Angriff auf Apple M3: Microsoft präsentiert neue Surface mit Qualcomm-Chip (Update)

Jetzt aktualisiert: Um gegen das MacBook Air mit M3 Chip bestehen zu können, arbeitet Microsoft mit Qualcomm zusammen und präsentiert neue Surface-Geräte mit dem Snapdragon X. Zudem bekommt Windows 11 ein paar neue KI-Features spendiert.

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Angriff auf Apple M3: Microsoft präsentiert neue Surface mit Qualcomm-Chip (Update)
Quelle: Erzeugt mit Dall-E; Amazon; Montage: PCGH

Update vom 22.05.:

Noch immer läuft die jährliche Entwicklerkonferenz Microsoft Build 2024, auf der der Windows-Hersteller nicht nur neue Surface-Modelle vorgestellt hat. So gibt es auch etliche neue Features für Nutzer von Windows 11, die in den kommenden Monaten ausgerollt werden. Kontrovers wird etwa das KI-Gedächtnis Recall diskutiert. Allerdings benötigt man nicht unbedingt einen neuen Windows-PC mit Qualcomm-Chipsatz, um dieses Feature nutzen zu können. Wer möchte, wird das fotografische Gedächtnis auch etwa mit einem Samsung Galaxy Book 3 360 nutzen können, das auf einen Intel Core i7-1360P setzt. Im Vergleich zum Qualcomm-Chipsatz spart man sich so die Emulationsschicht, da die Intel-CPU auf den herkömmlichen x86-Befehlssatz setzt.


Im Jahre 2012 wurde Microsoft zum PC-Hardware-Hersteller, als man die Marke Surface für ein innovatives 2-in-1-Tablet aus der Taufe hob. In den vergangenen Jahren entwickelte die Mannschaft um Panos Panay und den deutschen Designer Ralf Groene viele weitere PC-Modelle, darunter das Surface Laptop. Im Rahmen eines Events vor der heute startenden Entwicklerkonferenz Build hat der Windows-Hersteller nun neue KI-Funktionen für Windows 11 vorgestellt sowie dazu passend neue Surface-Geräte. Für Vortrieb sorgt der brandneue Snapdragon X Chipsatz vom amerikanischen Hersteller Qualcomm. Laut dem Unternehmen aus San Diego soll damit das MacBook mit Apple M3 geschlagen werden.

Was gibt's Neues beim Surface Pro?

In der mittlerweile 11. Generation des Surface Pro steckt ein 13 Zoll großes Display. Käufer haben erstmals die Auswahl zwischen einem LCD-Touchscreen oder einem OLED-Panel mit 120 Hz. Beide HDR-Bildschirme lösen mit 2.880 × 1.920 Pixeln auf und sind im 3:2-Seitenverhältnis gehalten, um möglichst viel Bildschirmfläche zu offerieren. Neben dem neuen Bildschirm ist auch das Innenleben der ohne Lüfter ausgestatteten 2-in-1-Tablets neu. Zur Wahl stehen ein Snapdragon X Plus oder der leistungsstärkere Snapdragon X Elite. Bei der Elite-Version sind 12 CPU-Kerne verbaut, wobei acht Performance-Kerne mit bis zu 4,2 GHz takten können und die vier Effizienz-Kerne mit 3,8 GHz arbeiten. Laut Microsoft soll das Surface Pro mit Snapdragon X Elite um 90 Prozent schneller zu Werke gehen als das Surface Pro 10 mit Intel Core i7-1255U aus der 12. Generation der Core-i-Reihe. Wenn es nach Qualcomm geht, soll der Snapdragon X Elite X1E-84-100 sogar den Apple M3 Chip aus dem MacBook schlagen. Jahrelang werkelten unter anderem direkt von Apple abgeworbene Ingenieure an den Chips der Modellreihe Snapdragon X, deren Neural Processing Unit 45 TOPS leistet und 40 Trillionen Operationen pro Sekunde verarbeiten kann. Zum Vergleich: Ein AMD Ryzen 8000 Hawk Point schafft mit seiner NPU nur 16 TOPS.

Wer sich für ein Surface Pro mit Snapdragon X Elite entscheidet, bekommt automatisch das OLED-Display, das ein besseres Kontrastverhältnis als die Version mit LCD bietet. Zu einem Preis ab 1.799 Euro lässt sich die 11. Generation des Surface Pro mit OLED-Bildschirm ab sofort bei Amazon vorbestellen. Falls man auf das OLED-Panel verzichten will, zahlt man dagegen nur 1.199 Euro und bekommt den Snapdragon X Plus mit nur 10 CPU-Kernen. Beide neuen Surface Pro kommen am 18.06. in den Handel.

Neues Surface Laptop mit Qualcomm greift MacBook an

Microsoft Surface Laptop 7 mit Qualcomm Snapdragon X Elite soll schneller als ein Apple MacBook Air mit M3 Chip sein. Quelle: Microsoft Microsoft Surface Laptop 7 mit Qualcomm Snapdragon X Elite soll schneller als ein Apple MacBook Air mit M3 Chip sein.

Seit dem Jahr 2021 verbaut der iPhone-Hersteller Apple in seinen MacBooks ausschließlich seine hauseigenen M-Chips, die auf ARM-Kernen basieren. Mittlerweile verrichtet etwa im 13 Zoll großen MacBook Air ein Apple M3 seinen Dienst. In Konkurrenz zu diesem dünnen MacBook schickt Microsoft die 7. Generation des Surface Laptop ins Rennen. Dabei kommt jedoch kein Intel-Chip mehr auf dem x86-Befehlssatz zum Einsatz, sondern ausschließlich Qualcomm-SoCs. So verfügt das 13,8 Zoll große Surface Laptop wahlweise über den Snapdragon X Plus oder den Snapdragon X Elite. Los geht die Preisliste bei 1.199 Euro, wobei man dabei das Surface Laptop mit 16 GiByte RAM und austauschbarer 256 Gigabyte PCI-Express 4.0 SSD bekommt.

