AMD Ryzen 3000: Mainboard-Hersteller zeigen sich enthusiastisch
Verglichen mit den letzten Jahren fiel die Computex 2019 ruhig aus. Intel und Nvidia haben im Desktop-Bereich keine neue Hardware vorgestellt. AMD ließ die Mainboard-Hersteller immerhin ihre X570-Platinen zeigen, während die Ryzen-3000-Prozessoren auf der Keynote angekündigt wurden. Asrock, Asus, Gigabyte und MSI hegen große Erwartungen an die Plattform.
Man möge sich an den Sommer 2017 zurückerinnern, als AMD seine ersten Zen-basierten Prozessoren auf den Markt brachte. Die Mainboard-Hersteller veröffentlichten zum Start zwar eine Reihe von Platinen, verhielten sich aber noch zurückhaltend. Logisch. Bulldozer fristete ein Nischendasein, sodass AMD erst einmal das Vertrauen zurückgewinnen musste. Die Markteinführung lief schließlich chaotisch ab, was die AM4-Plattform betrifft. Alle Mainboards brauchten eine Reihe an BIOS-Updates mit neuem AGESA-Code von AMD - nicht nur, um das Übertakten zu erleichtern, sondern um eine grundlegende Stabilität zu gewährleisten. Bei der zweiten Generation besserte sich das Bild, wurde aber weiterhin von Zurückhaltung geprägt. Ein Grund dafür dürften die I/O-Hub-Refreshes X470 und B450 dargestellt haben, die ausstattungstechnisch gegenüber Intels 300er-Serie weit zurückliegen.
X470 ließ das Vertrauen in AMD steigen, X570 ist voller Erwartungen
Spätestens seit der Ryzen-2000-Serie und den 400er-Mainboards läuft die AM4-Plattform rund, was das Vertrauen sowohl der Boardpartner als auch des Marktes in AMD stärkt. Dem Chiphersteller kam es zu dem Zeitpunkt zugute, dass Intel bei seinen CPUs Lieferschwierigkeiten hatte und folglich die Absätze von Sockel-1151-Platinen sanken. Jeder Boardpartner bestätigte, dass die Verkäufe von X470, B450 und Co. in den letzten Monaten sehr gut liefen. Teilweise gab es sogar Lieferschwierigkeiten, weil die Nachfrage unterschätzt wurde. Das wiederum steigert das Interesse der Hersteller, das Produktportfolio zu erweitern und sich zu diversifizieren.
Im Rahmen der Computex 2019 merkte man, dass AMDs Bemühungen, im Desktop-Prozessor-Markt Fuß zu fassen, gefruchtet haben. Mit der Ryzen-3000-Generation hat der Chiphersteller nicht nur eine mögliche Alternative zu Intel in der Hinterhand, bei der Käufer irgendwo Abstriche machen müssen, sondern ein potenziell rundum attraktives Angebot. Asrock, Asus, Gigabyte und MSI als "die großen Vier" möchten direkt zum Start eine breite Palette an X570-Mainboards anbieten, die vor allem weiter ins High-End reicht als noch bei X470. Biostar als kleinerer Konkurrent muss seine Ausgaben bündeln. Die Zuversicht, dass AMD mit Zen 2 die Enthusiasten und nicht nur die Sparfüchse überzeugen können wird, erschien bei allen Boardpartnern groß.
Vor allem im High-End-Bereich ein großes Angebot
Ein Asrock würde bei einem Cooler Master keinen Monoblock für ein X570-Mainboard bestellen, der neben der Ryzen-3000-CPU sowie den Spannungswandlern auch den I/O-Hub ("Chipsatz") abdeckt und mit einer Voraussetzung für eine Custom-Wasserkühlung einen absoluten Nischenmarkt bedient und MSI mit verschiedenen Godlike- und Ace-Ausführungen nicht weit in den dreistelligen Euro-Bereich vordringen, wenn der Markt nicht lukrativ wäre. Asus erweitert seine Crosshair-Serie zum ersten Mal in Zeiten von AMDs AM4-Sockel um ein Crosshair Impact im Mini-ITX-Format und ein Crosshair Formula mit optionaler Wasserkühlung. Gigabyte macht sich die Mühe, den I/O-Hub komplett passiv zu kühlen. Das Angebot der X570-Mainboards wird jenes der Vorgänger direkt zum Verkaufsstart übersteigen. Weitere Modelle sind bereits geplant.
Passend zum Thema: AMD über Ryzen 3000 und X570: Feature-Führung im Plattformbereich
Für die Mittelklasse führt AMD erst einmal die "Chipsätze" X470 und B450 weiter. Zum Jahresende hin soll der B550-Chip von Asmedia für günstigere Mainboards mit PCI-Express-4.0-Unterstützung bereitstehen. Damit sollten die preisbewussteren Interessenten bedient werden.

ASRock X470 Master SLI AMD X470 So.AM4 Dual Channel DDR4 ATX Retail - AMD Sockel | Mindfactory.de =137 €
MSI X470 GAMING PRO CARBON AMD X470 So.AM4 Dual Channel DDR4 ATX Retail - AMD | Mindfactory.de = 170 € (OK, 20 € über Budget, aber ein super Teil!)
Mitunter der Grund, weshalb ich den Enthusiasmus nicht teilen kann, dass hier der große Reibach bei X570 ansteht, wenn allerorten posaunt wird, es wäre ja nicht nötig und DER Vorteil von 4.0 noch nicht praxisrelevant.
so etwas ähnliches haben schon andere Leute behauptet.
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Die spektakulaersten Fehlprognosen der IT-Geschichte - PC-WELT
Um meine These zu widerlegen müssten Gaming GPUs in den nächsten 24 Monaten plötzlich die dreifache Bandbreite benötigen, um ohne Leistungscerlust zu arbeiten.
PCIe 3.0 gibt es jetzt wie viele Jahre?
Und wir sind noch immer erst bei 50% einer X16 Verbindung.
Edit:
Die Aussage von Edison war absolut. Meine beschränkt auf einen Zeitraum.
Edit2:
Wie du im passenden Wikipedia Artikel sehen kannst (siehe Link), sind wir bei einer PCIe 3.0 X8 Verbindung nicht mal bei voller Bandbreite einer PCIe 2.0 X16 Verbindung.
PCI Express – Wikipedia
Dennoch würden die heutigen GPUs auf PCIe 2.0 nicht mehr ganz so gut performen, weil da der Overhead größer ist.
Die Verdoppelung der Bandbreite von PCIe 3.0 auf PCIe 4.0 ist super für NVME SSDs, aber heutige GPUs - und diejenigen, die bid PCIe 5.0 erscheinen werden - sehen da sicher keinerlei Einschränkungen.
Das liegt aber auch daran, dass PCIe 5.0 schon fertig ist und wahrscheinlich in Zen3 (2021/22) bzw. Intels übernächster CPU Generation mit drin sein wird.
Aktuell werden knapp 50% einer PCIe 3.0 x16 Anbindung genutzt.
Bis da die volle PCIe 3.0 Bandbreite auch nur ansatzweise benutzt wird, ist PCIe 5.0 schon seit Jahren in den PCs und dann reicht da auch eine X8 Verbindung, die nur auf 4.0 läuft.
so etwas ähnliches haben schon andere Leute behauptet.
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