Medal of Honor Warfighter: 20 Grafikkarten im Test - fordernder als Battlefield 3?

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Warfighter Technik-Test und -Benchmarks: Medal of Honor Warfighter basiert auf der mächtigen Battlefield-3-Technologie, besser bekannt als Frostbite 2-Engine. Was der aufgebohrte Renderer im Call-of-Duty-Konkurrenten Medal of Honor leistet, klärt unser Leistungstest von 20 Grafikkarten unter DirectX 11.

Medal of Honor Warfighter ist seit wenigen Tagen im Handel - Zeit, den Hardware-Hunger des Call-of-Duty-Konkurrenten zu beleuchten. MoH Warfighter basiert auf einer Weiterentwicklung der Frostbite-2-Engine, welche erstmals in Battlefield 3 für Furore sorgte. Wie beim Vorbild ist Direct X 11 an Bord, außerdem wird das Spiel im Rahmen von AMDs "Gaming Evolved"-Entwicklerprogramm betreut. Ob Radeon-Grafikkarten mit GCN-Architektur (HD-7000-Serie) davon profitieren? Das und mehr klären wir im Benchmark-Test von 20 Grafikkarten.

MoH Warfighter Test: Benchmarkszene

Medal of Honor Warfighter zündet bereits in der ersten Mission ein ansehnliches Feuerwerk - und das nicht nur im symbolischen Sinne, denn Ihr erster großer Auftrag in der Singleplayer-Kampagne besteht darin, einen Truck in die Luft zu jagen, welcher ein nahegelegenes Frachtschiff effektvoll mit ins Grab bombt. Außerdem regnet es in Strömen, überall läuft Wasser hinunter, während der Boden Lichtquellen und Feuer reflektiert. Kurz: Die erste Mission ("Unintended Consequences") von MoH Warfighter stellt Ihre Grafikkarte direkt auf eine ernste Probe, weshalb wir sie zu unserem VGA-Benchmark mit dem passenden Namen "Kaboom!" ersannen. Das folgende Video zeigt die 25-sekündige Testszene, welche wir mithilfe des Tools Fraps (Download) messen:

MoH Warfighter Test: Benchmarks

Über eine schlechte Bildrate kann man sich in Medal of Honor Warfighter nicht beschweren, denn obwohl das Spiel nahezu vollständig grafiklimitiert ist - das heißt, die Prozessorleistung ist sekundär -, ist es auch mit älteren Grafikkarten in der Full-HD-Auflösung spielbar. Dazu ist es lediglich nötig, die Kantenglättung auf FXAA zu beschränken - das "Deferred AA" genannte Multisample-AA (Verzögertes Anti-Aliasing) kostet ein Viertel der Fps (25 Prozent). Um konstant an der 60-Fps-Marke zu bleiben, ist mindestens eine Radeon HD 7950 OC oder Geforce GTX 670 nötig.

In 2.560 x 1.600 mit 4x MSAA hat selbst die aktuelle High-End-Garde zu kämpfen, einzig die Radeon HD 7970 GHz Edition kommt knapp an die 40-Fps-Marke heran. Mit einer 1-GiByte-Grafikkarte sollten Sie diese Auflösung generell meiden - mit aktivem MSAA läuft der Speicher über und MoH Warfighter wird zur Diashow.

Die AMD-Grafikkarten der Radeon-HD-7000-Reihe schneiden überdurchschnittlich gut ab, was vermutlich am "Wundertreiber" Catalyst 12.11 Beta liegt. Dieser bringt vor allem höhere Leistung in Frostbite-2-Spielen - wie Battlefield 3 und Medal of Honor Warfighter. Ältere Radeon-Grafikkarten wie die HD 5000- und HD-6000-Reihe stehen mit FXAA noch ordentlich da, in 1080p mit 4x MSAA kann sich beispielsweise eine HD 7850 deutlich von der HD 6950 absetzen.

Ein paar Worte zur Geforce GTX 260, stellvertretend für die gesamte Geforce-200-Reihe und vermutlich auch bis zur 8. Generation hinunter: Zwar läuft MoH Warfighter mit guten Bildraten, das HBAO (Umgebungsverschattung) wird jedoch unschön dargestellt. Sichtbare Übergänge trüben den guten Gesamteindruck und rühren vermutlich vom DX10-Fallback – die modernen Grafikkarten laufen allesamt im DX11-Pfad. Die Radeon HD 4870 stellt im Kurztest trotz des alten Grafiktreibers (Catalyst 12.4) alles sauber dar und berechnet dementsprechend geringere Bildraten.

Nicht verpassen: Medal of Honor Warfighter im Test: Wer braucht schon Call of Duty?

