Leser reden mit: Wie soll PCGH Sockel-1700-Mainboards bewerten?

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VIele Mainboards – aber welches ist das Beste? Die Antwort hängt auch davon ab, wieviel Bedeutung man Fps-Unterschieden beimisst.
Quelle: PC Games Hardware

Alder Lake ist da und hat die Z690-Mainboards mitgebracht. Diese wollen wir im kommenden Heft natürlich testen, aber auch bewerten. Aber welche Wertungsphilosophie wird gewünscht?

PC Games Hardware testet Hardware für PC Gamer - das ist keine Überraschung. Dass wir dabei viel Hirnschmalz in unsere Testmethoden investieren, um die Leistung einer Komponente bestmöglich widerzuspiegeln, merkt man dem einen oder anderen Artikel hoffentlich auch an. Aber PCGH möchte seinen Lesern nicht nur verlässliche Messergebnisse bieten, eine zweite, wichtige Komponente ist deren Auswertung. Schließlich haben nicht alle Leser die nötige Lust und Zeit, sich über die Hintergründe jedes einzelnen Benchmarks zu informieren und dessen Bedeutung selbst einzuordnen. Stattdessen gibt es von den PCGH-Fachredakteuren objektiv ermittelte Wertungsnoten: Eine einzelne Zahl gibt Orientierung, wie gut oder wie schlecht ein Produkt in seiner jeweiligen Kategorie ist.

Aber jede Wertung braucht einen Maßstab und während beispielsweise bei Grafikkarten 110 Fps offensichtlich 10 Prozent besser sind als 100 Fps, während 0 FPS einen Totalausfall darstellen, gibt es bei anderen Komponenten keine klare Grundlinie. Beispielsweise Mainboards beeinflussen die Systemleistung kaum. Wenn CPU und GPU eine Basisleistung von 99 Fps vorgeben, dann kann ein besonders gutes Mainboard vielleicht 103 Fps herauszuholen, während ein mittelmäßiges auf 100 Fps kommt. Aber ist die 103-Fps-Platine dann 3 Prozent besser als die mit 100 Fps, weil sie 3 Prozent mehr Fps abliefert? Oder ist sie dreimal so gut, weil sie 3 Fps extra herausholt statt 1 Fps extra?

A VIele Mainboards – aber welches ist das Beste? Die Antwort hängt auch davon ab, wieviel Bedeutung man Fps-Unterschieden beimisst. Quelle: PC Games Hardware VIele Mainboards – aber welches ist das Beste? Die Antwort hängt auch davon ab, wieviel Bedeutung man Fps-Unterschieden beimisst. uf diese Frage gibt es keine richtige oder falsche Antwort. Ähnlich wie ein Deutschlehrer die Note 6 bereits vergibt, wenn 20 von 200 Wörtern eines Diktats fehlerhaft sind, aber niemand in Jubelschreie ausbricht, wenn die CO2-Emissionen eines PKW von 200 auf 180 g/km reduziert wurden, so ist es auch bei Mainboards eine Frage der Wertungs-Philosophie, ob der Notenmaßstab die Auswirkungen auf die Gesamtperformance widerspiegeln und kleine Abstände in den Nachkommastellen verschwinden lassen soll, oder man ihn die relativen Unterschieden zwischen verschiedenen Platinen differenziert aufschlüsseln lässt.

Genau diese Frage möchte die PCGH-Redaktion ihren Lesern stellen, denn für die anstehenden Alder-Lake-Mainboard -Tests steht eine Überarbeitung des Wertungssystems an. Was meinen Sie? Sollen wir Leistungsunterschiede knallhart mit Einsen und Sechsen belohnen respektive bestrafen? Oder soll die Performance-Wertung lieber die meist geringe Alltagsrelevanz der Auswirkungen widerspiegeln? Bedenken Sie bei der Antwort auch, dass in die Endnote viele weitere Aspekte einfließen, insbesondere die Ausstattung. Eine "schwache" Leistungsnote kann von diesen überstimmt werden oder ihrerseits alle anderen Aspekte in aufgeblähte Fps-Mini-Unterschieden versinken lassen.

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    • Kommentare (25)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Nathenhale Volt-Modder(in)
        Zitat von Shinna
        Nur kauft sicher keiner eine CPU die 5x so viel kostet wie das Gammel Board von ASrock in dem Beispiel. Ja ASrock hatte bei den "billigen" B560 und z590 die TDP auf 125w im BIOS gesetzt. Wohl nicht ganz ohne Grund aber wie gesagt bei der CPU entscheidet sich wohl kaum jemand freiwillig für so ein Board. Das findet man dann schon eher bei SI/OEM PCs.

        Sowas findest Du aber nicht bei z690.
        Also ersten wenn ich mir so manche Konfigs von Leuten anschauen dann bin ich mir ziemlich sicher das es Leute gibt die 70€ Mainboard mit 400€ + CPU nehmen . Siehe die Anzahl an Leuten mit a320 und einem 1800x oder 3700x.
        Bei Z690 noch nicht , die Plattform (chipsatz) hat noch genug Zeit für sowas.

        Das ist ja der Grund warum ich einen VRM Test gut finde . Wer sagt denn nicht das ein 70€ board nicht auch einen 5950x betreiben kann. Ich meine das Gigabyte b550 DS3H kann das. Und sowas sollte im Test dann auch Postiv oder eher einfach nicht negativ bemerkt werden.

