Medal of Honor Warfighter Hands-on-Test: Guter Einstieg - So gut sieht die Frostbite 2 wirklich aus
Seit heute früh steht Medal of Honor Warfighter in den USA bereit - PC Games Hardware hat sich den neuen Shooter von Danger Close bereits näher angesehen. Der Ersteindruck bestätigt die Erwartungen: Grafisch wie akustisch ist der Titel gelungen, die ersten Missionen hinterlassen einen guten Eindruck.
Im Oktober 2010 urteilten wir im PCGH-Test von Medal of Honor, dass der Shooter aus dem Hause Danger Close sich ein bisschen zwischen die Stühle setzt und daher seinem traditionsreichen Namen nicht gerecht wird. Ungeachtet dieses eher mäßigen Reboots der Serie ließ Electronic Arts bei Danger Close (früher Dreamworks Interactive - die Macher der ersten beiden MoH für die Playstation sowie mehrere Jurassic-Park-Titel) den Nachfolger entwickeln: Medal of Honor Warfighter.
Medal of Honor Warfighter: Frostbite 2 statt Unreal und Havok statt PhysX
Danger Close setzt auf die Frostbite 2 von den DICE-Kollegen, welche das mächtige Grundgerüst einst für Battlefield 3 (PCGH-Test) entwickelt haben. In 2.520 x 1.574 (Downsampling) samt Multisample- und FX-Kantenglättung im DX11-Modus sieht Medal of Honor Warfighter richtig gut aus: Detaillierte Texturen ohne nennenswerte Ausrutscher, ein hoher Polygoncount, viele Partikel sowie die beeindruckende Beleuchtung samt weicher Schatten und Umgebungsverdeckung stehen auf der Haben-Seite; die Animationen sind zumeist butterweich. Was hingegen anno 2012 einfach nicht sein muss, sind niedriger aufgelöste Zwischensequenzen - liebe Entwickler, bitte zeigt die doch einfach mit Ingame-Optik, denn die ist allen Call of Dutys meilenweit überlegen.
Die Havok-Physik erlaubt das bekannte Zerstören von Teilen der Umgebung: So sprengen Granaten an bestimmen Stellen Löcher in Wände, schaffen neue Deckung oder unser Alter Ego (welches über einen Körper verfügt) zerbröselt die Gegner. So manche kleinere Mauer lässt sich zur Hälfte zerlegen und unsere Kugeln schleudern den Gegner nach hinten. All das fordert die Hardware natürlich, daher läuft Warfighter mit sichtlich weniger Fps als sein Vorgänger - sieht aber auch viel besser aus. Akustisch ist der Shooter eine Wucht, hier muss sich Medal of Honor nicht hinter Battlefield 3 verstecken - vor allem die Waffen klingen realistisch, verändern ihre Klangcharakteristik abhängig von der Entfernung und sind immer problemlos ortbar.
Medal of Honor Warfighter: Rund um die Welt – mit viel Action
Zusammen mit unserem Team-Kollegen Mother soll unser Alter Ego Preacher (bekannt aus dem ersten Teil) in Pakistan einen Container sprengen - stilecht bei Nacht und Regen, was wirklich schick aussieht. Bis zum Anbringen des Sprengsatzes gehen wir leise zu Werke, spätestens bei der Explosion wird aber klar, dass hier weit mehr in die Luft fliegt als geplant. Es folgt eine durchgeskriptete Action-Sequenz, die sich selbst vor einem Call of Duty nicht verstecken muss - die Jungs von Danger Close verstehen ihr Handwerk! Anschließend wechseln wir die Seiten, durchlaufen als Quasi-Tutorial eine "spezielle" Ausbildung und werden in der dritten Mission nach Somalia geschickt - aber das kennen wir ja bereits.
Bleibt nach dem Einstieg zu sagen, dass Medal of Honor Warfighter die erste halbe Stunde packend inszeniert und technisch die CoD-Konkurrenz Unmengen an Staub schlucken lässt. Ob der Titel dieses Niveau halten kann und vor allem, ob der Plot überzeugt (was bei Call of Duty zugegeben nur selten der Fall ist), wird sich zeigen müssen - für Freunde optisch ansprechender Shooter ist Medal of Honor Warfighter aber ohnehin Pflichtprogramm.
