PC-Markt noch immer nicht erholt: Der größte Verlierer heißt Apple

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Der IDC Tracker hat für das dritte Quartal 2023 herausgearbeitet, dass der PC-Markt sich im Jahresvergleich weiterhin auf dem absteigenden Ast bewegt.
Quelle: Erzeugt mit Midjourney durch Stephan Wilke

Der Tracker der International Data Corporation, IDC, hat für das dritte Quartal 2023 herausgearbeitet, dass der PC-Markt sich im Jahresvergleich weiterhin auf dem absteigenden Ast bewegt. Apple ist dabei der größte Leidtragende, doch die Zukunft lässt wieder auf einen Anstieg der PC-Verkäufe hoffen.

Der IDC Tracker (International Data Corporation) hat die Marktdaten aus über 90 Ländern ausgewertet und für das dritte Quartal 2023 ermittelt, dass die PC-Verkäufe im Jahresvergleich um 7,6 Prozent gesunken sind. Wurden im Q3 2022 noch 73,8 Millionen PCs ausgeliefert, sind es im laufenden Quartal nur 68,2 Millionen PCs gewesen. Doch die IDC gibt Entwarnung, denn in den vergangenen beiden Quartalen des Jahres ist die Anzahl der Verkäufe gestiegen, was den jährlichen Niedergang verlangsamt habe und der PC-Markt somit auf dem Weg der Besserung sei.

Apple mit dem größten Minus - Licht am Ende des Tunnels

Unter den fünf wichtigsten Unternehmen, die PCs vertreiben, haben drei einen Einbruch im zweistelligen Prozentbereich im Vergleich zum Vorjahresquartal erleben müssen. Nur HP konnte ein kleines Wachstum von 6,4 Prozent verzeichnen. Am schlimmsten habe es Apple getroffen, dessen PC-Auslieferungen laut IDC Tracker um 23,1 Prozent eingebrochen sind. Hier sehen die Datenaufbereiter einen direkten Zusammenhang mit Apples Covid-19-bedingten Produktionsstopp im dritten Quartal 2022.

Unternehmen Auslieferungen Q3/2023 (in Mio.) Marktanteil Q3/2023 Auslieferungen Q2/2022 (in Mio.) Marktanteil Q2/2022 Wachstum im Jahresquartalsvergleich
1. Lenovo 16.0 23,5 % 16,9 22,9 % -5,0 %
2. HP Inc. 13,5 19,8 % 12,7 17,2 % 6,4 %
3. Dell Technologies 10,3 15,0 % 12.0 16,2 % -14,3 %
4. Apple 7,2 10,6 % 9,4 12,7 % -23,1 %
5. Asus 4,9 7,1 % 5,4 7,4 % -10,7%
Andere 16,3 23,9 % 17,4 23,6 % -6,3 %
Insgesamt 68.2 100,0 % 73.8 100,0 % -7,6 %

Der Research Manager des IDC Trackers, Jitesh Ubrani, ergänzt, dass die PC-Industrie in der Zwischenzeit "leider weitere Schmerzen erfahren wird". Doch damit sei bald Schluss, denn ein neuer Gerätezyklus ebenso wie das Support-Ende für Windows 10 werden aller Voraussicht die Verkäufe ab der zweiten Jahreshälfte 2024 und darüber hinaus ankurbeln.

Auch interessant: PC-Markt überrascht: CPUs wieder mit Aufwind - AMD verliert, Intel gewinnt

Außerdem wird das Thema Generative KI eine wichtige Rolle für den PC-Markt spielen. Sogenannte KI-PCs, wie sie Linn Huang von der IDC bezeichnet, sollen 2024 mehr und mehr produziert werden und laut Erwartungen der IDC die allgemeinen Verkaufspreise ansteigen lassen, was bei zunehmender Beliebtheit den Unternehmen in die Karten spielen könnte.