        Und keine Ahnung ein 110€ Board ist bei weitem nicht billig . Das ist die Region in der man früher TOP of line z68 board gesehen hat.
      • Von Nathenhale Volt-Modder(in)
        Zitat von Shinna
        Nur kauft sicher keiner eine CPU die 5x so viel kostet wie das Gammel Board von ASrock in dem Beispiel. Ja ASrock hatte bei den "billigen" B560 und z590 die TDP auf 125w im BIOS gesetzt. Wohl nicht ganz ohne Grund aber wie gesagt bei der CPU entscheidet sich wohl kaum jemand freiwillig für so ein Board. Das findet man dann schon eher bei SI/OEM PCs.

        Sowas findest Du aber nicht bei z690.
        Also ersten wenn ich mir so manche Konfigs von Leuten anschauen dann bin ich mir ziemlich sicher das es Leute gibt die 70€ Mainboard mit 400€ + CPU nehmen . Siehe die Anzahl an Leuten mit a320 und einem 1800x oder 3700x.
        Bei Z690 noch nicht , die Plattform (chipsatz) hat noch genug Zeit für sowas.

        Das ist ja der Grund warum ich einen VRM Test gut finde . Wer sagt denn nicht das ein 70€ board nicht auch einen 5950x betreiben kann. Ich meine das Gigabyte b550 DS3H kann das. Und sowas sollte im Test dann auch Postiv oder eher einfach nicht negativ bemerkt werden.

        Und keine Ahnung ein 110€ Board ist bei weitem nicht billig . Das ist die Region in der man früher TOP of line z68 board gesehen hat.
      • Von Shinna Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Nathenhale
        Oder an einen 11900k auf einem Asrock b560 110€ Board.
        Nur kauft sicher keiner eine CPU die 5x so viel kostet wie das Gammel Board von ASrock in dem Beispiel. Ja ASrock hatte bei den "billigen" B560 und z590 die TDP auf 125w im BIOS gesetzt. Wohl nicht ganz ohne Grund aber wie gesagt bei der CPU entscheidet sich wohl kaum jemand freiwillig für so ein Board. Das findet man dann schon eher bei SI/OEM PCs.
        Zitat von Nathenhale
        And btw es gibt durchaus Board mit 4x50 A Power Stages Ungekühlt.
        Sowas findest Du aber nicht bei z690.
      • Von Nathenhale Volt-Modder(in)
        Zitat von Shinna
        Wenn ich hier lese "wie viele" sich sorgen um die VRM und deren Temperaturen machen, haben die Marketing Abteilungen der Hersteller ganze Arbeit geleistet...

        Ich möchte da nur mal an das X299 Debakel erinnern. Oder an einen 11900k auf einem Asrock b560 110€ Board.
        Es gibt und gab durchaus fälle in denn das VRM design so schlecht war das man an Leistung verloren hat ( und das auch ohne OC).
        Das betrifft vlt. 2% der Boards aber da möchte ich es dann auch Wissen.

        And btw es gibt durchaus Board mit 4x50 A Power Stages Ungekühlt. Nur zur Info die machen die 200A Insgesamt nicht lange mit (5 min und dann tschau.
      • Von Shinna Lötkolbengott/-göttin
        Wenn ich hier lese "wie viele" sich sorgen um die VRM und deren Temperaturen machen, haben die Marketing Abteilungen der Hersteller ganze Arbeit geleistet...

        Schaut man sich mal die Einstiegs Boards an sind da schon 16 Phasen VCore VRMs mit 60A SPS zu finden. Da wird unter Ambient Cooling wohl kaum der efficiency peak erreicht werden. Bei 241w und sagen wir 1,2v VCore wären das um die 13A pro PowerStage. Da sind wir weit entfernt von 2w Abwärme pro PowerStage. Das sollte eigentlich jeder halbwegs brauchbare Passivkühlkörper ohne weiteres gekühlt bekommen. Und das Gigabyte noch mal eine Power Plane so verkackt wie beim z590 Aorus Pro ist auch kaum anzunehmen.

        Inzwischen verbaut zBsp. auch ASrock den 20 Phasen Controller von RAA. Auf dem Taichi sitzen 105A SPS. Die Hälfte davon könnte der Controller wohl bei geringer Last einfach abschalten und niemand würde was merken. Und selbst unter Last könnte man bestimmt auch einfach die Passivkühlkörper entfernen und das Board würde trotzdem nicht überhitzen.

        ASUS hat lange Zeit selbst bei Top Boards nur eine 4 Phasen VRM verbaut. Da waren dann halt pro Phase das doppelte oder dreifache an Komponenten drin. Per se sagt die Anzahl der Phasen erstmal nichts über die Qualität einer VRM aus. Aber das Marketing versucht einem das krampfhaft einzubläuen. Und so kostet ein eigentliches Mittelklasse Board wie das MSI z690 Carbon WiFi dank überfrachteter VRM und PCIe Gen5 Switches halt über 450€ aktuell.

        Klar sind die Boards im Vergleich zu z590 teurer. Die z690 sind AFAIK alle mindestens 6 Layer PCBs. PCIe Gen5 und DDR5 kriegt man wohl nicht sauber bei 4 Layern hin. Aber das was sich bei z690 im "mittleren und oberen Preissegment" abspielt ist kaum zu rechtfertigen. Auch nicht durch so Spielzeug wie von ASUS wo bei den Highend Boards ein "mini Oszilloskop" beigelegt wird.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Exakt, dass ist das bisherige Verfahren: Ein Wertungssystem für alle und je nach Art des Produktes gibt es dann unterschiedliche, aber miteinander vergleichbare Noten.
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