Ein Viertel weniger Mainboards: Bericht über deutlichen Rückgang der Verkäufe

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Ein Viertel weniger Mainboards: Bericht über deutlichen Rückgang der Verkäufe (1)
Quelle: extreme.pcgameshardware.de

Ein Bericht der in Taiwan gut vernetzten Seite Digitimes sagt, dass Asus und Gigabyte mit deutlichem Rückgang bei den Mainboard-Verkäufen rechnen. Rund ein Viertel soll es aufs Jahr gesehen heruntergehen, nachdem der Start des Jahres schon nicht blendend war.

Im Herbst kommen neue Prozessoren auf den Markt und damit gehen auch immer neue Mainboards einher. Im Falle von Ryzen 7000 bei AMD steht sogar der Sockelwechsel auf AM5 an. Doch die Hersteller rechnen dennoch mit sinkenden Verkaufszahlen, so ein Bericht vom Digitimes. Die Seite ist traditionell gut zu den taiwanischen Herstellern vernetzt und zwei von denen rechnen mit 25 Prozent weniger Einheiten für das gesamte Jahr. Das ist eine nennenswerte Summe, denn Asus und Gigabyte stellen rund 70 Prozent des Marktes.

Eines der Probleme ist der chinesische DIY-Markt, wo man in der Zeit der Grafikkartendürre Bundles aus GPU und Mainboard anbot. Das mag eine fragwürdige Strategie gewesen sein, aber sie funktionierte - bis sie nicht mehr funktionierte. Und auch global sind die Erwartungen an den PC Markt derzeit verhalten, denn schon der Anfang des Jahres sah man die Nachfrage schwinden. Das merkten auch die Mainboard-Hersteller, wo das zweite Quartal laut Digitimes deutlich unter deren Erwartungen verlief. Dieses Ergebnis hat man nun in die Prognosen für das dritte und vierte Quartal eingearbeitet.

Asus rechnet jedenfalls mit 24 Prozent weniger verkauften Einheiten für 2022, Gigabyte sogar mit 27 Prozent. Der ganze Markt soll im Jahresvergleich von rund 40 Millionen Einheiten auf nunmehr 30 Millionen Einheiten schrumpfen. Das trifft natürlich auch die kleineren Anbieter, deren Anteil am Kuchen weniger wird, und die könnten am Effekt deutlich mehr zu kauen haben als die Schwergewichte.

Spannend wird auch werden, ob diese Lage Effekte auf die Preise gerade im DIY-Markt haben wird. Weniger Mainboards bedeutet, dass man pro Stück mehr Umsatz machen muss. Man kann die Preise anheben. Man kann zunächst nur besser ausgestattete und damit teurere Mainboards für die neue Generation auf den Markt bringen, die höhere Margen haben.

Quelle: Digitimes

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    • Kommentare (38)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Viking30k BIOS-Overclocker(in)
        Aktuell bin sogar ich am überlegen nach meiner 3090 das Thema Pc aufzugeben

        Es ist mir zu teuer geworden, Die Spiele sind auch zum Teil nicht so das man sie unbedingt gespielt haben muss, etwas zu aufwendig, zuletzt irgendwie auch zu wenig Zeit dafür.

        Da reicht mir auch eine Playstation 5 bzw. Xbox series x die Konsolen sind wirklich gut geworden
      • Von Viking30k BIOS-Overclocker(in)
        Aktuell bin sogar ich am überlegen nach meiner 3090 das Thema Pc aufzugeben

        Es ist mir zu teuer geworden, Die Spiele sind auch zum Teil nicht so das man sie unbedingt gespielt haben muss, etwas zu aufwendig, zuletzt irgendwie auch zu wenig Zeit dafür.

