Ungewöhnlich: Open-Source-Projekt bringt AMD-Chipsatz auch auf Intel-Systeme
Ein Open-Source-Projekt setzt AMDs Promontory-21-Chipsatz kurzerhand auf eine Erweiterungskarte. Dadurch arbeitet der Chip auch auf Intel-Systemen problemfrei.
Bei den aktuellen Desktop-Mainboards von AMD und Intel ist der verbaute Chipsatz weiterhin ein wichtiges Kaufkriterium, das unter anderem über die Anschlussvielfalt entscheiden kann. Im Gegensatz zu früher sind die Chips aber längst nicht mehr für den Betrieb notwendig. Alle wichtigen Funktionen, etwa die Speicherkommunikation, sind längst in die CPU gewandert. Vom ursprünglichen "Chipsatz" ist dadurch kaum noch etwas übrig geblieben. Die aktuellen Modelle sind stattdessen Erweiterungscontroller, die über eine PCI-E-Anbindung weitere Lanes und USB- oder SATA-Anschlüsse bereitstellen. Und das sorgt wiederum dafür, dass sie nicht mehr an die CPU oder das Mainboard gebunden sind.
Einfach dazustecken
Das macht sich in China derzeit ein Open-Source-Projekt zunutze. Dieses verbaut den von AMD bei Asmedia zugekauften Chip Promontory 21, der für alle Mainboards von B680 bis X870E zum Einsatz kommt, kurzerhand auf eine PCIe-Erweiterungskarte. Dadurch kann der Chipsatz angeblich problemfrei auch auf Intel-Systemen genutzt werden, um dort zusätzliche Anschlüsse anzubieten. Und natürlich gelingt die Nutzung auch mit AMD-PCs - gewissermaßen als Upgrade-Lösung. Denn die X-Chipsätze unterscheiden sich von den B-Chipsätzen dadurch, dass einfach zwei Promontory-21-Chips verbaut werden. Schon 2023 gab es deshalb von Asrock ein vergleichbares Upgrade-Kit, das aber an bestimmte Mainboards gebunden war. Die Open-Source-Lösung kann hingegen überall verbaut werden.
Quelle: @9550pro (X)
AMDs Promontory 21 kann als eigenständiges PCIe-Gerät verwendet werden.
Quelle: LC EDA
Der Schaltplan der Platine. Sämtliche Projektdaten sind frei zugänglich.
Wer sich die Chipsatz-Erweiterungskarte nicht selbst bauen möchte, kann sie auch fertig aus China importieren. Dort werden für das Produkt 300 RMB - umgerechnet knapp 37 Euro - verlangt. Für diesen Preis nutzt die Platine vier 4.0-Lanes der PCIe-Schnittstelle und arbeitet sie per Splitter auf acht 4.0- und vier 3.0-Lanes um. Erstere werden für zwei M.2-Slots genutzt, letztere für vier SATA-Anschlüsse und eine Schnittstelle für USB 3.2 Gen 2x2. Wunder kann aber natürlich auch der Promontory 21 nicht bewirken: Die Gesamtdatenrate des Interfaces kann nicht überschritten werden.
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Dass sich die ungewöhnliche Lösung großflächig durchsetzen wird, darf bezweifelt werden. Zwar wäre die Nutzung der aktuellen Chipsätze für Erweiterungskarten naheliegend, zumindest hierzulande dürfte der Einzelverkauf der Chips aber durch Exklusivverträge von Intel und AMD ausgeschlossen sein. Das Open-Source-Projekt ist also eher eine technische Spielerei, die aber einmal mehr zeigt, dass Chipsätze viel von ihrer früheren Bedeutung eingebüßt haben.
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Quelle: LC EDA / @9550pro (X) via Videocardz

wir sollten ein heft abo machen zum pc selbstbau. erste ausgabe ist hat einen stein, letzte ausgabe ein pc mit freebsd drauf. wären nur ne milliarde hefte.
hier z.b. ein QAT Accelerator als PCIe Steckkarte, da ist ein Intel C627 chipsetz drauf, der läuft natürlich auch mit AMD Prozessoren.
Es gibt viele Modelle mehr, dies ist nur ein beispiel.
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