Medal of Honor: Erste Ingame-Eindrücke des Unreal-Engine-3-Shooters

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Auf dem EA Spring Case konnte PC Games Hardware das neue Medal of Honor erstmals live unter die Lupe nehmen und mit den Entwicklern sprechen.

Die bisherigen Trailer von Medal of Honor zeigen eine detaillierte Optik - wir waren von Anfang an geneigt, diese als Render-Grafik abzutun. Aber weit gefehlt, eine Live-Demo überzeugte uns vom Gegenteil.

Schicke Live-Demo auf einer PS3
Greg Googrich, seines Zeichens Executive Producer, spielte rund 15 Minuten den neuen MoH-Titel im Singleplayer-Modus vor. Interessantes Detail: Der SP basiert auf Epics Unreal Engine 3, der MP dagegen wird von Dice entwickelt und nutzt eine massiv modifizierte Frostbite-Engine samt Havok-Physik. Die Lead-Plattform ist - etwas überraschend - die Playstation 3, auf einer solchen fand auch die Präsentation des Wüsten-Levels statt, der bisher auch in den Trailern zu sehen war: Die U.S. Army Rangers heben in den Bergen ein MG-Nest aus.

Medal of Honor (11) Quelle: EA Medal of Honor (11) Medal of Honor (8) Quelle: Electronic Arts Medal of Honor (8) Medal of Honor (15) Quelle: EA Medal of Honor (15) Die Ausgabe erfolgte in 720p, Kantenglättung war offensichtlich aus, wenngleich das Aliasing nicht übermäßig ins Auge stach. Besonders gut hat uns das knackige Bild gefallen, dies ist insbesondere den Detailtexturen und der schicken Beleuchtung zu verdanken - auf unsere Frage hin, welcher Renderer zum Einsatz käme, antwortete Greg, Medal of Honor würde "kein Lightmass, aber sehr aktuelle und stark modifizierte Unreal-Technologie" nutzen.

Während sich der Producer durch Afghanistan kämpft, bewundern wir feine Soft-Shadows, sanftes Depth of Field und äußerst gelungene Animationen: Einer unsere U.S. Army Rangers springt federnd über eine Mauer, dabei kullern auch ein paar Steinchen zu Boden. Die Physik gefiel uns ebenfalls: Schüsse lassen Gestein aufspritzen oder zerfetzen Stoffe, Holz und Teile von Wänden gehen zu Bruch - letzteres ist besonders schön zu sehen, wenn einer der Rangers mit Wucht eine Tür eintritt.

Eher schwach sind die flimmernden Umgebungsschatten und die größtenteils aus den obligatorischen Alpha-Tests bestehende Vegetation, matschige Texturen konnten wir nur selten lokalisieren - trotz der nicht gerade stürmischen Vorgehensweise der Rangers, welche auf ständiges Vorpreschen wie in Modern Warfare zumindest in der gezeigten Szene verzichten.

Satter Sound und minimalistisches HUD
Superb dagegen ist der Sound: Schüsse etwa peitschen trocken und realistisch durch die Luft und schlagen mit einem satten Aufprall ein, ihr Echo dröhnt in der staubigen Schlucht wieder. Schritte knirschen im Sand, heißere Stimmen flüstern uns die Marschroute zu und Granaten pfeifen heran, bevor sie mit einem wuchtigen Schlag detonieren.

Hinzu kommt das minimalistische HUD: Unten rechts wird nur während dem Feuern in feiner Schrift die Munition angezeigt, stoppen die das Feuer, verschwindet die Anzeige wie auch das Fadenkreuz - auf Wunsch ist das HUD allerings jederzeit einblendbar. Bei einem feindlichen Treffer färbt sich der Rand des Bildschirms blutig rot und pulsiert leicht, allerdings raubt die Darstellung dem Spieler im Gegensatz zu vielen anderen Titeln mit Selbstheilung nicht die Sicht.

Bildergalerie

Hintergrund: Medal of Honor
EA wagt mit dem neuen Medal of Honor eine Trendwende ähnlich Call of Duty: Modern Warfare. Sie sind nicht länger im Zweiten Weltkrieg unterwegs sondern führen die Aufträge im Afghanistan der Gegenwart aus. Dort schlüpfen Sie in die Rolle eines Tier 1-Agenten. Tier 1 ist eine relativ unbekannte Einheit unter dem direkten Befehl der National Command Authority der USA, die Missionen übernimmt, die außer ihr niemand erfüllen kann. Das Entwicklerteam hat bereits in der Frühphase der Entwicklung mit realen Tier 1-Agenten aus der U.S. Special Operations Community zusammengearbeitet, um das Spiel möglichst realistisch nachzustellen. Medal of Honor ist bei EA Los Angeles in der Entwicklung.

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    • Kommentare (18)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von wildthings86
        AW: Medal of Honor: Erste Ingame-Eindrücke des UE3-Shooters

        Ist mir egal, welche Engine verwendet wird, hauptsache ist das Spiel gut ( Story und MP )
      • Von wildthings86
        AW: Medal of Honor: Erste Ingame-Eindrücke des UE3-Shooters

        Ist mir egal, welche Engine verwendet wird, hauptsache ist das Spiel gut ( Story und MP )
      • Von USPrototype Kabelverknoter(in)
        AW: Medal of Honor: Erste Ingame-Eindrücke des UE3-Shooters

        ...Dieses Spiel zeigt auch auf, dass es AUSSCHLIESSLICH am Entwicklerteam liegt, was sie aus der Unreal Engine machen. Viele Leute beklagen sich, dass alle Unreal Engine-basierten Spiele "gleich" aussehen.

      • Von PCGH_Marc Lötkolbengott/-göttin
        AW: Medal of Honor: Erste Ingame-Eindrücke des UE3-Shooters

        @ iGreggy

        Dice = Frostbite = MP
        EA = UE3 = extern

      • Von Hellbringer Komplett-PC-Aufrüster(in)
        AW: Medal of Honor: Erste Ingame-Eindrücke des UE3-Shooters

        Also die Unreal Engine gefällt mir auch besser. Sieht einfach schöner aus und stresst den Rechner nicht so sehr. Die Frostbite Engine ist auch sehr nett, Grafik ist auch sehr gut und das zerstören von Umgebung und Gebäuden ist auch hammer.

        Mal sehen was draus wird.
      • Von iGreggy PC-Selbstbauer(in)
        AW: Medal of Honor: Erste Ingame-Eindrücke des UE3-Shooters

        Zitat von PCGH_Marc
        Steht doch im Text: Weil Dice den MP macht. Und daher nehmen die ihre eigene FB-Engine, da sie diese schlicht am besten kennen.
        Kapiere den Sinn aber nicht dahinter. Wenn ich eine eigene Engine habe, die ich wirklich kenne und beherrsche, warum lizensiere ich mir dann eine externe Engine? Das führt doch nur zur mehr Einarbeitung in das System und macht es anfälliger. Sieht man an Mass Effect 1 ganz gut.
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