Quelle: IDC Tracker

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    • Kommentare (35)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von soulstyle Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von ΔΣΛ
        Ich sehe da eher einen anderen Grund, sie verkaufen viel zu teuer. Alles wird teurer und jeder merkt es, irgendwann irgendwie, da spart man beim überteuerten Luxuszeug.
        Ja das wäre jede logische Konsequenz.
        Aber in der verrückten Welt verschuldet man sich oder isst trocken Brot um sich ja Markengüter kaufen zu können.
      • Von soulstyle Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von ΔΣΛ
        Ich sehe da eher einen anderen Grund, sie verkaufen viel zu teuer. Alles wird teurer und jeder merkt es, irgendwann irgendwie, da spart man beim überteuerten Luxuszeug.
        Ja das wäre jede logische Konsequenz.
        Aber in der verrückten Welt verschuldet man sich oder isst trocken Brot um sich ja Markengüter kaufen zu können.
      • Von ΔΣΛ Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Artikel
        Hier sehen die Datenaufbereiter einen direkten Zusammenhang mit Apples Covid-19-bedingten Produktionsstopp im dritten Quartal 2022.
        Ich sehe da eher einen anderen Grund, sie verkaufen viel zu teuer. Alles wird teurer und jeder merkt es, irgendwann irgendwie, da spart man beim überteuerten Luxuszeug.
      • Von schmiefel PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Schnitzelnator
        Produktivität in meinen Augen weniger - ich würde es eher Stressreduktion nennen. In vielen Firmen kannst Du nur zwischen einem Windows-Laptop und einem Apple-Laptop wählen.
        Ich sehe dabei tatsächlich das Betriebssystem als den wesentlichen Faktor für mich zusammen mit der wirklich immer noch sehr guten Integration mit darauf abgestimmter Hardware. Diesbezüglich halte ich Mac-OS für das angenehmer zu bedienende "Linux" (und ja, ich habe selbst eine ganze Zeit auch diverse LINUX-Systeme sehr produktiv eingesetzt, sehe dort aber seit den 2000ern kaum nennenswert Fortschritt bzgl. Bedienbarkeit im Desktop-Einsatz - Server und Spezialanwendungen natürlich ausgenommen) und sehe Mac-OS deshalb insgesamt auch meilenweit vor jedem Windows bzgl. Einfachheit und Konsequenz in der Bedienung, wenn man sich einmal an das GUI-Konzept gewöhnt hat.

        Wie gesagt: so lange man nicht die Apple "Sparbrötchen" mit viel zu wenig RAM (16 GB halte ich beim aktuellen und erst recht künftigen Mac-OS-Versionen für Untergrenze, soll es in Richtung Grafik, Video usw. gehen, besser 32GB oder gleich 64GB) und auch bei den internen SSDs muss man immer berücksichtigen, dass das MAC-OS nicht nur native schnell 30 GB und mehr belegt, sondern sich auch für die Installation der üblichen Updates gerne 16GB und mehr an freiem Platz reserviert. Bei meinem Arbeits MacBook Air mit seinen 8GB RAM und 128 GB an SSD-Speicher, das bis Corona und Home-Office eigentlich nur zur mobilen Terminbegleitung für Mal 'ne Online-Recherche oder Notizen gedacht war, muss ich mittlerweile regelmäßig Office & Co erst de-installieren, um noch genug freien Speicher uzu bekommen, um überhaupt ein übliches System Update zu installieren. Ähnlich kann es einem bei einem iPAD mit nur 32GB gehen und selbst 64GB halte ich da für grenzwertig wenig, wenn man es auch nur annähernd produktiv einsetzen und nicht direkt alles immer mit einer Cloud, NAS o.ä. synchronisiert.

