PC-Markt: Q4 2024 mit geringem Wachstum - trotz nahendem Windows-10-Support-Ende
Der PC-Markt hatte im vierten Quartal 2024 nur ein geringes Wachstum zu verzeichnen. Der prognostizierte Ansturm angesichts des Support-Endes von Windows 10 blieb bisher aus - doch vor allem der Preis neuer Rechner scheint die Kauflust zu bremsen.
In diesem Jahr steht das Support-Ende von Windows 10 an. Am 14. Oktober 2025 stellt Microsoft die Unterstützung des Betriebssystems ein und versorgt dieses offiziell nicht mehr mit Sicherheitsupdates. Angesichts dessen wurde bereits mehrfach von Marktanalysten vorhergesagt, dass der PC-Absatzmarkt in diesem Jahr ein Wachstum erleben wird - auf Kosten der Umwelt, denn durch das Support-Ende werden bis zu 480.000 Tonnen an Elektroschrott prognostiziert. Microsoft selbst bemüht sich indes bereits seit Monaten, Nutzer bei kompatiblen PCs zum Umstieg zu bewegen, etwa mit Werbebannern bei Windows-10-PCs.
Der PC-Markt reagiert bisher allerdings verhalten auf das angekündigte Support-Ende, wie das Marktforschungsinstitut Gartner erklärt. Ein großer Ansturm auf neue Rechner ist im vierten Quartal 2024 noch ausgeblieben: Im Vorjahresvergleich zum vierten Quartal 2023 ist bei den verkauften Einheiten ein vergleichsweise geringes Wachstum in Höhe von 1,4 Prozent zu beobachten. Über das Jahr sei der PC-Absatzmarkt laut Gartner um 1,3 Prozent gestiegen. Begründet wird der (zumindest aus Unternehmenssicht) bescheidene Anstieg in den hohen Preisen für neue Rechner. Insbesondere Microsofts ausgerufene Co-Pilot-KI-PCs schrecken potenzielle Käufer angesichts der Preishürde ab, wie Gartner erklärt.
Nach Hersteller aufgeschlüsselt ist Lenovo weiterhin der Krösus am PC-Markt. Mit einem Marktanteil von 25,6 Prozent und einem YoY-Wachstum von 4,2 Prozent darf sich der Hersteller über ein gelungenes 2024 freuen. Noch besser ist es in diesem Aspekt Apple und Asus ergangen, die im Vorjahresvergleich um 4,6 respektive 9,8 Prozent zulegen konnten. Der nominell größte Verlierer an dieser Stelle ist HP, der 1,7 Prozent weniger Geräte als im Vorjahr verkaufen konnte. In der folgenden Tabelle finden Sie die Gartner-Auflistung, die die Anzahl verkaufter Desktops und Laptops entweder mit Windows, macOS oder ChromeOS (in Tausendern) angibt.
| Hersteller | Lieferungen Q4 2024 | Marktanteil Q4 2024 | Lieferungen Q4 2023 | Marktanteil Q4 2023 | Wachstum im Jahresvergleich |
|---|---|---|---|---|---|
| Lenovo | 16.960 | 26,3% | 16.279 | 25,6% | 4,2% |
| HP Inc. | 13.724 | 21,3% | 13.962 | 22,0% | -1,7% |
| Dell | 9.970 | 15,5% | 9.983 | 15,7% | -0,1% |
| Apple | 6.280 | 9,8% | 6.004 | 9,4% | 4,6% |
| ASUS | 4.757 | 7,4% | 4.334 | 6,8% | 9,8% |
| Acer | 4.131 | 6,4% | 3.989 | 6,3% | 3,6% |
| Sonstige | 8.578 | 13,3% | 8.991 | 14,1% | -4,6% |
| Gesamt | 64.400 | 100,0% | 63.541 | 100,0% | 1,4% |
Haben Sie für 2025 einen PC-Kauf geplant? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln. Folgen Sie uns außerdem für Neuigkeiten in der Hardware-Welt oder unsere exklusiven Inhalte gern auf Whatsapp und X. Unsere Video-Inhalte (oftmals gewürzt mit einer Prise Humor) finden Sie bei Youtube, Instagram und Tiktok.

Oder wie waren die letzten Jahre so mit den Zahlen?
Der prognostizierte Ansturm angesichts des Support-Endes von Windows 10 blieb bisher aus - doch vor allem der Preis neuer Rechner scheint die Kauflust zu bremsen.
Und einem anderen Bekannten (ü60) habe ich vor nem Monat ebenfalls ein älteres Notebook mit SSD+ RAM und Ubunto fit gemacht und der kommt damit wohl mittlerweile auch gut klar.
Ich werde auch keinesfalls auf Windows 11 wechseln, bin aber noch nicht sicher auf welche Distri ich gehe, da wird sich sicher noch was tun in den nächsten Monaten, weil man versuchen will Leute die kein Win11 wollen von Linux zu überzeugen.
Ich gehe aber auch davon aus, dass sicher ein großer Prozentsatz weiter mit Win10 unterwegs sein wird, auch ohne Updates, das wird sich dann irgendwie rauswachsen, spätestens wenn ein entsprechender Wurm die Systeme befälllt.
Oder wie waren die letzten Jahre so mit den Zahlen?