Gigabyte zeigt Sockel-1150-Mainboards für Spieler, Übertakter und Normalanwender

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Gigabyte lud uns nach Düsseldorf ein, damit wir vor Ort die neuen Sockel-1150-Boards für Haswell-CPUs begutachten konnten. Dazu gehören unter anderem neue Modelle aus der Gaming-Serie G1 sowie waschechte Overclocking-Mainboards.

Die neuen Sockel-1150-Mainboards von Gigabyte sind in drei Kategorien unterteilt: Mainboards aus der Gaming-Serie G1 verfügen über grüne Elemente, Overclocking-Boards sind in Orange gehalten und für Classic-Platinen verwendet Gigabyte je nach Modell die Farben Blau, Rot oder Gold. Dabei sind die Platinen selbst stets Schwarz, es werden lediglich Slots oder Teile der Kühler entsprechend gefärbt. Alle gezeigten Sockel-1150-Boards verfügen zudem über zwei UEFI-Bausteine, eine digitale Spannungsversorgung und die neuen Black-Solid-Caps, die wir auch auf Haswell-Platinen anderer Hersteller gesehen haben. Diese Kondensatoren sollen eine Betriebstemperatur von bis zu 105 Grad Celsius überstehen, die Lebenserwartung liegt laut Gigabyte bei 10.000 Stunden. Zudem verfügen selbst günstigere Modelle wie das Z87X-UD3H (genaue Preise konnte man uns noch nicht nennen) über insgesamt zehn USB-3.0-Ports (sechs davon im I/O-Bereich), vier per Front-Anschlüssen) sowie Diagnose-LEDs und Tasten für Power-Reset, sowie Clear-CMOS.

Noch mehr Tasten bieten die beiden Overclocking-Mainboards GA-Z87X-OC und GA-Z87X-OC Force. Damit können Sie jederzeit Referenztakt sowie Mutiplikator verändern oder ein zuvor gespeichertes Profil laden. Zudem verfügen die OC-Boards über Adapter, mit denen Sie die tatsächlich anliegenden Spannungen noch einfacher mit einem Multimeter messen können. Eine Neuerung ist ein Halterahmen, an dem sich bis zu vier eingebaute Grafikkarten im offenen Aufbau ohne Gehäuse festschrauben lassen (siehe Bild oben). Ebenfalls für ambitionierte Übertakter ist der OC-Ignition-Knopf gedacht. Er senden ein Signal an alle angeschlossenen Peripherie-Geräte, damit beispielsweise die LEDs an der Tastatur aufleuchten. So lässt sich ein kurzer Test durchführen, falls das System nach einer (Extrem-)Übertaktung nicht mehr startet, weil es erst abkühlen/trocknen muss. Während das Z87X-OC Force über zehn SATA-Ports verfügt, sind es beim Z87X-OC sechs SATA-Anschlüsse, was für die meisten Anwender reichen sollte. Gigabyte nutzt den Platz beim normalen Z87X-OC hingegen für zwei zusätzliche USB-Ports, direkt neben den SATA-Anschlüsse. So sind von beiden Seiten USB-Ports erreichbar, falls Sie das Board ohne Gehäuse nutzen. Zudem verfügt die Force-Variante über eine Karte für WLAN und Bluetooth sowie über zwei integrierte Lüfter und Anschlüsse für eine Wasserkühlung.

