USB 4 2.0 ist da: Das kann der neue Standard

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USB 4 2.0 ist da: Das kann der neue Standard (1)
Quelle: Portwell

USB 4 2.0 ist da und der neue Standard bietet bis zu 80 Gbit/s synchron oder 120 Gbit/s asynchron an Transferleistung. USB 4 2.0 deckt Displayport und PCI-Express 4.0 ab, ist abwärtskompatibel und hat die gleichen Stecker wie USB 4 1.0.

Das USB Implementers Forum hat Details zur neuen Ausbaustufe zu USB 4 veröffentlicht. USB 4 2.0 ist damit offiziell und unterstützt nun Datenraten von bis zu 80 Gbit/s. Dem hatte bereits die VESA vorgegriffen, die bei Displayport 2.1 eng mit dem USB Implementers Forum zusammenarbeitet und Kabel entsprechend zertifiziert. Wie auch bei Displayport ist USB 4 2.0 mechanisch weiter voll kompatibel zu USB 4 1.0 und grundlegend auch abwärtskompatibel. Das macht es aber nicht übersichtlicher. Kunden müssen primär darauf achten, welcher Standard vom Gerät unterstützt wird und passend dazu Kabel kaufen, die entsprechend zertifiziert sind.

Neben passiven Kabeln gibt es mit USB 4.0 künftig auch aktive Kabel, die mit Typ-C-Steckern ausgestattet werden. Die sind notwendig, um die höheren Transferleistungen zu erreichen, denn die werden ausschließlich mit Änderungen am Protokoll erreicht und nicht über elektrische Änderungen wie etwa mehr Lanes. Um die nun höheren Transferleistungen zu realisieren, wird eine Impulsamplitudenmodulation mit drei Zuständen (PAM-3; -1, 0, +1) verwendet. Außerdem wird ein asymmetrischer Übertragungsmodus eingeführt, der 120 Gbit/s in eine Richtung ermöglicht, während die andere Richtung auf 40 Gbit/s gedrosselt wird.

Abwärtskompatibel ist USB 4 2.0 bis USB 3.2 mittels eines Tunnels, der mit 20 Gbit/s jetzt da Doppelte als bisher liefert. Neben Displayport 2.1 der VESA ist auch die PCI-SIG an Bord und unterstützt USB 4 mit PCI-Express 4.0. Und im Hintergrund geistert auch Intel mit Thunderbolt herum. USB ist damit zunehmend das, was der Name bei der Einführung versprochen hat: ein universeller, serieller Bus. Das ging in den letzten Jahren teils zulasten der Übersichtlichkeit, aber grundlegend kann man heute mit einem USB-Anschluss- und Kabel sehr viele Geräte und Protokolle bedienen.

USB 4 2.0 Schlüsselfunktionen

  • Betrieb mit bis zu 80 Gbit/s unter Verwendung einer neuen Architektur der physikalischen Schicht, die auf PAM3-Signal-Kodierung setzt, über bestehende passive 40 Gbit/s USB-Typ-C-Kabel und neu definierte 80 Gbit/s USB-Typ-C aktive Kabel.
    > Optional kann die USB-Typ-C-Signalschnittstelle für bestimmte Anwendungen, wie z. B. die Ansteuerung von sehr leistungsstarken USB-4-basierten Displays, asymmetrisch konfiguriert werden, um bis zu 120 Gbit/s in eine Richtung zu liefern, während in der anderen Richtung 40 Gbit/s beibehalten werden.
  • Aktualisierungen der Daten- und Anzeigeprotokolle zur besseren Nutzung der höheren verfügbaren Bandbreite
    > Aktualisierungen der USB-Datenarchitektur ermöglichen jetzt Enhanced SuperSpeed USB-Datentunneling mit mehr als 20 Gbit/s.
    > Angleichung an Displayüort Revision 2.1 und PCI-Express Revision 4.
  • Abwärtskompatibilität mit allen früheren USB-Versionen.

Der Übersicht will man helfen, indem die Partner angehalten sind, ihre Anschlüsse nach der Geschwindigkeit zu benennen. Zum Beispiel USB 20 Gbit/s. Damit ist klar, welche Transferleistung von dieser Buchse erwartet werden kann und welche Transferleistung man beim Kabel benötigt. Welcher Steckertyp vorliegt, heutzutage zunehmend USB-Typ-C, lässt sich mit dem Auge erkennen. Leider sind die Vorgaben des USB IF nicht bindend und Geräte werden nicht immer sauber gekennzeichnet sein. Sobald aber offizielle Logos verwendet werden, wird man die Geschwindigkeit erkennen. 12 bis 18 Monate wird es aber wohl noch dauern, bis erste Produkte nach dem neuen Standard erscheinen.

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    • Kommentare (26)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von chill_eule Kokü-Junkie (m/w)
        Danke für die Aufklärung... 13 Monate später
      • Von chill_eule Kokü-Junkie (m/w)
        Danke für die Aufklärung... 13 Monate später
      • Von stl1988 Schraubenverwechsler(in)
        Wegen der Namensverwirrung: USB4 kann als neuer Standard nach USB gesehen werden, da USB4 im Grunde Thunderbolt mit zusätzlichen USB-Eigenschaften ist. Und von diesem USB4-Standard gibt es jetzt eben Version 2.0.
      • Von Gast1705533002
        Das Update ist ja schön und gut, aber die ganze Nomenklatur und deren Details ist völlig am Ziel der Vereinfachung vorbeigeschossen. Wenn selbst Enthusiasten schon nicht mehr durchblicken, dann ist das einfach 'ne glatte Themaverfehlung des USB IF.
      • Von JoM79 Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von sci666
        Lol. Erinnert an Audi. Wo jetzt nicht mehr der Hubraum hinten drauf klebt sondern 30,35,40 usw..... Weiss auch keine sau mehr was gemeint ist....
        So weisst du welche Leistungsklasse du hast.
        Beim Hubraum nicht, da es meist einen Motor(Hubraum) für mehrere Leistungsklassen gibt.
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Pu244
        Im Prinzip wäre es so unglaublich einfach: jeder Version eine feste Geschwindigkeit

        USB 1.0 = 1,5MBit
        USB 1.1 = 12MBit

        USB 2.0 = 480MBit

        USB 3.0 = 5GBit
        USB 3.1 = 10GBit
        USB 3.2 = 20GBit

        USB 4.0 = 20GBit (das mit nur einer, statt zwei, Signalleitungen pro Richtung)
        USB 4.1 = 40GBit
        USB 4.2 = 80/120 GBit

        So wüßte einfach absolut jeder auf den ersten Blick, womit er es zu tun hat. Aber schon mit USB Full Speed begann der Ärger. Ich habe hier auch noch ein paar USB "2.0" Hubs, die nur 12 MBit können.

        Ich persönlich bin der Meinung, dass das USB Forum Herstellern, die in halbbetrügerischer Manier ihre Kunden über den Tisch ziehen wollen, nicht nur einen Gefallen erweist.

        Aber man kann es auch positiv sehen: so hat mein 10 Jahre altes Ivy Bridge Board ganze vier USB 3.2 Ports, man muß ja das Gen 1 nicht erwähnen.
        Gab es nicht auch USB 1.2?
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