PCI-Express 7.0: Die finalen Spezifikationen stehen fest
Die PCI-SIG hat nach Jahren der Arbeit die finalen Spezifikationen für PCI-Express 7.0 veröffentlicht. Die neue Generation bringt eine erneute Verdopplung der Datenrate mit sich.
Knapp drei Monate nach dem letzten Entwurf hat die Peripheral Component Interconnect Special Interest Group (PCI-SIG) nun die finale Spezifikation für PCI-Express 7.0 veröffentlicht. Mit der neuen Version setzt die PCI-SIG die Tradition der Verdopplung der Übertragungsraten fort, denn PCIe 7.0 erreicht eine Rohdatenrate von 128 GT/s pro Lane. Bei einer vollständigen x16-Konfiguration ermöglicht dies eine bidirektionale Bandbreite von bis zu 512 GB/s. Bereits eine PCIe 7.0 x1-Verbindung mit 16 GB/s pro Richtung entspricht der Leistung einer vollständigen PCIe 5.0 x4-Konfiguration.
Wie bereits bei PCIe 6.0 kommt auch bei der neuen Generation die vierstufige Pulsamplitudenmodulation (PAM4) zum Einsatz. Diese Technologie ermöglicht es, mit vier verschiedenen Spannungspegeln jeweils zwei Bits pro Übertragung zu codieren, was die Effizienz deutlich steigert. Gleichzeitig behält PCIe 7.0 die Flit-basierte Codierung und Vorwärtsfehlerkorrektur (FEC) bei, um die höhere Fehlerrate von PAM4 zu kompensieren.
Quelle: PCI-SIG
PCI-Express 7.0: Die finalen Spezifikationen stehen fest (1)
PCIe 7.0 richtet sich primär an spezialisierte Anwendungsbereiche, die extreme Bandbreitenanforderungen haben, wie die PCI-SIG in der zugehörigen Ankündigung erklärt. Künstliche Intelligenz und Machine Learning stehen dabei im Fokus, da moderne KI-Modelle enorme Datenmengen zwischen Prozessoren, Beschleunigern und Speicher bewegen müssen. An dieser Stelle soll auch das neue CopprLink eingreifen, das im vergangenen Jahr vorgestellt wurde. Bis wir aber auch tatsächliche Endgeräte mit PCIe 7.0 in den Händen halten, dürften noch einige Jahre vergehen - in der Zwischenzeit arbeitet die PCI-SIG schon am Nachfolger, denn erste Versuche für PCIe 8.0 sind bereits gestartet.
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Du scheinst da irgendwo verrutscht zu sein. Gen 6 x16 sind 128 GB/s und Gen 7 x16 sind 256 GB/s. Die 128 GB/s macht man mit DDR5-8000 schon voll. Bis Gen-7-Produkte wirklich angekommen sind, könnte Gen 6 schon einen leichten Flaschenhals darstellen.
Ich hab mich an dem Bild vom Artikel orientiert, dort steht 7x 16 bei 512GB/s.
Im Kopf wusste ich es nicht, aber dennoch ist die Aussage gültig.., wenn auch mit falscher PCI Gen.
Du scheinst da irgendwo verrutscht zu sein. Gen 6 x16 sind 128 GB/s und Gen 7 x16 sind 256 GB/s. Die 128 GB/s macht man mit DDR5-8000 schon voll. Bis Gen-7-Produkte wirklich angekommen sind, könnte Gen 6 schon einen leichten Flaschenhals darstellen.
Ich würde es zwar auch bevorzugen, dass die Hersteller einfach genug VRAM verbauen. Aber wenn man einen billigen Weg findet, PCI-E zu beschleunigen, wäre das eine legitime Alternative für Konfigurationen mit beschränktem Budget und ohne Specs kann man sich gar nicht erst auf die Suche nach einer derartigen Lösung machen. Umgekehrt wäre ein deutlich schneller Fortschritt auch in höheren Klassen interessant, wenn dadurch allgemein Lanes in der Breite und massiv Plattformkosten eingespart werden könnten. PCI-E 7.0 ab morgen würde zum Beispiel bedeuten, dass 14-GB/s-SSDs, also das aktuelle High-End mit einer ×1-Anbindung auskämen; USB4-Zusatzcontroller sowieso. "X970"-Boards mit sieben M.2-Slots direkt an der CPU? Oder ganz ohne I/O-Hub, weil man ein paar mehr USB-Controller direkt angebunden hat? Wäre alles im Desktop denkbar, wenn diese eigentlich nur für Server benötigten Specs schnell durchschlagen.