Z790 für Raptor Lake: Gigabyte und Asus im Fokus des Interesses
Nach dem Release der ersten Raptor-Lake-Prozessoren sind auch die neuen Z790-Mainboards verfügbar. Jeweils zwei Modelle von Asus und Gigabyte sind dabei aktuell von hohem Interesse. Eines davon, das Gigabyte Z790 Aorus Master, befindet sich derweil im Testlabor von PCGH und wird voraussichtlich Teil der Marktübersicht in der Printausgabe 01/2023.
Neue CPUs bringen für gewöhnlich neue Chipsätze bzw. I/O-Hubs vom Hersteller mit sich. Bei AMDs AM5-Plattform für Ryzen 7000 sind das X670 und B650, während Intel bei der 13. CPU-Generation mit dem neuen Z790 aufwartet, der allerdings aufgrund von Abwärtskompatibilität durch den LGA1700-Sockel nicht verpflichtend für die Raptor-Lake-Prozessoren ist. Ein Blick in den Preisvergleich zeigt, dass derzeit bei den Z790-Mainboards die Hersteller Asus und Gigabyte mit zwei ihrer Platinen das größte Interesse der Kunden auf sich gezogen haben.
Bei Asus sind zwei kostspielige Vertreter beliebt, einerseits das ROG Maximus Z790 Hero für 809 Euro und andererseits das ROG Maximus Z790 Extreme für knackige 1.450 Euro. Gigabytes Modelle sind da schon doch etwas erschwinglicher. Hier handelt es sich bei den beliebtesten um das Z790 Aorus Elite AX für 345 Euro und das Z790 Aorus Master für 627 Euro. Letzteres könnte für Leser von PCGH besonders interessant sein, denn der Nachfolger unseres Z690-Spitzenreiters befindet sich aktuell in unserem Testlabor und wird voraussichtlich Teil der Marktübersicht in der Printausgabe 01/2023.
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Wer sich nun bei diesen Preisen die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und sich trotz Abwärtskompatibilität fragt, warum es ein Z790-Mainboard sein soll, dem sei gesagt, dass es auch erschwingliche Modelle, hauptsächlich von Hersteller Asrock, in Preisgegenden unter 300 Euro zu erwerben gibt. Ähnliches gilt auch für Modelle mit AMDs B650: Hier können Kunden ebenfalls für unter 300 Euro fündig werden.
Intel 700 gegen 600: Wie ist es um die Vor- und Nachteile bestellt?
Die gute Nachricht vorweg: Wer bereits aus der vorangehenden Sockel-1700-Generation ein Mainboard mit H610, B660, H670, Z690 oder auch dem Workstation-Derivat W680 hat, kann dieses uneingeschränkt weiternutzen. Intel hat zwar einen neuen Z790 vorgestellt und wir erwarten weitere Ablösungen, aber es gibt keine künstlichen Kompatibilitätssperren und auch keine Änderungen an der Kommunikation zwischen CPUs sowie PCHs.
Nach einem UEFI-Update laufen also alle neuen CPUs auf allen alten Platinen und umgekehrt können auch alle alten CPUs auf allen neuen Platinen genutzt werden, falls Sie mit Ihrem aktuellen Modell unzufrieden sind. Attraktiv dürfte aber eher neu auf alt sein, denn bei Z690-Mainboards wird der inflationsbedingte Preisanstieg gerade vom beginnenden Abverkauf kompensiert. Man kann also ehemalige High-End-Modelle zu annehmbaren, statt bei den Neuvorstellungen zu paradiesischen Preisen, ergattern.
Features entgehen einem dabei erstaunlich wenige, denn unsere Vorhersagen aus der PCGH 09/2022 haben sich im spannendsten Punkt leider nicht bestätigt: Wider Erwarten verharrt der sekundäre PCI-Express-×4-Link von Alder Lake bei 4.0-Geschwindigkeit. 5.0-Niveau gibt es nur an der ×16-Grafikkarten-Anbindung. Die primäre M.2-SSD arbeitet dagegen weiterhin mit 8 GB/s; mehr gibt die Plattform nicht her.
