Nach Dell: Acer und Asus sehen Preisanpassungen wegen DRAM- und NAND-Kosten
Steigende Preise für Arbeitsspeicher und SSDs setzen die PC-Branche unter Druck. Nach Dell könnten auch Acer und Asus ab 2026 höhere Kosten an Kunden weiterreichen. Erste Signale deuten auf branchenweite Anpassungen hin.
Die stark gestiegenen Preise für DRAM- und NAND-Speicher könnten sich ab dem ersten Quartal 2026 auch bei Acer und Asus bemerkbar machen. Berichte aus Asien deuten darauf hin, dass beide Hersteller prüfen, die höheren Kosten an den Markt weiterzugeben. Offizielle Anpassungen der unverbindlichen Preisempfehlungen seien bislang jedoch nicht angekündigt worden.
Als Ursache gilt die anhaltend hohe Nachfrage nach Speicherchips, die vor allem durch den Ausbau von KI-Rechenzentren getrieben werde. Große Cloud-Anbieter sollen erhebliche Mengen an DRAM und NAND aufgekauft haben, wodurch sich die Versorgungslage für klassische PC-Hersteller zunehmend verschärfe. Branchenbeobachter sprechen von einer angespannten Situation entlang der gesamten Lieferkette.
Besonders betroffen sei DDR5-Arbeitsspeicher. Nach Angaben aus Branchenkreisen seien die Preise für 16-GB-Module innerhalb weniger Monate deutlich gestiegen, in einzelnen Spotmärkten zeitweise sogar auf extreme Niveaus. Auch NAND-basierte SSDs hätten sich spürbar verteuert, was die Kalkulation neuer Systeme zusätzlich erschwere.
Acer und Asus hätten gegenüber asiatischen Wirtschaftsmedien eingeräumt, dass steigende Speicherpreise mittlerweile ein branchenweites Thema seien. Ab neuen Bestellungen im Jahr 2026 könnten die höheren Kosten daher vollständig in die Endpreise einfließen. Konkrete Entscheidungen zu Preis- oder Ausstattungsanpassungen seien bislang jedoch nicht kommuniziert worden.
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Quelle: Business Insider, Mirror Daily via Trendforce