Auch bei dem neuen Gaming-Mainboard G1.Sniper 5 können Sie den Kühler auf den Spannungswandlern in einen bestehenden Wasserkühlungskreislauf einbinden. Zudem verfügt der Kühlblock ebenfalls über einen Lüfter. Das eigentliche Highlight ist aber der Onboard-Sound. Dieser ist schon bei den Vorgängern G1.Sniper 2 und G1.Sniper 3 sehr hochwertig und liegt auf dem Klangniveau einer 40-Euro-Soundkarte. Auf die Frage, warum das G1.Sniper 5 die Nachfolge des G1.Sniper 3 antritt, erinnerte uns Gigabyte, dass die Vier in China und Korea eine Unglückszahl ist. Daher wurde dieser Schritt übersprungen. Beim neuen Board hat Gigabyte den Onboard-Sound weiter verbessert. So stehen Creatives aktuellem Sound-Chip Soundcore 3D hochwertige Digital-Analog-Wandler von Nichicon zur Seite. Zudem lässt sich der Operationsverstärker entfernen und gegen ein anderes kompatibles Modell ersetzen. Zwei Operationsverstärker liefert Gigabyte mit. Das ebenfalls neue Micro-ATX-Board G1.Sniper M5 verfügt ebenfalls über diese Onboard-Sound-Lösung. Im Gegensatz zum teureren ATX-Modell verzichtet Gigabyte bei der M-Variante allerdings über den Killer-LAN-Chip, der den Windows-Netzwerk-Stack umgeht und systembedingte Lags beim Online-Spielen vermeiden kann.

Wir vermuten, dass die Gigabyte-Boards in Kürze verfügbar sein werden - passend zum Start von Intels-Haswell-CPUs.

Wir hatten vor Ort leider Probleme mit dem Mikrofon und bitten, den leisen Ton im Video zu entschuldigen.

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    • Kommentare (25)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Gigabyte zeigt Sockel-1150-Mainboards für Spieler, Übertakter und Normalanwender

        Zitat von Threshold
        Das werden bzw. machen andere genauso. Das ist ja das Dilemma. Die Mittelklasse hat einfach zu wenig Lanes um das so anzubinden dass es wirklich nutzbar ist.
        Aber einbauen tut man es trotzdem.
        Wie wäre es, wenn man stattdessen einmal nur das verbaut, wofür genug Lanes da sind, dass dann aber so anordnet, dass es auch wirklich nutzbar ist?

        Ggf. könnte man -shocking- sogar darauf verzichten, weitere Lanes für irgendwelche nonsens-Controller zu opfern?
        Z.B. sitzt auf nahezu jedem dieser Boards ein zusätzlicher PCIe-Controller. Wie viele Leute werden nun aber mehr als 6 SATA-Geräte mit >>100 MB/s nutzen? In dieser Preisklasse? Sehr, sehr wenige. Die meisten werden nicht einmal annähernd die 6 Pots des Chipsatzes ausnutzen und die wenigen, die es tun, werden den weiteren Controller dann für optische Laufwerke nutzen. Brauchen optische Laufwerke eine komplette PCIe-Lane? NEIN. Die sind mit einem PCI-Controller genauso zufrieden und zufällig gibt es auf dem Board PCI... Kann man übrigens auch gleich noch für zweite LAN-Ports nutzen, wie man sie ja auch ganz gerne verbaut. Denn wenn überhaupt jemand zwei LAN-Anschlüsse braucht, dann meistens einen für DSL und einen fürs Netzwerk. Bei DSL ist es aber kein Problem, wenn nicht ganz 100% GB-LAN zur Verfügung steht.
        Man könnte sogar mal ein Desktopboard mit einem der Workstation-Chipsatz-Gegenstücke lancieren. Die dürfen ihren integrierten PCI-Controller nämlich noch nutzten - und schon haben wir eine dritte zusätzliche Lane freigemacht.

        Zitat von Gruselgurke
        Durchbrennende Pins sind heut zu tage noch ne Sache?!
        Nö. Aber irgendwas muss man auf High-End-Boards ja anders machen und zusätzliche Stromanschlüsse "für SLI-Betrieb" sind da gang und gäbe. Früher halt Molex, heute SATA.
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Gigabyte zeigt Sockel-1150-Mainboards für Spieler, Übertakter und Normalanwender

        Zitat von Threshold
        Das werden bzw. machen andere genauso. Das ist ja das Dilemma. Die Mittelklasse hat einfach zu wenig Lanes um das so anzubinden dass es wirklich nutzbar ist.
        Aber einbauen tut man es trotzdem.
        Wie wäre es, wenn man stattdessen einmal nur das verbaut, wofür genug Lanes da sind, dass dann aber so anordnet, dass es auch wirklich nutzbar ist?