Wer möchte, kann alternativ auch zum größeren Surface Laptop mit 15 Zoll großem Touchscreen greifen. Das größere Modell wird immer mit dem schnelleren Snapdragon X Elite angetrieben. Die Akkulaufzeit liegt bei bis zu 22 Stunden lokaler Videowiedergabe, verspricht Microsoft. Egal, ob man sich für das 13 Zoll große Modell oder den größeren Bruder entscheidet, der Touchscreen bietet immer eine maximale Helligkeit von 400 Candela und kann HDR-Inhalte darstellen. Neben gleich zweimal USB-C inklusive DisplayPort verbaut Microsoft auch einen USB-A-Anschluss bei beiden Surface Laptops. Ins Internet gehen die MacBook-Alternativen via Wi-Fi 7. Die 7. Edition des Surface Laptop kommt am 18.06. in den Handel.

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Durch den Snapdragon X können alle neuen Surface-AI-PCs spezifische KI-Funktionen in Windows 11 nutzen. Hierzu gehört etwa das fotografische Gedächtnis namens Recall, bei dem sich der komplette PC durchsuchen lässt, indem man etwa nach dem letzten Urlaub fragt und dann die dazu passenden Bilder und Dokumente angezeigt bekommt. Sämtliche Berechnungen finden dabei ausschließlich lokal auf den KI-PCs statt, da die NPU der Qualcomm-Chips genutzt wird. Nach bis zu drei Monate alten Inhalten kann dabei der Microsoft Copilot suchen. Wer möchte, kann Recall aber auch einschränken oder deaktivieren.

Preis, Daten und Fakten zu neuen Surface Copilot+PCs

  • Microsoft hat im Vorfeld der heute beginnenden Entwicklerkonferenz Build neue Surface-Modelle vorgestellt.
  • Hiermit begründet der Windows-Hersteller die neue Kategorie der Copilot+PCs. Dabei können entsprechende PCs KI-Funktionen lokal ausführen, benötigen also keine Anbindung an die Cloud. Alle Berechnungen finden durch die NPU statt, die etwa in den neuen Qualcomm-Chips Snapdragon X integriert ist.
  • Passend dazu rüstet Microsoft die 11. Generation des Surface Pro mit dem Snapdragon X Plus oder X Elite aus. Zudem gibt es erstmals die Option auf einen OLED-Touchscreen beim Surface Pro.
  • Den MacBook-Konkurrenten Surface Laptop treibt in der 7. Generation ebenfalls ein Snapdragon X Plus oder Elite an. Laut Qualcomm soll der Snapdragon X Elite schneller als ein Apple M3 sein und 90 Prozent mehr Performance als der Intel Core i7-1255U bieten.
  • Das Surface Laptop und das Surface Pro gibt es jeweils ab 1.199 Euro zu kaufen. Beide neuen Copilot+PCs kommen ab dem 18.06. in den Handel und verfügen über 16 GiByte DDR5-RAM sowie eine tauschbare PCI-Express-SSD, die mittels PCI-Express 4.0 angebunden ist. Auf Intel-Prozessoren verzichtet Microsoft beim Surface Laptop 7 und Surface Pro 11.

Quellen: Microsoft, Golem, Amazon (1), Amazon (2)

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Zik7 Software-Overclocker(in)
        Ab 1199€ hätte ich nicht erwartet! Eher 1500€ aufwärts. Da ist dann für andere Hersteller noch Luft nach unten!
        Bin sehr gespannt und hätte gerne ein Snapdragon Notebook für Linux!
      • Von Zik7 Software-Overclocker(in)
        Ab 1199€ hätte ich nicht erwartet! Eher 1500€ aufwärts. Da ist dann für andere Hersteller noch Luft nach unten!
        Bin sehr gespannt und hätte gerne ein Snapdragon Notebook für Linux!
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        Microsoft ist spät dran. Die müssen sich doch gegen M4 behaupten.
        Zitat von Edelhamster
        Mal schauen ob irgendwann noch eine AMD Strix Point Variante des Surface kommt. Fänd ich ganz persönlich für mich spannender als Produkt.
        Geht mir auch so, aber ich glaube, das ist nun Microsofts neue Strategie bzw. Versuch.
        Mit den Eingabegeräten haben se sich ja auch umentschieden.
        Wird dann wohl ein Apple-gegenstück werden.
        Spieler werden wohl besser weiterhin AMD im Notebook oder Desktop kaufen sollen und auch wollen.
        Sicherlich werden zumindest wichtige Partner ihre Software für ARM umschreiben, aber vor allem bei Spielen kann man das mehr oder weniger grundlegend vergessen (können) vor allem bei den bereits bestehenden.
      • Von Edelhamster BIOS-Overclocker(in)
        Dicker Deal für Qualcomm in die MS Surfaces einzuziehen.
        Aber Windows on ARM? Da habe ich doch noch leichte Vorbehalte.
        Mal schauen ob irgendwann noch eine AMD Strix Point Variante des Surface kommt. Fänd ich ganz persönlich für mich spannender als Produkt.

        edit: Der neue Steel Nomad 3dMark ist ARM kompatibel seh ich gerade im zugehörigen Artikel.
        Bin sehr gespannt welchen Score hier die ersten Schleppis die mim Snapdragon x Elite ausgestattet sind und wohl Mitte/Ende des nächsten Monats erscheinen sollen, erreichen können.
      Direkt zum Diskussionsende
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