Intel 700er PCH: Leak der Änderungen direkt vom Anbieter [Update: DDR4 ungewünscht?]

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Intel 700er PCH: Leak der Änderungen direkt vom Anbieter (1)
Quelle: Intel

Einen Leak direkt vom Hersteller hat man auch nicht alle Tage und so sind die Informationen zum 700er PCH, der bei Raptor Lake zum Einsatz kommen soll, besonders nett.

Original-Artikel vom 01.03.2022: Wohl eher unfreiwillig hat Intel Details zu den 700er-PCHs bekannt gegeben, die erst mit der kommenden Generation von Prozessoren im Herbst erscheinen sollen. Das Datenblatt zeigt recht überschaubare Änderungen, was wohl auch zu erwarten war. Z790, H770 und B760 werden nach diesem Informationsstand angeboten. Der H610 bekommt demnach keine Aktualisierung. Ob das generell so ist oder nur für den Anfang gilt, ist unklar.

Beim Z790 wird vor allem das Angebot an PCI-Express-Lanes im Format 4.0 ausgebaut - von 12 geht es hoch auf 20. Im Gegenzug werden die Lanes im Standard 3.0 von 16 auf 8 reduziert. Zudem wird (erweiterte) Unterstützung USB 3.2 Gen 2x2 implementiert, der dann 20 Gb/s liefert. Der H770 bekommt auch mehr PCI-Express-Lanes im Format 4.0, aber hier geht es nzr von 12 auf 16 Lanes hoch, während 3.0 von 12 auf 8 zusammengestrichen wird; während der B760 von 6 auf 10 Lanes PCI Express 4.0 aufgewertet wird, und es bei 3.0 von 8 auf 4 Lanes runtergeht.
Intel 700er PCH: Leak der Änderungen direkt vom Anbieter (2) Quelle: Intel Intel 700er PCH: Leak der Änderungen direkt vom Anbieter (2)
Zu den Lanes ist wie immer zu sagen, dass es sich um die maximale Anzahl an Lanes handelt, die der Mainboard-Hersteller verplanen kann. Wie genau die das tun, unterscheidet sich am Ende von Produkt zu Produkt. Bei der generellen Aufteilung scheint sich wenig zu ändern. Hier kann man sich an unserem Beitrag zum Alter-Lake-Programm orientieren. Anhand der geleakten Datenblätter sind sonst keine Änderungen geplant. Nachdem der Umbau beim Wechsel auf Sockel 1700 etwas umfangreicher war, scheint es bei Raptor Lake ruhiger zu werden. Die Gerüchteküche sagt der CPU ohnehin nur eher eine Evolution statt einer Revolution nach. Der angepeilte Relase ist im vierten Quartal 2022 - manche hatten eingebracht, dass eine Vorstellung im September denkbar ist.

Quelle: Intel, via Twitter (@unikoshardware)


DDR5 bei Raptor Lake und 700er-Maonboards nicht gerne gesehen?

Update vom 03.03.2022: Wie Alder Lake soll auch Raptor Lake grundsätzlich DDR4-Speicher unterstützen, um den Übergang zu glätten. Doch laut einem Bericht soll das bei den 700er-Mainboards nicht gerne von Intel gesehen sein. Der Konzern bei Release, der wohl Ende des Jahres angedacht ist, DDR5-5600 auf der Plattform unterstützen und die Partner anhalten, doch nach Möglichkeit auch DDR5-Mainboards zu entwickeln und zu verkaufen.

Die Idee dahinter, so Techpowerup, sei, dass DDR4-Kombinationen mit Alder Lake und Raptor Lake über die 600er-Mainboards abdeckt; da der Sockel LGA 1700 bleibt, dürfte Raptor Lake kompatibel zu alten Platinen sein. Warum, fragt man sich... Es heißt, dass es am UEFI_Code liegen könnte, der für DDR4 und DDR5 sehr unterschiedlich sein soll, was die Integration verkompliziert.

Interessant wird sein, ob die Mainboard-Hersteller dem Druck folgen. Da schert man doch ganz gerne aus, wenn man nicht die Leine gelegt wird und daher dürfte es auch 700er-Mainboards mit DDR4-Steckplätzen geben. Das Thema BCLK-Overclocking ist derzeit wohl eines, das man in Santa Clara auch nicht gerne sieht, aber bisher überraschend geduldet hat.

