler zu Fall bringen können. Die Zukunft von Build a Rocket Boy bleibt ungewiss.

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Quelle: via BBC

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    • Kommentare (5)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Trollmanns Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Nach meinem empfinden war es keine Vollkatastrophe. Es ist ein mittelmäßiges Spiel. Der Entwickler hat es zu sehr gehypt und ist damit auf den Boden gefallen...

        Interessant finde ich, dass die neusten Bewertungen bei Steam aktuell bei 80% positiv liegen.
      • Von Trollmanns Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Nach meinem empfinden war es keine Vollkatastrophe. Es ist ein mittelmäßiges Spiel. Der Entwickler hat es zu sehr gehypt und ist damit auf den Boden gefallen...

        Interessant finde ich, dass die neusten Bewertungen bei Steam aktuell bei 80% positiv liegen.
      • Von Major_Fletcher Software-Overclocker(in)
        Tja selbst die besten Schauspieler haben schon einmal oder öfter eine mieserable Performance an den Tag gelegt wenn das Script mies war oder der Regisseur einfach schlecht war. Es gibt keine unfehlbaren Erfolgsgarantien bei irgendwas.
      • Von VulturesRevenge Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Zryachiy
        Immer wieder fraglich wie man solche Müllhaufen freiwillig releasen kann...
        233Mio Pfund eingesammelt wird einige Verpflichtungen wie irgendetwas vorweisen nach sich ziehen.
        Davon ab Schade, hatte gehofft da kommt mal was GTA-iges ohne GTA 🙂
      • Von Zryachiy Freizeitschrauber(in)
        Immer wieder fraglich wie man solche Müllhaufen freiwillig releasen kann...
      • Von openworldgamer Freizeitschrauber(in)
        Ich finde das Spiel wurde etwas übertrieben zerrissen. Ja, es war keine Glanzleistung, aber meiner Meinung nach auch komplett von einem Totalausfall entfernt, abgesehen von der gammeligen UE5 Performance.
        Die Erwartungen waren einfach zu hoch und Leslie und Team wussten am Ende auch nicht so wirklich was Mindseye werden sollte.
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