PCI-Express 6.0 noch 2021, Präsentation nennt Details
Eine Präsentation der PCI-SIG liefert weitere Details zum kommenden Übertragungsstandard PCI-Express 6.0. Dieser soll erneut die Datenrate verdoppeln und setzt dafür auf eine vierstufige Signalübermittlung sowie eine verbesserte Fehlerkorrektur.
Die PCI-SIG, das Konsortium hinter dem PCI-Express-Standard, hat in einer neuen Präsentation noch einmal den Fahrplan für PCI-Express 5.0 und 6.0 bekräftigt. Außerdem gibt es weitere Details zur technischen Umsetzung. Unterm Strich sollen die PCI-Express-Standards in den kommenden Jahren erneut eine deutliche Steigerung der Übertragungsrate ermöglichen.
PCI-Express 6.0 setzt auf PAM4, FEC und CRC
Für PCI-Express 5.0 erwartet das Konsortium eine wachsende Verbreitung innerhalb der kommenden 18 bis 24 Monate, obwohl der Standard und das für die Entwicklung notwendige Equipment schon jetzt bereitstehen. Intel dürfte PCI-Express 5.0 voraussichtlich zuerst mit der Server-Familie Sapphire Rapids unterstützen, bei AMD könnte die Unterstützung mit Zen 4 kommen. Für den Consumer-Markt wird PCI-Express 5.0 aber voraussichtlich erst einmal nur eine untergeordnete Rolle spielen: Aktuell können nur wenige Geräte die Datenraten des Vorgängerstandards sinnvoll nutzen geschweige denn ausreizen, und mit PCI-Express 5.0 soll die Datenrate noch einmal verdoppelt werden.
Genau dasselbe plant die PCI-SIG für PCI-Express 6.0: Erneut soll der Standard doppelt so viele Daten pro Sekunde übertragen wie der Vorgänger, gegenüber dem aktuell weit verbreiteten PCI-Express 3.0 wäre jede Datenleitung dann achtmal so schnell. Die Kompatibilität zu allen bisherigen Standards soll dabei weiterhin gewahrt werden, das heißt es soll keine neuen Anschlüsse oder veränderte Protokolle geben. Bei den Neuerungen von PCI-Express 6.0 geht die Präsentation anschließend recht weit ins Detail und wird sehr technisch. Für den Endnutzer bleibt es bei den bekannten Eckpunkten "Kompatibilität" und "Doppelte Geschwindigkeit".
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Die höhere Datenraten von PCI-Express 6.0 soll insbesondere durch die PAM4-Codierung, kurz für Pulse Amplitude Modulation 4-level, erreicht werden. Hierbei werden mit jeder Datenübertragung nicht mehr nur zwei sondern vier unterschiedliche Spannungszustände ermöglicht. Die vier Spannungen stehen dabei für die Bitkombinationen 00, 01, 10 und 11; mit jedem Takt werden also zwei Bits statt nur eines übertragen.
Quelle: Mynavi
Präsentation der PCI-SIG
Für die Zuweisung der Spannungspegel kommt dabei der sogenannte Gray-Code zum Einsatz, der die Fehleranfälligkeit verringert. Wird statt der eigentlich gesendeten Spannung eine der beiden benachbarten Spannungen ausgelesen, so ist beim Gray-Code immer nur ein Bit fehlerhaft - das erleichtert die Fehlersuche. Auch diese soll mit dem neuen Standard verbessert werden, dazu wird eine Vorwärtsfehlerkorrektur (Forward Error Correction) sowie ein eine zyklische Redundanzprüfung (CRC) eingesetzt. Letztere ist gegenüber einem Paritätsbit komplexer, aber zugleich auch weniger fehleranfällig.
Die Präsentation:
Bildergalerie
Quelle: via Videocardz

Hängt das dann nur vom Board ab, oder auch von den Steckkarten?
Da es bei Intel noch dauert, bis es überhaupt PCIe 4.0 gibt, würde ich da eher von 2025/26 ausgehen. PCIe 5.0 gibt es schließlich auch noch nicht real.
Aber die zugrunde liegenden Mechanismen werden dann andere sein als heute bei den kleinen AMDs: Je größer die GPU-Leistung, desto schmerzhafter sind Auslagerungen in den RAM. Auch wenn du die PCI-E-Datentransferrate gegenüber einer RX 5500@3.0 vervierfachst oder, mit PCI-E 5.0 gar verachtfachst, wird das für eine 20 mal schnellere Grafikkarte ein inakzeptabler Flaschenhals sein. Solange sich Rendering-Pardigmen nicht grundsätzlich ändern, muss die "GTX 6800" also alle benötigten Daten im VRAM vorrätig halten müssen. Ohne Auslagerung reicht dann aber gegebenenfalls auch noch 3.0 aus – zumindest stört sich eine heutige RTX 2080 Ti nur in wenigen Situationen an 2.0-Geschwindigkeit und letztere wurde über einem Jahrzehnt eingeführt, wenn ich mich richtig erinnere zu Zeiten der 9800 GTX.
Wie Pu244 schreibt, PC dann kaufen wenn er gebraucht wird und mitnehmen man was bekommt, wenn er lange halten soll.
PCIe 4.0 hat vor allem Vorteile in der Anbindung schneller Storage, was sich auch auf Spiele auswirken kann.
Aktuell versuche ich mit meinem PCIe-3-Board das neue PCIe-4 auszusitzen und hoffe darauf, dass PCIe-5 oder -6 innnerhalb der nächsten 5-10 Jahre im Customer-Spielemarkt ankommt und auch etwas "Halbwertszeit" hat, also zB. nicht nach nur 1-2 Jahren ersetzt wird. Ist es sinnvoller früher auf PCIe-4 zu setzen und dann auf 6 zu springen, weil 5 nur eine "Kurzzeitversion" sein soll?
Bisher hat es sich, abseits von PCIe 1.0, nie wirklich gelohnt. Wenn man von den Vorteilen der neuen Version wirklich profitieren konnte, dann haben andere Flaschenhälse das System obsolet gemacht. Ich habe mir damals das völlig neue PCIe 3.0 gekauft. Bei der neuen Ampere und Big Navi dürfte ich damit echte Vorteile, gegenüber PCIe 2.0 haben, das auf den alten Sandy Bridge und AMD FX CPUs genutzt. Zu dumm, dass meine CPU sowieso begrenzt, eine RTX 3080Ti, 3090 oder wie auch immer sie heißen mag, wären bei meinem System, wohl Perlen vor die Säue. Die CPU würde die Karte um einiges mehr ausbremsen, also da alte PCIe Interface (die Verluste bewegen sich sowieso schimmstenfalls (Also PCIe 1.0) im einstelligen Prozentbereich. Nett war es PCIe 3.0 schon, ich konnte meine GTX 980 auf den unteren PCIe 3.0 x8 Slot stecken, ohne an Leistung zu verlieren, bei PCIe 2.0 hätte ich die Karte ein Stockwerk weiter oben parken müssen. Auch könnte ich mir heute eine PCIe 3.0 SSD zulegen (wobei Booten nicht möglich ist), ohne dass ich irgendetwas ausbremsen würde. Bei PCIe 2.0 wäre ich auf 2GB/sec beschränkt und würde meine Graka etwas bremsen.
Von daher kannst du dir auch einen Intel Comet Lake, mit PCIe 3.0 zulegen, wenn dir danach ist.