Microsoft Flight Simulator: Was hat es mit dem 200-stöckigen Hochhaus in Melbourne auf sich?

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Microsoft Flight Simulator: Was hat es mit dem 200-stöckigen Hochhaus in Melbourne auf sich? (1)
Quelle: Whitelight506/Microsoft

Nutzer des aktuellen Microsoft Flight Simulator haben offenbar das Rätsel um ein Hochhaus in der Nähe von Melbourne, Australien, gelöst. Weite Teile der Spielwelt sind durch die KI von Microsoft Azure automatisiert nachgebaut worden.

Der Microsoft Flight Simulator lässt einen die Welt von oben erkunden und beeindruckt durch den Umfang sowie die Grafik, die durchaus für einen offenen Mund sorgen kann. Um die Welt einigermaßen nachbauen zu können, hat sich Entwickler Asobo Studios Hilfe geholt. So werden etwa Satellitenbilder von Bing Maps, die auf die Kartendaten von Here Maps und Open Street Map zurückgreifen, verwendet, um die Welt nachzubauen. Es gibt aber auch einzelne Stellen, die die Spielerschaft vor ein Rätsel stellt. So ist im Vorort von Melbourne, Fawkner, ein imposantes Hochhaus mit 200 Stockwerken zu sehen. Im echten Leben gibt es dort aber gar keinen solchen Wolkenkratzer. Einige Nutzer haben nun dieses Rätsel gelöst.

Fehler in Kartendaten von Open Street Map als Ursache für Fake-Hochhaus im Microsoft Flight Simulator

Den Ursprung hat das Fake-Hochhaus demnach in den kostenlosen Open Source-Karten von Open Street Map. Diese Kartendaten werden durch Freiwillige erstellt. Einem User namens nathanwright120 ist vor etwa einem Jahr ein Fehler beim Eintragen des Gebäudes passiert. Er schrieb irrtümlicherweise, dass das Haus 212 Stockwerke habe.

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Microsoft nutzt zur Erstellung von Gebäuden und Landschaften Satellitenbilder und Kartendaten von verschiedenen Anbietern. Hierzu zählen neben Bing Maps auch Here Maps und Informationen von Open Street Map. Anhand der gesammelten Daten errechnet dann eine KI, wie Gebäude aussehen könnten und baut diese in den Microsoft Flight Simulator ein. Lediglich für ausgewählte Großstädte und Umgebungen gibt es Mitarbeiter, die diese Orte mit Software nachbauen. Genutzt wird die AI namens Blackshark, die auf Microsoft Azure Services aufbaut und von einem Unternehmen aus Graz, Österreich stammt. Von Zeit zu Zeit können jedoch die Kartendaten angepasst werden, sodass solche Ausrutscher wie in Fawkner behoben werden können.

Bildergalerie

Die Standard Edition des Microsoft Flight Simulator kostet 70 Euro, ist aber alternativ auch im Xbox Game Pass für PC enthalten, sodass alle Abonnenten abheben können. Enthalten sind in dieser Edition 20 Flugzeuge und 30 Flughäfen, die "handverlesen" und somit aufwendiger modelliert sind, als die übrigen im Spiel enthaltenen über 37.000 Flughäfen. Weitere detaillierte Flugzeuge und Flughäfen gibt's in anderen, teureren Editionen des Spiels sowie im integrierten Marktplatz zum Kaufen.

Ebenfalls lesenswert: Flight Simulator: 1,5 Milliarden Gebäude wurden durch KI rekonstruiert

Sammlung zum Microsoft Flight Simulator:

  • Im Microsoft Flight Simulator wird die Spielwelt hauptsächlich mittels KI nachgebaut, lediglich bei ausgewählten Orten gibt's Menschen, die diese Örtlichkeiten mittels Software selbst entworfen haben.
  • Es gibt aber auch einzelne Stellen, die die Spielerschaft vor ein Rätsel stellt. So ist im Vorort von Melbourne, Fawkner, ein imposantes Hochhaus mit 200 Stockwerken zu sehen. Im echten Leben gibt es dort aber gar keinen solchen Wolkenkratzer. Einige Nutzer haben nun dieses Rätsel gelöst.
  • Ursache für dieses Hochhaus ist ein Fehler in den Kartendaten von Open Street Map. Die KI namens Blackshark hat die Informationen zum Gebäude aber ohne Prüfung ins Spiel übernommen.
  • Die Blackshark-AI basiert auf Services von Microsoft Azure und nutzt verschiedene Kartendaten etwa von Bing Maps sowie Satellitenbilder und baut so Landschaften, Orte und Gebäude für den Microsoft Flight Simulator nach.

Quellen: Twitter (1), Twitter (2), Blackshark.ai, Microsoft

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von xNeo92x
        Vor allem ist das nur die Spitze des Eisbergs.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von DKK007 Trockeneisprofi (m/w)
        Bloß die Satellitenbilder sollten eine bessere Qualität bekommen. Ansonsten sollte es doch auch möglich sein normale Luftbilder zu nutzen, die eine geringere Höhe und damit deutlich mehr Details zeigen (und auch nicht durch die Atmosphäre/Wolken gestört werden).
      • Von Grestorn
        Großartig! So wird eine Welt von einigen wenigen Nummern definiert, den Rest macht die AI. Ich finde das faszinierend.
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