Quelle: Techpowerup

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    • Kommentare (10)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DARPA Volt-Modder(in)
        Zitat von softskiller
        Hat die Reduktion von PCI-E 3 Lanes Auswirkungen auf alte PCI-E 3 Karten, wie GTX 1080?
        PCIe ist abwärtskompatibel. Also nein, keine Auswirkungen.

        Davon ab ist die Graka mit den PCIe Lanes der CPU verbunden, nicht mit dem PCH. Aber da gilt das gleiche wie oben.
      • Von DARPA Volt-Modder(in)
        Zitat von softskiller
        Hat die Reduktion von PCI-E 3 Lanes Auswirkungen auf alte PCI-E 3 Karten, wie GTX 1080?
        PCIe ist abwärtskompatibel. Also nein, keine Auswirkungen.

        Davon ab ist die Graka mit den PCIe Lanes der CPU verbunden, nicht mit dem PCH. Aber da gilt das gleiche wie oben.
      • Von softskiller PC-Selbstbauer(in)
        Hat die Reduktion von PCI-E 3 Lanes Auswirkungen auf alte PCI-E 3 Karten, wie GTX 1080?
      • Von blautemple Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von tigra456
        aber der Rest bzgl. Lauffähigkeit von noch schnellerem RAM hat nix mit Board / Chipsatz zu tun oder ?
        Vom Chipsatz nicht, vom Board schon. Wie groß der Unterschied ist wird sich mit Release der ersten Z790 Platinen zeigen
      • Von tigra456 BIOS-Overclocker(in)
        Hätte da mal ne Frage an PCGH...

        Wenns mir nur um die "bessere" DDR5 Unterstützung geht, dann macht ein neuer Chipsatz / Board doch eigentlich keinen Sinn oder ?

        Ne 13th Gen CPU wird nen etwas besseren DDR5 Controller mitbringen aber der Rest bzgl. Lauffähigkeit von noch schnellerem RAM hat nix mit Board / Chipsatz zu tun oder ?
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        In der Namenszeile stehen nur aktuelle Produkte. Aber die technischen Daten sind teilweise für mehrere Produkte je Spalte angegeben und auch wenn man über deren Namen natürlich nur spekulieren kann: Es ist naheliegend, dass sie Nachfolger mit einer 7 in der Produktbezeichnung betreffen.
        Auf alle Fälle hat Intel weitere PCHs auf Basis des gleichen Siliziums im Köcher bereitliegen.

        Zitat von onkel-foehn
        "Einen leak direkt vom Hersteller hat man auch nicht alle Tage"
        Aufmerksame Beobachter konnten die gleichen Angaben schon zum B660-/H670-Launch in den öffentlichen Intel-Unterlagen finden. Einige Mitberwerber haben das zwar als "HSIO kann sowohl 4.0 als auch 3.0" interpretiert, aber da jeder 4.0er auch 3.0 (und 2.0. Und 1.0) beherrscht, ohne dass es extra angegeben werden muss, war das offensichtlich falsch. Auch die Gesamtzahl der Ports geht nur auf, wenn für die aktuellen Produkte die niedrigeren Angaben annimmt. Von daher sieht man solche Leaks durch Intel zwar nicht jeden Tag, aber für diese Angaben jeden Monat.^^

        Und nachdem jetzt auch andere drüber berichten, wage ich mal eine Spekulation: Entweder bei Z890 oder bei einem etwaigen HEDT-Ableger gibt es dann 4.0 all the way. Jedenfalls glaube ich nicht, dass Intel einen 20 4.0er Ports (zzgl. 8 für DMI) und 8 anders designte 3.0er ins Silizium ätzt.

        Zitat von BxBender
        eigentlich ist nur interessant, ob da noch DDR4 möglich ist
        Das hängt nicht vom I/O-Hub, sondern von der CPU ab und dass es technisch der Fall sein wird, gilt als sicher. Noch unklar ist, ob Intel es auch offiziell spezifiziert oder, wie bei Kaby Lake mit DDR3/4, nur noch von DDR5 spricht (bis dahin sollten die Preise das aus Sicht von Neuanschaffungen rechtfertigen). Aber solange der Speicher-Controller nicht überarbeitet wurde... – selbst für Coffee Lake Refresh baut Gigabyte DDR3-Platinen und ich würde wetten, dass es auch für Comet Lake ginge (RKL: k.A.), obwohl die Jahre nach der letzten offiziellen "DDR3 CPU" erschienen sind.
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