        Deshalb denke ich auch, dass Apple insbesondere in der Consumer-Preissparte für PCs jenseits iPad/iPhone keine wirklich guten angebote hat. die iMacs kommen mittlerweile nur noch mit Spar-Bildschirmgrößen daher und sind wie die Mac Mini meist zu sparsam ausgestattet für den aufgerufenen Preis. Am interessantesten erscheinen mir im gehobenen Anwenderbereich deshalb aktuell auch v.a. die M1 Mac Studio aus dem letzten Jahr, die es mit recht guter Startausstattung für teils deutlich unter 2.000€ immer wieder gibt. Das sind dann natürlich keine Gamer-PCs mit opulenter 3D-Grafik-Hardware. Aber dafür sind die auch gar nicht primär gedacht. Bzgl. Gaming geht abseits Konsolen für mich nach wie vor leider nichts an Windows-PCs vorbei.
      • Von Schnitzelnator Software-Overclocker(in)
        Zitat von schmiefel
        In Sachen "Produktivität" ziehe ich ein MacOS seit Jahren jedem Windows vor.
        Produktivität in meinen Augen weniger - ich würde es eher Stressreduktion nennen. In vielen Firmen kannst Du nur zwischen einem Windows-Laptop und einem Apple-Laptop wählen. Somit nehmen viele den Apple. Das Ding ist ja auch viel teurer und es fühlt sich somit so an, als hätte man mehr Wert in der Hand.
        Wenn die Wirtschaft etwas schwächelt, wird erst einmal weniger neue Hardware gekauft - das ist nur logisch.

        Aber wenn ich die Wahl habe, stattdessen ein Linux-Notebook zu wählen, dann nehme ich als reiner Linuxnutzer natürlich das moderat bepreiste Tuxedo-Laptop mit Linux und besonders langer Akkulaufzeit. Auch die Framework-Systeme sind interessant. Da habe ich persönlich am wenigsten Ärger unter allen Betriebssystemen.
        Dass besonders weniger Apple-Systeme verkauft werden hängt vielleicht auch damit zusammen, dass sich manche Firmen besonders jetzt fragen, warum es denn noch teurer sein muss und kein anderes Laptop reicht - also evtl. Apple nicht mehr als Auswahloption bieten, um Kosten zu sparen.
      • Von tokenrider Freizeitschrauber(in)
        Zitat von wtfNow
        Habe vor zwei Monaten meinen Gaming PC verkauft und seit dem einen MacBook 14" M2 weil die Spiele nicht mehr so richtig geil sind und ich viel öfter unterwegs bin (und auch an neuer Technik interessiert/neugierig bin).
        Apple kocht auch nur mit Wasser, gelegentlich friert auch dort das eine oder andere Programm ein. Es ist anders aber definitiv nicht besser als Windows. Sobald es vernünftige ARM Prozessoren für Windows 12 mit guter Akkulaufzeit und Software-Support gibt schaue ich mich wieder dort um.
        Wenn ich mir den Recording Bereich so anschaue, da gibt es im Apple Bereich seit Jahren deutlich mehr Ärger.
        - Macken in neuen Kommunikationschips (USB)
        - Bugs im USB Treiber, die Apple erst nach einem dreivierteljahr fixed, nachdem es (endlich) durch die Presse ging
        - Umstellung auf neue Libraries, die einen rewrite von Applikationen erforderlich machen
        - Audioaussetzer aufgrund von Hintergrundprozessen / memory management routinen, die anscheinend zu früh und zu brutal anschlagen, gerade die Apple user sind gekniffen, die bei der Memory Ausstattung sparen mussten, weil bei Apple solche Dinge extrem den Preis erhöhen und man selber kann ja nichts aufrüsten
        - Umstieg auf andere CPUen macht im Treiberbereich Probleme und stört Bootcamp (Dual Boot Apple / Windows)
        - Kaum interessante Games
        - Keine vernünftige open source software, die das synchronisieren mit Smartphone ohne cloud ermöglicht, dafür muss man iTunes verwenden. Das ist pervers, was hat Musikhören mit Kontaktdaten und Kalendereinträgen zu tun?

        Und dafür soll man dann auch noch mehr zahlen und das bei den aktuellen Preissteigerungen?
        Wo ist denn da der Benefit ?
        Ach ja, ich vergaß, für die lieben Aktionäre von Apple -> Shareholder value ..
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