        Da reicht mir auch eine Playstation 5 bzw. Xbox series x die Konsolen sind wirklich gut geworden
      • Von Birdy84 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Tolotos66
        Sehe ich nicht so. Jedes Board zu seiner Zeit, nahm genau deine Begründung für sich in Anspruch. Gutes Beispiel ist das FX 990 Extreme 4 da sagte man der höhere Preis sei den deutlich besseren VRMs geschuldet, damit CPUs, wie der 8350 oder höher, nicht einknicken.
        Neu und besser war immer teurer, aber nicht so.
        Gruß T.
        Während VRMs keine teueren Komponenten sind, kosten PCIe 4 Switches schon im mittleren zweistelligen Bereich. Das Platinenlayout muss auch angepasst sein und erfordert einfach mehr Rohstoffe, die auch eher teurer als günstiger werden.
        Dennoch gefällt mir die Entwicklung auch nicht.
      • Von BigLA Kabelverknoter(in)
        Moin!

        und ich halte auch für einfache office-PC´s Thin Clients für grottig. Man muss schon einen Mega-Performance-Server dahinter klemmen und die "besten" TC´s nehmen, um in etwa die Leistung eines Desktop-PC´s zu erhalten. Klar, viele Mitarbeiter müssen quasi damit leben und manche merken es nichtmal soo genau, aber ich habe an noch keinem TC gearbeitet, wo es nicht zäh und Zeitlupen-technisch lief. Da war immer Verzögerung drin. Und das wäre für mich ein No-Go.
        OK, in meiner aktuellen Firma geht es (gott sei dank) nicht, da die Software auch auf dem Desktop-PC so gerade läuft (nichtmal Grafik/Cad oder sonstiges, einfach nur eine Immobilienmanagement-Software + Rechnungsmanager). Als ich auf Grund eines Server-Problems das mal über VM/Remote starten musste, wollte ich mir schon ein Kurs im Stricken zulegen

        Aber scheinbar gibt es genug Office-Arbeitsplätze, wo gemächliches arbeiten angesagt ist
      • Von 6Pac PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Darknesss
        Der klassische Desktop-PC ist nachwievor unschlagbar und quasi konkurrenzlos.
        Selbst wenn heute fast nur noch Smartphone und Tablet genutzt werden, so hat doch noch fast jeder so ein Teil für ab und zu in der Ecke stehen.
        Ich würde dir gerne zustimmen, nur fehlt in deiner Aufzählung der Anteil, der in den Firmen genutzt wird.
        Da sind schon einige Zeit lang kleine mini PCs vertreten, die vollkommen für die meisten Bürotätigkeiten ausreichen.
        Ja, ich weiß, das sind auch DesktopPCs…

        Wir arbeiten heute schon sehr oft "Remote", bzw. wird die Rechenleistung durch Dritte bereitgestellt, wo früher ein installiertes Programm auf dem PC von Nöten war.

        Ich habe als Dienstleister seit der Pandemiezeit (schrecklicher Begriff) viel mit dem Anbinden von Homeoffice Plätzen zu tun. Viele Arbeitsplätze mit PCs wurden erst durch Laptops ergänzt und einige nach und nach sogar ersetzt.

        Der nächste Schritt, eigentlich das was ich gemeint habe, sind ThinClients zB. für die Nutzung einer Virtuellen Desktop Umgebung, TerminalServer usw.
        Benötigt weniger Wartung, Strom, Platz und sind im passenden Umfeld sogar sicherer.

        Sowas hat einen großen Einfluss auf die Ausrichtung der CPU- und Mainboard Hersteller aber auch auf die Komplettausrüster wie zb. Dell, HP usw.
        Wenn ein so großer Markt wie der Geschäftskundenbereich sich nach und nach vom Desktop-PC verabschiedet, hat das sicher einen Einfluss auf die Fertigungslinien und dann auch auf die Preise für Privatkunden die mehr als nur von der Stange haben möchten.
      • Von x2K Freizeitschrauber(in)
        Gibt eben viele die ihren PC nicht mehr aufrüsten dank Grafikkarten kreise. Dan. Kommt noch die Inflation handelsprobleme etc.

        Und um ehrlich zu sein ich hab mir ein anderes hobby gesucht. Jetzt stand die auswahl zwischen Grafikkarte und neuer Motorrad Kombi. Tja die Kombi hat gewonnen...
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