Asus: Preissteigerung bei Grafikkarten und Mainboards - auch andere Hersteller mit Aufschlag [Update]

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Asus: Preissteigerung bei Grafikkarten und Mainboards angekündigt - auch andere Hersteller mit Aufschlag (1)
Quelle: Asus

Jetzt aktualisiert: Zumindest für den US-Markt steht fest, dass Asus-Grafikkarten und -Mainboards nach offizieller Ankündigung durch den Hersteller teurer werden. Hierzulande ist die Lage noch etwas unklar, denn vor allem US-Einführzölle für Importe aus China spielen dabei eine Rolle.

Aktualisierung vom 08.01.2021

Asus Deutschland hat sich noch einmal zu den verkündeten Preissteigerungen bei Komponenten geäußert. So beziehe sich die Aussage der US-Niederlassung "auf die USA und der dort geltenden Importzölle und Logistikkosten". Die Preisgestaltung setze sich "neben den Materialkosten auch aus regional unterschiedlichen Kosten u.a. für die Logistik zusammen".

Um auf die aktuelle Marktlage zu reagieren, werden die "unverbindlichen Preisempfehlungen gelegentlich angepasst". In Deutschland wurde beispielsweise zum Jahreswechsel die Mehrwertsteuer wieder auf 19 % angehoben.


Originalartikel vom 05.01.2021

Aktuelle Hardware ist aufgrund hoher Nachfrage und geringer Bestände derzeit ohnehin nur größtenteils zu überhöhten Preisen erhältlich. Hersteller Asus scheint nun noch etwas mehr Öl ins Feuer zu gießen und hebt laut einer aktuellen Ankündigung die unverbindlichen Preisempfehlungen von Produkten aus den Sparten Grafikkarten und Mainboards an. Fraglich ist zum aktuellen Zeitpunkt allerdings, ob einzig der US-Markt von den Preissteigerungen betroffen ist - bisher scheint das der Fall zu sein.

Preissteigerungen bei Asus-Grafikkarten von bis zu 180 US-Dollar

Die Preiserhöhungen waren in den USA bereits absehbar. Zum Jahreswechsel liefen die Ausnahmen von Einfuhrzöllen für diverse Import-Güter aus China aus, was nicht nur bei Asus-Produkten einen unmittelbaren Anstieg der Preise zur Folge hatte. Auch über teurere Grafikkarten der Hersteller Gigabyte, MSI, PNY und Zotac im US-Handel wird berichtet. Betroffen seien davon vornehmlich Nvidias aktuelle Ampere-Grafikkarten, in Bezug auf Asus wurde allerdings zumindest auch bei der Radeon RX 6800 XT ROG STRIX LC ein nicht unerheblicher Preisanstieg beobachtet.

Videocardz.com bezieht sich dabei allerdings auf eine Listung beim US-Online-Händler Newegg, während die restlichen Preise dem offiziellen Asus-US-Store entnommen wurden. Dadurch ist fraglich, ob der Preissprung bei der genannten AMD-Grafikkarte von vormals 899,99 US-Dollar auf nunmehr 1079,99 US-Dollar tatsächlich auf die UVP-Steigerungen von Asus zurückzuführen ist.

Ins Bild würde der Aufpreis allerdings passen. Während die Preissteigerung durch die US-Einfuhrzölle im Schnitt bei rund 80 US-Dollar lägen, werden im genannten Fall 180 US-Dollar aufgeschlagen. Ein ebenso hoher Preisanstieg lässt sich auch bei der Asus Geforce RTX 3090 ROG Strix beobachten, die statt vormals 1.799,99 US-Dollar nun für 1.979,99 US-Dollar im offiziellen Asus-Store den Besitzer wechselt.

Zieht man letztlich die generelle Preissteigerung bei den Grafikkarten durch US-Einfuhrzölle ab, blieben am Ende noch 100 US-Dollar übrig, was umgerechnet rund 81 Euro entspräche. Die könnten auch in hiesigen Märkten aufgeschlagen werden, während die hierzulande wieder gestiegene Mehrwertsteuer zusätzlich zu beachten ist.

Unwahrscheinlich ist eine generelle Preissteigerung bei Asus-Grafikkarten und -Mainboards über die US-Grenzen hinweg nicht unbedingt. Zumindest wird das durch die offizielle Ankündigung suggeriert, die von Juan Jose Guerrero III im Raum, der für Asus derzeit als Technical Product Marketing Manager tätig ist, via der Facebook-Gruppe Asus DIY veröffentlicht wurde. Darin finden nicht nur Einfuhrzölle Erwähnung. Auch ist die Rede von höheren Kosten für Komponenten, das operative Geschäft sowie die Logistik bei einem derzeit "unberechenbaren Marktgeschehen". Guerrero beteuert in dem Text, dass Asus eng mit den eigenen Liefer- und Logistikpartnern zusammengearbeitet habe, um den Preisanstieg zu minimieren. In einer Fußnote heißt es zudem, dass Preissteigerungen bei derzeit noch unbetroffenen Produkten im Laufe des ersten Quartals 2021 nicht auszuschließen seien.