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Hintergrund zu Medal of Honor Warfighter
Medal of Honor Warfighter von Danger Close erscheint in Deutschland am 25. Oktober 2012. EA verspricht für Medal of Honor Warfighter ein "düsteres und authentisches Erlebnis, das Spieler in die Rolle der präzisesten und diszipliniertesten Soldaten unserer Zeit versetzt." Wie schon beim letzten Teil geht es um die Tier-1-Operatoren. Technisch steigt man komplett auf die Frostbite 2 Engine um, die in Battlefield 3 zum Einsatz kommt. Mehr zu Medal of Honor Warfighter gibt es auf unserer Themenseite.

Das ist doch eher was für die Neueinsteiger, bei denen es eben noch frisches Material ist, und nicht der Klon vom Klon vom Klon......
Die neuen CODs werden mit den Next-Gen Konsolen auch nicht besser. Die Dauer-Kopie wird dann nur schmackhafter fürs Auge. Es ist eben immer noch die alte verratzte Couch, die zwar neu überzogen wurde, doch dir immer noch in den Arsch piekst wenn du dich drauf setzt.
Nur wenig freude komm beim zocken auf, da machte mir COD 4 oder auch BO deutlich mehr fun.
Jo, das ging mir genauso als ich die ganzen Beat Gameplays gesehen habe. Bin mir echt unschlüssig ob das was für mich ist. Nachher bin ich 50 Euro ärmer und zock es nicht. Das ja auch blöd.
Nur wenig freude komm beim zocken auf, da machte mir COD 4 oder auch BO deutlich mehr fun.
Was wäre also Dein Vorschlag?
Muß es umbedingt ein realistisches Vorbild haben? Ich mein, daß ist bei irgend so einem 'Modern Battlefighter' ja auch eher Spinnerei... à la russische Taliban überrennen Amerika oder so. Oder hab ich da letztens was in der Zeitung überlesen? Ich finde, man könnte durchaus etwas einfallsreicher sein, von mir aus immer noch mit realistischen Waffen und wenn's umbedingt sein muß auch als blitzsauberer Strahlemann aus der US-Uberhelden-Division, obwohl ich da gern mal drauf verzichten würde.
Einfache Feindbilder sind zu Genüge durchgekaut, stimmt. Warum also nicht mal was komplexeres versuchen? Warum überhaupt ein klares benutzen? In der Hinsicht fand ich z.B. 'Spec-Ops: The Line' sehr intelligent gemacht, da konnte man sich nie sicher sein, wer eigentlich die "üblen Schurken" sind, oder ob man's am Ende nicht vielleicht sogar selbst war. Als Shooter war's der übliche Kram, aber dieses Spiel mit dem unsicheren Feindbild hat mir echt Freude bereitet...
Das ganze könnte man jetzt noch in ein realistisches Setting packen, wie z.B. einen Bürgerkrieg in einer zerfallenen Eurozone, mit dutzenden Fraktionen, alle mit eigenen Motiven, unklaren Allianzen, Intrigen und Verrat, von mir aus auch noch mit von außen manipulierenden Mächten wie China, Russland und den USA, und man hätte ein komplexes, undurchsichtiges und spannendes Setting. Genug Sachen die man in die Luft jagen kann gibt's denke ich auch...
Der Europäische Raum ist auch groß genug, um viele unterschiedliche Umgebungen herzugeben, das würde wahrscheinlich für ein halbes dutzend Spiele reichen...
Es gäbe auch sicher noch eine vielzahl anderer realistischer Settings, wie z.B. einen Wirtschaftskrieg um die verbleibenden Ressourcen; Man könnte z.B. auf Seiten eines Afrikanischen Staates kämpfen, wo die Exxon- und Shellheuschrecken, oder sonstige Unternehmen (müßten natürlich politisch korrekt umbenannt werden
Das hab ich mir jetzt mal eben so aus dem A.... den Fingern gezogen, kann doch nicht sein, daß den Entwicklern nach tagelangem Brainstorming nur einfällt: "Wie wär's mit Terroristen im Nahen Osten..."
Aber wahrscheinlich gibt das nix, ich verdächtige die 'realistischen' Shooter in letzter Zeit größtenteils, ziemlich unverholen Werbung für das US-Militär zu machen.
Was wäre also Dein Vorschlag?