Hintergrund zu Medal of Honor Warfighter

Medal of Honor Warfighter von Danger Close ist seit dem 25. Oktober 2012 im Handel respektive bei Origin verfügbar. EA verspricht für Medal of Honor Warfighter ein "düsteres und authentisches Erlebnis, das Spieler in die Rolle der präzisesten und diszipliniertesten Soldaten unserer Zeit versetzt." Wie schon beim letzten Teil geht es um die Tier-1-Operatoren. Technisch steigt man komplett auf die Frostbite 2 Engine um, die in Battlefield 3 zum Einsatz kommt. Mehr zu Medal of Honor Warfighter finden Sie auf unserer Themenseite.

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    • Kommentare (48)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Marc Lötkolbengott/-göttin
        Wäre mir neu.
      • Von PCGH_Marc Lötkolbengott/-göttin
        Wäre mir neu.
      • Von DiZER
        kann man den DX10 modus auch erzwingen?
        würds gerne mal testen.
      • Von PCGH_Marc Lötkolbengott/-göttin
        Wenn man als 60 Fps bei 60 Hz hat, ist der Input dennoch besser - das nur am Rande.
      • Von Spinal BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von KonterSchock
        naja frage der zeit bis NV ein noch besseren treiber raus haut als denn von amd.

        was amd kann , kann NV schon lange! und nein bin kein fanboy!

        Das wird sich zeigen. Ich denke, der "Konter Treiber", falls es sowas gibt/jemals kommt, ist noch nicht draußen. AMDs GCN Architektur ist für AMD eine recht neue Sache, während Kepler ja eigentlich fast ein Fermi 2.0 ist. Wahrscheinlich hatte Nvidia von Anfang an schon ausgereiftere Treiber. Die Eckdaten und die Rohleistung der 7970 lesen sich schließlich beeindruckend(er).
        Wo es eventuell Verbesserungen geben könnte ist das Scheduling, welches sich deutlich von Fermi unterscheidet und sicher softwareseitiges Optimierungspotenzial bietet.

        Zitat von uk3k
        Mein Fazit: Auch wenn BF3 eher ne Techdemo denn Spiel darstellt ist es in meinen Augen um Welten besser umgesetzt was Gameplay/Spielmechanik, Mapdesign und Serverleistung anbetrifft.
        Gruß

        Das verstehe ich nicht, wieso sollte BF3 mehr Techdemo als Spiel sein? Es ist ein klasse Spiel mit sehr vielen Spielern und sehr langer (Multiplayer)-Spielzeit. Da hatten die Vorgänger eher weniger zu bieten.

        Zitat von D00msday
        @All:
        In den letzten 10 Jahren hält sich übrigens ein hartnäckiges Gerücht und zwar, dass der Mensch nicht mehr, als 60 Hertz oder auch Bilder pro Sekunde sehen kann. Dies ist schlichtweg falsch. Jeder Mensch ist anders entwickelt und so sind die Veranlagungen des Menschen von Grund auf verschieden. Es gibt Menschen, die sehen ab 40 Bildern keine Veränderung mehr, es gibt Menschen, die sehen ab 140 Bildern keine Veränderung mehr und es gibt Menschen, die bemerken bei 250 Bildern noch Veränderungen. Nicht die Monitore bestimmen die Schnelligkeit der Bilder pro Sekunde, sondern der Mensch. Also versucht niemals euer Gegenüber für dumm zu verkaufen, wenn er mehr sieht, als ihr - denn entwicklungstechnisch hat er den Längeren
        Nur bringen 180 oder auch 100 Bilder pro Sekunde nix, wenn der Monitor nur 60 Bilder pro Sekunde darstellen kann. Und darum ging es wohl. Es gibt natürlich auch 120 Hz Monitore, aber die sind ja noch nicht soweit verbreitet. Ich denke bei 70 Fps kann man drüber reden, schließlich sind X Fps meist ein Durchschnittswert und es gibt möglicherweise einzelne Drops auf unter 50 Hz. Aber das ist eh OT.

        Mich wunderts allgemein dass Moha offenbar recht fordernd ist, obwohl es ja die gleiche Engine wie BF3 nutzt und dabei wohl etwas schlechter aussieht. Aber ich habe es selber nicht gespielt und kann daher nicht viel dazu sagen.

        bye
        Spinal
      • Von stefan79gn BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von blaidd
        Doch, das sieht man sogar sehr deutlich... Wenn Vsync aus ist (ist's ja wohl auch bei 183 Frames), dann teart's wie bescheuert.

        Die Grafik find ich schon ganz überzeugend, würd's ganz gern mal auf meinem System probieren, Battlefield 3 rennt selbst mit Downsampling und Ultra Einstellungen ganz fein... Allerdings hab ich die Schnauze voll von Militärshootern, ich warte auf andere Frostbite 2-Spiele (oder kauf mir das Spiel, wenn's für ein paar Kröten im Grabbeltisch gibt).
        Also ich spiel zb. bf3 mit vsync und framelimitter auf 60 fps und bei mir teart nix. Und glaub kaum das jemand merkt ob er in warfighter oder bf3 nun 183 oder 100fps hat. Davon abgesehen sind die fpramedroops dort viel schlimmer.
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