Gigabyte auf der Dreamhack Leipzig 2017: Viel Z270 und AM4-Andeutungen

Gigabyte war dieses Jahr mit einem großen Stand und einem gesonderten Pressebereich auf der Dreamhack in Leipzig vertreten. Gezeigt wurden wie schon auf der CES 2017 die neuen Z270-Mainboards, die nunmehr unter der Marke Aorus firmieren. Ein paar Details gab es zudem zur AM4-Plattform.

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Gigabyte auf der Dreamhack Leipzig 2017: Viel Z270 und AM4-Andeutungen
Quelle: PC Games Hardware

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr hat 2017 auch Gigabytes Mainboard-Abteilung die Dreamhack genutzt, um die Neuheiten der CES auch den europäischen Interessenten vorzustellen. Zum Besten gegeben hat der Hersteller seine Z270-Gaming-Riege bestehend aus den Modellen GA-Z270X-Gaming 9, -Gaming 8, -Gaming 7, -Gaming 5 und -Gaming K5, die wir an dieser Stelle im Detail vorstellen. Alle Platinen firmieren jetzt unter der Gaming-Marke Aorus.

Allen gemeinsam sind neue UEFI-Versionen, die neben einer Unterstützung für Kaby Lake-S auch überarbeitete Funktionen mit sich bringen. Vor allem der Reiter für die Lüftersteuerung, nunmehr unter dem Namen "Smart Fan 5", wurde aufgebohrt. Die Modelle ab dem GA-Z270X-Gaming 7 können acht Ventilatoren ansteuern, die darunter fünf. Zum Einsatz kommen ausschließlich 4-Pin-Buchsen, welche die Drehzahlen wahlweise per Pulsweitenmodulation (PWM) oder Spannung regeln können. Nutzer können im UEFI oder in der Software einstellen, welche Lüfter auf dem CPU-Kühler sitzen. Auf den Mainboards verteilt sitzen sechs bis sieben Temperatursensoren, an die die Lüfterdrehzahlen gekoppelt werden können. Alternativ funktioniert das bei den Modellen ab dem GA-Z270X-Gaming 7 über zwei externe Sensoren oder über die CPU- beziehungsweise GPU-Temperatur.

Darüber hinaus wurde das Feld "RGB Fusion" ausgebaut, sodass sich die fest verlöteten RGB-LEDs in einer bis sechs Zonen unabhängig voneinander ansteuern und zusätzliche LED-Streifen anschließen lassen. Auf allen genannten Modellen befindet sich oben rechts eine "Akzent-LED-Leiste", auf der Ausführungen mit verschiedenen Mustern gelegt werden können - zur Dreamhack 2017 gab es zum Beispiel eine limitierte Auflage.

Innerhalb des "USB DAC-Up 2" gibt es für Front-Panels einen USB-3.0-Header und für Endgeräte an der Rückseite zwei USB-3.0-Anschlüsse, hinter denen Signalverstärker für einen längeren Übertragungsweg sorgen. Wie wir schon bei MSI angemerkt haben, kann das beispielsweise praktisch sein, wenn man die Tracking-Sensoren für die Oculus Rift aufstellen möchte.

Aorus GA-Z270X-Gaming 9 als Flaggschiff für knapp 600 Euro

Gigabyte Aorus GA-Z270X-Gaming 9 mit Creative-Soundlösung und Kondensatoren von Nichicon und WIMA Quelle: PC Gamres Hardware Gigabyte Aorus GA-Z270X-Gaming 9 mit Creative-Soundlösung und Kondensatoren von Nichicon und WIMA Mit einer Breite von 264 cm ist die Platine 20 mm breiter als der ATX-Standard und alle anderen Z270-Mainboards von Gigabyte. 22 VRM-Phasen übernehmen die Spannungswandlung für die CPU. Auf ihnen sitzt ein Hybrid-Kühler aus dem Hause EK Water Blocks, der an eine Wasserkühlung angeschlossen werden kann. Als einziges Z270-Mainboard von Gigabyte besitzt das Gaming 9 einen PCI-Express-Switch, um 32 Lanes für Grafikkarten zur Verfügung stellen zu können - 2 × 16 für zwei, 4 × 8 für vier.