Zusätzlich versprechen viele Mainboard-Hersteller, dass sie die Bahnen für den RAM in der 700er-Generation für deutlich schnelleren DDR5-Speicher optimiert haben. RAM-Speed ist aber vor allem eine Qualitätsfrage und somit eher von der Produktklasse, dem Talent des Herstellers und insbesondere vom RAM selbst abhängig, weniger von der Board-Generation. Die für alle Platinen zählenden PCH-Eigenschaften bestätigen unsere Vorhersagen dagegen 1:1. Der Z790 selbst bringt also nur zwei kleine Verbesserungen gegenüber dem Z690:
- Zwei weitere USB-3.1-Ports lassen sich zu einem fünften USB-3.2-Anschluss bündeln.
- Acht bisherige PCI-E-3.0-Lanes wurden auf 4.0-Geschwindigkeit beschleunigt.
Wir meinen, dass der Z790 nur leichtes Überwasser gegenüber dem Z690 hat. Verglichen mit ihren Vorgängern haben die neuen Raptor-Lake-Mainboards nur einen Ausstattungsvorteil: Hersteller müssen nun jenseits der ersten beiden 4.0-M.2-Slots nicht mehr entscheiden, ob sie weitere 4.0-NVME-SSDs oder 4.0-PCI-E-Erweiterungs-Slots oder ein Maximum an SATA-Ports priorisieren wollen.
Auch interessant: Z790-Mainboards für Raptor Lake gelistet: Preise reichen von 310 bis 1.400 Euro
Da onboard ohnehin ein paar langsamere Datenleitungen benötigt werden (z. B. für LAN und WLAN), hängt die Peripherie bei Z790-Platinen fast immer an 4.0-Leitungen; niemand muss sich mehr mit 3.0 zufriedengeben. Mit geschickten Z690-Layouts waren aber auch schon bislang ausgewogene Designs möglich. Gar keine Praxisvorteile bringen die bis zu fünf statt bis zu vier USB-3.2-Ports, denn genutzt werden ohnehin nur ein bis drei - sonst würden zu wenige USB-3.1-Möglichkeiten verbleiben.
Quelle: PCGH-Preisvergleich

Die Anti-Sag Bracket meiner Gigabyte 4090 Gaming OC passt übrigens NICHT perfekt aufs Mainboard:
1, Bei den beiden Gigabytes war es extrem eng das Front Panel USB-C Port Kabel auf dem Mainboard überhaupt noch anzuschließen. Da war kein Puffer mehr und der Anschluss sitzt nun minimal schief - funktioniert aber noch.
2. Auf dem Asus Board musste ich die Halteklammer mit einer Zange sehr stark verbiegen, weil es hier ebenfalls, nur wesentlich deutlicher, zur Kollision mit dem USB-C-Anschluss kam.
So viel also zur Perfektion.
(Dessen Inhalt man sich übrigens im Klartext im Editor angucken kann.)
Und der Preisanstieg . . no comment
Ich werde dann nächste Woche (sofern DHL mitspielt) munter die "alten" Treiber auf die neuen Boards anwenden und aufs beste hoffen
Bei AMDs "Chipsatztreibern" sind teilweise noch für die CPU vorteilhafte Energiermangementprofile integriert und außerdem gibt es natürlich Management-Tools für zum RAID, Intels IME-Update-Software, oder eben einige spezielle Zusatzfunktionen, die aber meinem Wissen nach im Falle von Intel auch entweder bestehenden Standards folgen (z.B. TPM), also Standard-Treiber nutzen, oder aber nur im Rahmen des vPro-Packages (mit gleichnahmiger Software) bei den Business-Modellen verfügbar sind.
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(Dessen Inhalt man sich übrigens im Klartext im Editor angucken kann.)
Auch Kleinigkeiten wie Anti-Sag Brackets der Gigabyte 4090 Modelle passen perfekt zum Board, der PCIe Easy Latch Button vom Master nach wie vor leicht zu erreichen, da ausgespart.
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Bei Gigabyte gäbe es die Z790 Treiber manuell hier zu laden (alternativ automatisch über das GCC Gigabyte Control Center, wenn es im BIOS aktiviert ist, lädt alle Treiber nach Neuinstallation und first boot ohne zutun):
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Edit: Und ich bin auf den Test vom Aorus Master gespannt, ich finde es bisher klasse.
Auch Kleinigkeiten wie Anti-Sag Brackets der Gigabyte 4090 Modelle passen perfekt zum Board, der PCIe Easy Latch Button vom Master nach wie vor leicht zu erreichen, da ausgespart.
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