Einstige Shooter-Hoffnung Mindseye wird auf Steam zerrissen: "Myriade von Problemen"
Mit Mindseye verbanden viele Gamer große Hoffnungen - nicht zuletzt, weil Ex-GTA-Designer Leslie Benzies und weitere Veteranen der Branche mitwirkten. Doch das Action-Adventure auf Basis der Unreal Engine 5 erlebt zum Release ein böses Erwachen.
Mindseye ist mit großen Hoffnungen gestartet, denn Game-Designer Leslie Benzies wirkte maßgeblich an dem Titel mit und der war zusammen mit Teilen des Teams an GTA beteiligt. Doch die Realität sieht zum Release des Action-Adventures auf Basis der Unreal Engine 5 leider anders aus: Auf Steam ist die Stimmung "größtenteils negativ".
Optisch macht der Titel auch etwas her, aber es fehlt an Feinschliff, was auf eine letztlich zu frühe Veröffentlichung schließen lässt. Zahlreiche Fehler begleiten den Start - teils eindeutig der "Schlusskorrektur" entgangen. Und für den regulären Vollpreis hagelt es da schnell Kritik; für das Gebotene sei das Spiel zu teuer. Manch einer fühlt sich an Assassin's Creed Unity zurückerinnert, das ebenfalls einen technisch herausfordernden Start hatte. Auch größere Influencer, die sich das Spiel zu Release anschauten, sind mit Kaufempfehlungen zurückhaltend.
Kritik der Steam-Spieler
Schaut man sich die Rezensionen zu Mindseye auf Steam an, wird auch schnell klar, dass es sich nicht um Review-Bombing handelt. Spieler beklagen unter anderem Performance-Probleme, was bei der Unreal Engine 5 ohne ordentliche Optimierung seitens des Entwicklers ohnehin eine dauerhafte Begleiterscheinung ist. Selbst Epic will hier mit der Unreal Engine 5.6 nachbessern und den Lizenznehmern das Leben erleichtern.
Und schon im Vorfeld hatte es um Mindseye eine negative Stimmung gegeben, die sich nun auch in den Spielerzahlen widerspiegelt. Gerade einmal rund 1.000 Spieler sind aktiv und rund 3.300 in der Spitze zum Release sind wohl nicht das, was man erwartet hatte.
Sicher scheint jedenfalls, dass Erfahrung der Entwickler allein nicht reicht, um ein gutes Spiel zu machen. Die KI der Gegner zeigt das deutlich, denn die stellt sich nicht so schlau an und in diesem Segment zählt am Ende nur Können. Alles andere wird nur lustig, was nicht zu einem Action-Adventure passt, das sich recht ernst nimmt.
Für das Entwicklerteam und den Publisher ist die Situation blöd, wenngleich wohl selbst verschuldet. Man arbeitet rund um die Uhr, um die Probleme in den Griff zu bekommen. Speziell bei der Performance auf Konsole und PC gesteht man ein, dass selbst die minimalen PC-Anforderungen auch für ein UE5-Spiel hoch sind. Das schränkt letztlich nur die potenzielle Käuferschaft ein.
Kommt ein "Turnaround"?
Trotz der eher negativen Stimmung gibt es aber dennoch viele, die das Potenzial des Spiels sehen und auf so etwas wie No Man's Sky oder Cyberpunk 2077 hoffen, wo der Entwickler die Situation noch halbwegs drehen könnte. Cyberpunk 2077 wurde zwar nie mehr das, was viele hofften, aber No Man's Sky gilt als gelungener "180er". Und ohne große Verkaufszahlen, die No Man's Sky und Cyberpunk 2077 hatten, könnte auch schnell der Support enden.
Es bleibt also fraglich, ob die Kehrtwende gelingt. Denn selbst wenn technisch per Update die Lage verbessert wird, bemängeln doch einige Spieler den Inhalt. Viel Substanz habe die Geschichte unter der Oberfläche nicht, und manch einer fühlt sich an die TV-Serie Lost erinnert.
Damit erinnert der Release von Mindseye etwas an den von The Callisto Protocol. Das ambitionierte Projekt hatte Personal aus Dead-Space-Zeiten an Bord, konnte zu Release aber auch nicht überzeugen und es blieb dann auch bei nur einem DLC, was meist ein gutes Anzeichen für den wirtschaftlichen Erfolg ist. Monatliche DLCs wurden zu Mindseye angekündigt - man darf gespannt bleiben.
Um sich einmal einen Vergleich zu schaffen: The Callisto Protocol hatte zum Release immerhin rund 17.000 Spieler; Stalker 2 über 120.000. Auch Metro Exodus lief zum Release mit rund 15.000 Spielern besser und hat rund 6 Jahre nach Release noch um 1.000 gleichzeitige Spieler. So betrachtet wird es sehr spannend werden, ob Mindseye die Kurve bekommt.

Die KI Feinde laufen herum wie geköpfte Hühner und es vermittelt gar kein taktisches Gefühl.
Das einzige, was mir gefiel, waren die Cutscenes.
Vielleicht werde ich zu einem späteren Zeitpunkt noch mal warm, wenn die Qualität sich drastisch gebessert hat.
Eine Kaufwarnung würde ich aber trotzdem aussprechen. Das Spiel ist ein technisches Desaster, Framedrops, Grafikfehler, Chrashes auf der Konsole und dem PC. Man kann aber auch Glück(!) haben und es läuft auf der Konsole oder dem PC ohne Probleme. Aber wer will das schon riskieren?
Wenn das Spiel gefixt ist, kann man es ruhig mal ausprobieren. Bis dahin kostet es vielleicht auch keine 60€ mehr. Wenn es gefixt ist, würde ich bei dem Spiel von einer Wertung von 75 ausgehen (die KI ist nicht so toll und ich finde das Sounddesgine der Waffen verbesserunsgswürdig).
So habe ich das zumindest in den von mir gesehenen Reviews herausgehört.
Gespielt habe ich es wegen den technischen Problemen noch nicht. Wenn diese gefixt wurden, habe ich aber schon Interesse dran. Es gibt eben zu wenig neue Singleplayer-3rd-Person-Shooter mit Storyfokus!
Hab ich was verpasst?
Es wurde von ein paar wenigen blauäugigen Menschen gehyped.
Aber da man überhaupt nix darüber das Spiel wusste, war das ziemlich dumm.
also mir gefällts. is halt kein GTA, aber wollte es auch nie sein.
die Medien haben immer den Schwachsinn von wegen is wie GTA behauptet.