Zudem werden drei Killer-Chips verlötet: Zwei E2500 für Ethernet-Verbindungen und ein Wireless-AC 1535 für WLAN. Unten links wird quasi eine komplette Soundkarte von Creative untergebracht. Ein "Sound Core 3D"-Chip wird von zwei OP-Amps des Typs JRC NJM2144 und einem TI Burr Brown OPA2134 begleitet - Nutzer können unterschiedliche OP-Amps für den linken, rechten und Front-Kanal gesondert verbauen. Die Kondensatoren von Nichicon und WIMA sollen besonders hochwertig sein. Der USB-3.1-Stecker mit Typ-C-Buchse hängt an einem Intel-Alpine-Ridge-Controller und beherrscht damit Thunderbolt 3. Mit einem Preisschild von rund 585 Euro ist das Ganze allerdings alles andere als günstig.

Gigabyte Aorus GA-Z270X-Gaming 9 mit EKWB-Wasserkühler Quelle: PC Gamres Hardware Gigabyte Aorus GA-Z270X-Gaming 9 mit EKWB-Wasserkühler

Aorus GA-Z270X-Gaming 8 als abgespeckte Variante für 410 Euro

Das Gaming 8 kommt mit 12 VRM-Phasen daher, auf denen ein Hybrid-Kühler von Bitspower sitzt, der in eine Wasserkühlung aufgenommen werden kann. Statt eines zweiten Killer-E2500-Chips dürfen sich Nutzer auf eine Intel-Lösung freuen. WLAN wird weiterhin über einen Wireless-AC 1535 realisiert. Der Soundbereich bleibt gegenüber dem Gaming 9 unverändert. Ebenso ist Thunderbolt 3 weiterhin mit an Bord. Lediglich auf den PCI-Express-Switch und auf ein paar LEDs muss das Gaming 8 noch verzichten. Erhältlich ist es ab rund 410 Euro.

Aorus GA-Z270X-Gaming 7 und -Gaming (K)5 für kleinere Geldbeutel

Ab dem Gaming 7 werden die Spannungswandler von normalen Aluminiumkühlkörpern auf Temperatur gehalten. Zudem verzichtet Gigabyte beim Gaming 7 auf die WIMA-Kondensatoren und setzt nur noch auf kleine Nichicon-Ausführungen. Ein einzelner OP-Amp ist für alle Kanäle zuständig. Beim Gaming 5 und K5 kommt Realteks ALC1220-Chip statt einer Creative-Lösung zum Einsatz. Zudem können dort weniger Lüfter und keine Temperatursensoren mehr angeschlossen werden. Während das Gaming 5 noch zwei Ethernet-Anschlüsse über Intel- und Killer-E2500-Chips zur Verfügung stellt, kommt das Gaming K5 mit einem einzelnen E2500 daher. Zudem verzichtet Gigabyte dort auf den erhöhten Goldanteil im CPU-Sockel (2 vs 15 Mikrozoll dicke Beschichtung). Thunderbolt 3 beherrscht nur noch das Gaming 7 aus dem Trio. Das Aorus GA-Z270X-Gaming 7 kostet etwa 240 Euro, das Gaming 5 200 und das Gaming K5 185 Euro.

AMDs Sockel AM4 am Rande

Die Sockel-AM4-Mainboards konnten von der CES nicht mehr rechtzeitig zur Dreamhack verfrachtet werden. Gigabyte sagte, dass für Ryzen ebenfalls die Aorus-Marke eingesetzt wird und die X370-Mainboards nahezu identisch zu den Z270-Pendants ausgestattet sein sollen. Den Anfang werden eine Handvoll Aorus-Platinen machen, die nach derzeitiger Planung gegen Ende Februar den Markt erreichen werden. Insgesamt zeigte sich der Hersteller enthusiastisch, was Ryzen und AM4 angeht.

