Intel Skylake: Z170-Mainboards rangieren von 100 bis 600 Euro
Im Preisvergleich werden nunmehr über 50 Mainboards gelistet, die auf Intels Sockel 1151 samt Z170-PCH basieren und somit zur Skylake-Generation kompatibel sind. Die Spanne ist mit Preisen von etwas über 100 bis fast 600 Euro extrem weit gefasst - für den preisbewussten Aufrüster sind auch günstige Platinen mit DDR3-Unterstützung dabei.
Mit dem Sockel 1151 haben die Mainboard-Hersteller wieder größere Möglichkeiten, sich bei den Produkten stärker voneinander zu differenzieren. Der Z170-Chip bietet 20 PCI-Express-3.0-Lanes – genug, um allerlei verschiedene Anschlussmöglichkeiten zu bieten. Zudem wird sowohl DDR4 als auch DDR3 unterstützt, mit Letzterem kann man daher auch den preisbewussten Aufrüster glücklich machen, der seinen Arbeitsspeicher von einer älteren Plattform mitnehmen möchte.
Im PCGH-Preisvergleich werden nunmehr über 50 Z170-Mainboards gelistet, von denen die meisten schon verfügbar sind. Den von uns angeführten Aufrüstgedanken setzen Asus und Asrock in Form von Platinen um, die kaum mehr als 100 Euro kosten. Beide haben ein D3-Anhängsel und unterstützen vier DDR3-Riegel bis hin zu DDR3-2933 – eine maximale Spannung wird zwar nicht angegeben, mit den Taktraten sollten aber auch höhere drin sein. Während man beiden Mainboards die Einsteigerzielgruppe am Design ansieht, bietet Asrock mit dem Fatality Z170 Gaming K4/D3 auch eine gehobene Ausstattung mit DDR3-Unterstützung an. Unseren Informationen zufolge plant übrigens kein Hersteller ein Kombi-Mainboard mit je zwei DDR3- und DDR4-RAM-Bänken.
Darüber hinaus gibt es ein breites Angebot an Mainboards bis hin zu 200 Euro, darunter auch Mini-ITX-Modelle mit ac-WLAN von den großen Herstellern. Vermehrt wird auf eine Kunststoffabdeckung gesetzt, die den I/O- und gegebenenfalls den Audio-Bereich abdeckt. Das ist auch bei Evga der Fall, dessen Mainboards im Laufe dieser Woche noch in den Preisvergleich aufgenommen werden sollten. Der bietet drei High-End-Platinen in Form des Z170 Stinger (Mini-ITX), FTW (ATX) sowie Classified (E-ATX) an. Letzteres soll im Bereich um die 400 Euro liegen. Maßgeblich angehoben werde der Preis durch die PLX-Switches, um die PCI-Express-Bahnen zur CPU aufzuteilen und so SLI- beziehungsweise Crossfire-Konfigurationen zu unterstützen. Laut Evga soll ein entsprechender Chip inzwischen 72 US-Dollar kosten – Geld, das natürlich an den Endkunden weitergegeben wird.
Das erklärt auch, warum Gigabyte ein sage und schreibe fast 600 Euro teures Z170-Mainboard anbietet. Neben einem PLX PEX 8747 kommen dort zahlreiche Zusatzchips unter, womit die Anschlussvielfalt vergrößert wird. Bislang einzigartig ist dabei der MCDP2800-Controller von Megachips, der einen internen, aktiven Adapter für den HDMI-1.4-Anschluss der integrierten Grafikeinheit darstellt. Der Chip überbrückt das HDMI-Signal über den Displayport-Anschluss und ermöglicht damit die Nutzung von HDMI 2.0a, obwohl Skylake nur den besagten 1.4-Standard beherrscht. Die vielen CPU-Phasen, geschützten PCIe-Steckplätze und die optionale Wasserkühlung tun ihr Übriges zum hohen Preis.
Letztendlich gilt wie immer: Sehen Sie sich die Mainboards an und überlegen Sie sich, welche Features Sie wirklich brauchen. Danach sollten Sie eine passende Platine auswählen, die in Ihren Preisrahmen passt. Verpassen Sie nicht unseren Hintergrundartikel zur Skylake-Plattform.

und wie teuer sind die beiden boards?
Sieht man aber mal von diesem "Spitzenklasseboard" ab, sind da doch ein paar schöne Sachen bei. Allerdings hab ich noch nich ganz raus warum man den Grafikchip der CPU nutzen sollte wenn man HDMI 2.0 nutzen möchte und dabei die Vorteile auspielen möchte... Da kann man doch gleich ne Low-End-GPU nehmen... die wird besser sein (aus eigener Erfahrung).
Nur komisch, dass es Boards mit Alpine Ridge gibt, die trotzdem nur 1.4 können.