PCGH-Plus Label [PLUS] High-End für Ryzen-CPUs: Fünf X870E-Mainboards im Test

PCGH Plus: Der X870E-Chipsatz ist AMDs Top-Unterbau für Sockel-AM5-Prozessoren. Wir haben geprüft, was fünf darauf basierende, sonst aber recht unterschiedliche, Mainboards ihren zahlungskräftigen Kunden bieten. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 09/2025.

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 High-End für Ryzen-CPUs: Fünf X870E-Mainboards im Test
Quelle: PCGH

Lu[x]us für Ryzen 9000

AMD setzt schon lange nicht mehr auf Preis-Leistung pur. Ryzen-9-CPUs besetzen vielmehr die HEDT-Enthusiast-Nische, deren zahlungsfreudige Kundschaft früher mit umfangreich ausgestatteten (Workstation-)Plattformen verwöhnt wurde. Hier und heute sollen sich X870E- zumindest etwas von günstigeren Sockel-AM5-Mainboards abheben. Was "Günstig", was "mehr" oder allgemein "High End" ist, definiert aber jeder Hersteller anders, wie unser von 300 bis 770 Euro gefächertes Testfeld zeigt.

Baukastensystem: X870 —> E

Die Basis-Technik ist dabei jeweils die gleiche und weder so neu, wie "800" nahelegt, noch so extrem, wie "X" und angehängtes "E" suggerieren: Mit Ausnahme des auf alter AM4-Technik basierenden B840 nutzen alle AM5-I/O-Hubs das gleiche "Promontory 21"-Silizium, bis auf den A620 auch immer im Vollausbau. Unterschiede ergeben sich nur durch die Kombination einer wechselnden Anzahl von Chips mit oder ohne Zusatz-Controllern sowie einer wechselnden Qualität bei der Ausführung CPU-eigener Schnittstellen. Im Falle des X870E heißt das: CPU-PCI-Express-Lanes müssen für die Grafikkarte und mindestens eine M.2-SSD in 5.0-Qualität ausgeführt sein, ein USB4-Controller muss verbaut werden. Letzterer nutzt bei allen Herstellern die vier CPU-Lanes, welche nach der Versorgung von GPU und primärem M.2-Slot noch übrig bleiben (vergleiche X870E-Vorstellung in PCGH 12/24). Da Promontory 21 selbst maximal PCI-Express 4.0 beherrscht, entsprechen die "Mindest"-5.0-Voraussetzungen also dem ohne Verrenkungen möglichen Maximalausbau. Alle Testteilnehmer müssen diese Kombination aus einem ×16- und zwei ×4-Links nutzen; mehr 5.0 geht nur mittels PCI-E-Sharing: Lanes werden wahlweise an zwei verschiedene Endpunkte geleitet und der jeweils andere deaktiviert oder bremst aus - eine Entscheidung, die beim Systemstart fällt, was den Mehrwert solcher Schaltungen stark reduziert. Mit APUs, also Ryzen 8000, entfallen übrigens 8 bis 14 weitere CPU-Lanes, was einheitlich zu Lasten der GPU und, im Härtefall 8300G und 8500G, des USB4-Controllers geht.

Weniger einheitlich ist dagegen die Nutzung des eigentlichen I/O-Hubs, der im Falle des X870E einen Chipsatz aus zwei Promontory 21 darstellt. Damit kann er wahlweise als X870 mit Bonus-Promontory 21 betrachtet werden oder als X670E, bei dem vier PCI-E-5.0-Lanes (und damit ein 128-GBit/s-M.2) dem USB4-Controller geopfert wurden.

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Folgende Produkte finden Sie im Test: 

  • Asrock X870E Taichi
  • Asus ROG Crosshair X870E Apex
  • Gigabyte X870E Aorus Elite WiFi7
  • MSI MAG X870E Edge Ti WiFi
  • NZXT N9 X870E

High-End-Mainboards für Ryzen 9000: Lohnt sich der teure X870E-Chipsatz wirklich? PCGH testet fünf Modelle von 300 bis 770 Euro und deckt auf, wie unterschiedlich Hersteller High-End definieren. Ob Asus’ Extrem-OC-Flaggschiff Crosshair X870E Apex, das solide, aber günstige Gigabyte X870E Elite oder das ausgewogene MSI X870E Edge: Unser Vergleich zeigt Stärken, Schwächen und echte Alleinstellungsmerkmale – von USB4-Implementierungen über M.2-Anbindung bis hin zu Kühlkonzepten und Stromverbrauch. Exklusive Benchmarks, Praxistests und klare Kaufempfehlungen helfen Ihnen bei der Entscheidung, welches Board zu Ihrem System passt.
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