        Ggf. könnte man -shocking- sogar darauf verzichten, weitere Lanes für irgendwelche nonsens-Controller zu opfern?
        Z.B. sitzt auf nahezu jedem dieser Boards ein zusätzlicher PCIe-Controller. Wie viele Leute werden nun aber mehr als 6 SATA-Geräte mit >>100 MB/s nutzen? In dieser Preisklasse? Sehr, sehr wenige. Die meisten werden nicht einmal annähernd die 6 Pots des Chipsatzes ausnutzen und die wenigen, die es tun, werden den weiteren Controller dann für optische Laufwerke nutzen. Brauchen optische Laufwerke eine komplette PCIe-Lane? NEIN. Die sind mit einem PCI-Controller genauso zufrieden und zufällig gibt es auf dem Board PCI... Kann man übrigens auch gleich noch für zweite LAN-Ports nutzen, wie man sie ja auch ganz gerne verbaut. Denn wenn überhaupt jemand zwei LAN-Anschlüsse braucht, dann meistens einen für DSL und einen fürs Netzwerk. Bei DSL ist es aber kein Problem, wenn nicht ganz 100% GB-LAN zur Verfügung steht.
        Man könnte sogar mal ein Desktopboard mit einem der Workstation-Chipsatz-Gegenstücke lancieren. Die dürfen ihren integrierten PCI-Controller nämlich noch nutzten - und schon haben wir eine dritte zusätzliche Lane freigemacht.

        Zitat von Gruselgurke
        Durchbrennende Pins sind heut zu tage noch ne Sache?!
        Nö. Aber irgendwas muss man auf High-End-Boards ja anders machen und zusätzliche Stromanschlüsse "für SLI-Betrieb" sind da gang und gäbe. Früher halt Molex, heute SATA.
      • Von Threshold Großmeister(in) des Flüssigheliums
        AW: Gigabyte zeigt Sockel-1150-Mainboards für Spieler, Übertakter und Normalanwender

        Haswell hat ja den Spannungswandler integriert. Dadurch hast du Veränderungen am Board. Ob das was damit zu hat kann auch sein.
      • Von Gruselgurke PC-Selbstbauer(in)
        AW: Gigabyte zeigt Sockel-1150-Mainboards für Spieler, Übertakter und Normalanwender

        Der Molex bei PCI-E der bei manchen Boards dabei ist ist dafür da um Interferenzen durch den langen Weg durchs Mainboard zu vermindern. Da der jetzt dafür aber viel zu weit weg ist von den PCI-E lanes hab ich echt keine Ahnung wofür das jetzt gut sein soll...

        Edit: Interessant, das hier ist von nem Asrock 1150 board:
        http://i.imgur.com/rrRAtp...

        Frag mich ob das was mit den neuen Stromsparmodi von Haswell zu tun hat.
      • Von Threshold Großmeister(in) des Flüssigheliums
        AW: Gigabyte zeigt Sockel-1150-Mainboards für Spieler, Übertakter und Normalanwender

        Aber was willst du da am Chipsatz betreiben?

        Ich habe keine Ahnung wozu das gut sein soll und sicher wird den niemand brauchen. Den zusätzlichen Stromanschluss an meinem Rampage habe ich auch nicht belegt und trotzdem läuft es problemlos.
      • Von Gruselgurke PC-Selbstbauer(in)
        AW: Gigabyte zeigt Sockel-1150-Mainboards für Spieler, Übertakter und Normalanwender

        Durchbrennende Pins sind heut zu tage noch ne Sache?! Hab ich jetzt ehrlichgesagt noch nie gehört das das jemanden wiederfahren ist und was übernimmt der um den 24 Pin zu entlasten? Da geht ja nun wirklich sehr wenig Strom durch (verglichen zu 24 Pin), der kann doch höchstens den Chipsatz betreiben.
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