[PLUS] Gaming-PC in der Krise aufrüsten: RAM, PCI-Express und Grafikspeicher richtig abstimmen
PCGH Plus: Wir schauen nach versteckten Flaschenhälsen beim RAM und PCI Express und geben konkrete Empfehlungen, um das eigene System auch 2026 durch die Speicherkrise zu bringen.
Inhaltsverzeichnis
Nachdem wir uns im ersten Teil der Artikelreihe "Aufrüstfallen vermeiden" mit dem CPU-Overhead befasst haben, steigen wir nun im zweiten Teil etwas tiefer in das Speichersubsystem ein. Der sperrige Begriff umfasst im Grunde den gesamten Komplex der Datentransfers. Beginnend beim Festspeicher wie SSD oder HDD, über den PCIe-Bus, hin zum aktuellen Sorgenkind Arbeitsspeicher als temporäres Gedächtnis der CPU.
Teil 1: Diese Grafikkarten harmonieren mit älteren CPUs
Im ersten Teil schauen wir nach unscheinbaren Leistungsbremsen und geben Empfehlungen, um das eigene System durch die Speicherkrise zu bringen. Der Artikel stammt aus der Ausgabe 02/2026.
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Viele Systeme aus älteren Tagen sind noch mit 16 GiB Arbeitsspeicher bestückt, und es keimt schnell die Frage auf: Reicht dies noch, um die nächste Zeit zu überbrücken, oder ist ein Aufrüsten in der aktuellen Situation dennoch ratsam? Doch auch häufig unterschätzte Bereiche wie der PCIe-Bus werden wir an den entsprechenden Systemen auf den Zahn fühlen und prüfen, ab wann die Schnittstelle zum Nadelöhr wird.
Quelle: UL Solutions
Die anschauliche Illustration zeigt den Weg der Daten vom Festspeicher über den Bus bis zur Grafikkarte auf einen Blick.
Testaufbau in der Betrachtung
Wir setzen bei diesem Projekt auf eine praxisnahe Verwendung von zwei typischen Systemaufbauten aus den Jahren 2019 bis 2022.
Sollten Sie den ersten Teil verpasst haben, finden Sie die entsprechenden Spezifikationen und die verwendeten Grafikkarten nochmals gesondert im Artikel. Das Intel-System darf für diesen Teil pausieren, während das AMD-System der PCIe-Anbindung und der Speichermenge auf den Zahn fühlt. Zusätzlich zu unseren Praxisaufbauten, nehmen wir diesmal noch einen 5700X3D mit potenter Kühlung hinzu, um die Anforderungen an die Schnittstelle noch weiter zu erhöhen und die Speerspitze der Plattform abzubilden.
Stellvertretend für die GPU-Hersteller verwenden wir dieselben potenziellen Aufrüstkarten wie in Teil 1. Die Nvidia Geforce RTX 5070 Ti, AMD Radeon RX 9070 XT und die Intel Arc B580. Zusätzlich mit hineingekommen sind nun noch die RTX 5060 Ti und die RTX 5060, da diese Karten - gemeinsam mit der Intel Arc B580 - nur über eine abgespeckte PCI-Express-Anbindung mit 8 Lanes verfügen. Zudem ergänzen die Karten das verwendete Leistungsspektrum. Ideal für unsere weiteren Tests also.
PCI-Express-Anbindung
Wir beginnen mit der Schnittstelle, da diese die Grundlage vieler der wichtigsten Verbindungen in einem PC darstellt. Trotz des hier vereinfachten Formats ist es notwendig, zumindest einige Grundlagen im Vorfeld zu erläutern, um die Funktionsweise nachvollziehen zu können. Wer die graue Theorie überspringen möchte, findet jeweils eine kurze Quintessenz im letzten Absatz des jeweiligen Textblocks.
PCI-Express findet seit seiner Entwicklung 2003 zunehmend Verwendung in Heimcomputern und löste den in die Jahre gekommenen AGP-Anschluss für Grafikkarten Zug um Zug ab. Die Schnittstelle ist durchweg abwärts- und aufwärtskompatibel, sodass z. B. eine Grafikkarte mit PCIe 5.0 auch problemlos auf Mainboards eingesetzt werden kann, die lediglich 3.0 oder 4.0 anbieten - oder umgekehrt. Heute ist die Schnittstelle aus modernen PCs nicht mehr wegzudenken. Nahezu alle Komponenten werden entweder über den Chipsatz oder die CPU via PCIe angebunden und kommunizieren über diese Schnittstelle.
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Unser zweiter Teil der „Aufrüstfallen meiden“-Serie zeigt, warum Upgrades oft stärker verpuffen: Nicht die GPU, sondern SSD, PCIe und RAM bremsen. Wir messen praxisnah, wann PCIe 3.0 vs. 4.0 zählt, warum x16 gegenüber x8 spürbar gewinnt und welche aktuellen Karten dadurch überraschend verlieren.
Dazu Spezialtests zu 16 vs. 32 GiB RAM und 8 vs. 16 GiB VRAM, inklusive Frametimes, Nachladerucklern und typischen Symptomen im Spiel. Mit vielen Benchmarks und konkreten Empfehlungen, wie Sie Ihr System trotz Speicherkrise sinnvoll aufrüsten!
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