Gigabyte Z270 Spezfikationen
Gigabyze Z270 Vergleich 2
Gigabyze Z270 Vergleich 2 Gigabyze Z270 Vergleich

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    • Kommentare (15)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DKK007 Trockeneisprofi (m/w)
        Mit genügend Verbreitung wird es sicher auch gut ausgestattete Boards ohne BlingBling mit guter Ausstattung zu vernünftigen Preisen geben. Eventuell auch mal bei den neuen Mitspielern aus dem Serversegment schauen.
      • Von DKK007 Trockeneisprofi (m/w)
        Mit genügend Verbreitung wird es sicher auch gut ausgestattete Boards ohne BlingBling mit guter Ausstattung zu vernünftigen Preisen geben. Eventuell auch mal bei den neuen Mitspielern aus dem Serversegment schauen.
      • Von Noctua BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Mephisto_xD
        Hmm, also zumindest M.2 ist selbst bei den billigsten Z270 Brettern Standard. Intel-LAN ist schwieriger, aber auch da gibts günstiges Zeug.

        Beispiel: Das Gigabyte GA-Z270-HD3P kostet etwa 130€ und hat sowohl Intel-LAN als auch einen M.2 Port.
        Stimmt...was hatte mich beim UD5 damals dazu bewogen, dies zu nehmen.
        Aber beim Z270 gibt es doch einige bis ca. 150. Aber da scheinen nur die MSI und Asus genug USB-Ports auf der Rückseite zu haben.
      • Von Mephisto_xD BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Noctua
        Naja, wenn man gewisse Dinge will, wird man mittlerweile aber gleich gezwungen irgendwelche teuren Gaming-gelabelte zu nehmen. Gerade wenn man gerne M.2 und eine Intel-LAN-Karte will, wird man meist mit WLAN, bunten Geblinke und sonstigem Zeug zugemüllt.
        Hmm, also zumindest M.2 ist selbst bei den billigsten Z270 Brettern Standard. Intel-LAN ist schwieriger, aber auch da gibts günstiges Zeug.

        Beispiel: Das Gigabyte GA-Z270-HD3P kostet etwa 130€ und hat sowohl Intel-LAN als auch einen M.2 Port.
      • Von Tolotos66 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Chill00r
        22 Phasen beim Gaming 9????? Warum dieser grosse Sprung?
        Theoretisch könnte man so ein Board auch mit 8 Phasen bringen, aber dann könnte man nicht so hohe Preise "rechtfertigen". Warten wir mal ab, was die anderen Hersteller so abliefern und was Diese dann kosten. Ich denke vorallem an Asrock, die schon mit dem Z170 Extreme4 und dem Fatal1ty Gaming K4 einen echt guten und bezahlbaren Job gemacht haben. Wünschenswert wären auch identische Bretter, aber bitte ohne "Discoambiente" und dafür e bisserl billiger.
        Ansonsten fällt mir zu diesen Preisen nur ein Wort ein: Frechheit
        Gruß T.
      • Von Noctua BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Mephisto_xD
        Das Gute ist ja, dass das Mainboard die Performance im Wesentlichen nur durch die Übertaktungsfunktionen beeinflusst. Und da es nach wie vor Mainboards mit dem besten Chipsatz für etwa 120€ gibt, kann man die gesalzenen Preise getrost ignorieren.
        Naja, wenn man gewisse Dinge will, wird man mittlerweile aber gleich gezwungen irgendwelche teuren Gaming-gelabelte zu nehmen. Gerade wenn man gerne M.2 und eine Intel-LAN-Karte will, wird man meist mit WLAN, bunten Geblinke und sonstigem Zeug zugemüllt.
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