Auch lesenswert: Angebliche Geforce RTX 3060 Ultra mit 12 GiB Grafikspeicher von Asus gesichtet

Für deutsche Endkunden ist zunächst einmal abwarten angesagt, denn im hiesigen Webshop von Asus sind vergleichbare Preisanstiege derzeit noch nicht zu sehen. Auch auf unsere Nachfrage bei Asus gibt es zunächst keine abschließende Antwort. Die zuvor erwähnte Ankündigung betreffe zumindest nach aktuellem Kenntnisstand einzig den US-Markt.

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    • Kommentare (130)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Idefix Windhund BIOS-Overclocker(in)
        Da hatte ich ja mal ausnahmsweise Glück.
        Asus Board + Asus Tastatur + Asus Maus kosteten mich Mitte Dezember 2020 zusammen 229€. Schon zu Silvester stieg der Preis an, und alles zusammen würde mich Ende Dezember 250€ kosten.
      • Von Idefix Windhund BIOS-Overclocker(in)
        Da hatte ich ja mal ausnahmsweise Glück.
        Asus Board + Asus Tastatur + Asus Maus kosteten mich Mitte Dezember 2020 zusammen 229€. Schon zu Silvester stieg der Preis an, und alles zusammen würde mich Ende Dezember 250€ kosten.
      • Von VeriteGolem BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von facehugger
        Nur ist gut. Es gab Zeiten, da haste für 800€ nen kompletten Rechner bekommen. Klappt ja hier und da auch noch. Türlich kannste mit so einer "Maschine" Cyperpunk 2077 nicht in 4K mit allem auf Anschlag incl. RT daddeln...

        Gruß
        Ehrlich gesagt sind diese Milchmädchenrechnungen und Opas Stories von früher Schwachsinn. Gaming war früher viel teurer. Klar der PC hat 1000 Mark gekostet, was heute nichtmal 500 Euro sind, aber man hat damals auch nicht soviel verdient. Sales wo man 3 Monate alte Spiele fürn 10er bekam gabs nicht.
        Vor ein paar Jahren gabs mal ne kurze Zeit da war Rechner bauen wirklich günstig. Dann hat Lederfratze und seine Alte gemerkt plus die Kasper von Intel gemerkt das da viel mehr zu holen ist und vorallem Orks vom grünen Auge JEDEN Preis für JEDEN Scheiß bezahlen. Da kam dann der Furz ins Gesicht der Gamer in Form der 970 der alten Dreckkrüppelkarte.

        Genau der gleiche Penner behauptet übrigens auch das die 3080 für 699 zu haben ist obwohl er alle bereits an seine Mineruntermenschenkumpels verkauft hat und fröhlich mitspekuliert. Ihr dürft jetzt 1300-1500 bezahlen. Wer da nicht gleich ne 3090 kauft isn Horst, sorry.
      • Von facehugger Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Incredible Alk
        Eigentlich wegen der Knappheit. Aber nachdem der Markt gezeigt hat dass man gpus auch für den doppelten Preis super verkaufen kann ist "für immer" nicht mehr so unwahrscheinlich
        Jensen baut schon bei sich zu Hause um. Dann präsentiert er die nächste RTX-Gen aus dem größten Backofen der Welt samt integrierter Miningfarm. Kurze Wege und so...

        Gruß
      • Von Mega-Zord Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Poulton
        Wenn man sich die Hardwarepreise von 99/00 in Erinnerung ruft und auch mal Hardwareforen abgrast die noch Beiträge von anno dazumal haben, findet man auch genug Beispiele das Leute ihrem 440LX Board mit einem der höher getakteten Celeron Mendocino nochmal die Sporen gegeben haben. Von den Ram-Preisen will ich da noch nichtmal reden. Von dem damaligen Preisniveau ist man heute weit entfernt.
        Ja, da gab es einige Celerons mit 66 MHz FSB die ohne weiteres mit 100 MHz zu betreiben waren. Mit dem 440BX haben dann einige 1400er Tualatins betrieben und sich gefreut, dass man damit schneller unterwegs war als ein gleich hoch getakteter P4.
        Ram war ja immer mal wieder extrem teuer und dann wieder billig. Ich habe meine Rechner leider immer dann gekauft, wenn alles teuer war. Wobei das eigentlich auch relativ egal ist. Da dann der RAM aus dem alten PC auch für viel Geld zu verkaufen ist. Ich habe für meinen DDR3-RAM vom Haswell genauso viel bekommen, wie ich fünf Jahre zuvor selber neu dafür bezahlt hatte.
      • Von facehugger Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Andrej
        Das Jahr fängt ja mit guten Nachrichten für alle Menschen die einen neuen Rechner brauchen.
        Ich hätte doch nicht auf den Ryzen7 5700X warten sollen und mir stattdessen einfach den 3700X hollen sollen. Dann hätte ich für nur 800€ schon einen ganzen Rechner ohne Grafikkarte. Und jetzt muss man für für das Netzteil 50€ mehr bezahlen, für Ram 50€ mehr, für Motherboard 20€ mehr und und der CPU ist 20€ mehr, also 140€ oder fast 20% mehr.
        Nur ist gut. Es gab Zeiten, da haste für 800€ nen kompletten Rechner bekommen. Klappt ja hier und da auch noch. Türlich kannste mit so einer "Maschine" Cyperpunk 2077 nicht in 4K mit allem auf Anschlag incl. RT daddeln...

        Gruß
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