Auf Nachfolger von Sockel 1150 und AM3+ warten sinnvoll? Leserbrief der Woche
Tag für Tag erhält PC Games Hardware Anfragen, Vorschläge und Kritik von Lesern. In der Rubrik "Leserbrief der Woche" stellen wir Ihnen wöchentlich einen ausgewählten Leserbrief und bei Bedarf die Antwort eines Fachredakteurs vor. Beachten Sie, dass der Leserbrief der Woche nicht zwangsläufig in der Woche an die Redaktion geschickt wurde, in der er Ihnen an dieser Stelle präsentiert wird.
PC-Games-Hardware-Leser Marius setzt derzeit einen 2008 gekauften PCGH-PC auf Sockel-775-Basis ein, der aktuelle Spiele nur noch mit Mühe bewältigt. Ist es sinnvoll mit dem Aufrüsten zu warten, bis neue CPU-Sockel erschienen sind?
Der Leserbrief von Marius.:
"Mit meinem PCGH-Premium-PC aus dem Jahre 2008 (Core 2 Duo E8500, Geforce GTX 260) besitze ich noch immer einen der ersten PCGH PCs überhaupt. Im direkten Vergleich mit meinen vorherigen PCs hat dieses Schmuckstück zum ersten Mal länger als 5 Jahre gehalten. Obwohl ich einfache Spiele wie beispielsweise League Of Legends noch einwandfrei spielen kann, rackert sich der Rechner bei DayZ, Skyrim oder Starcraft 2 halb tot. Ich habe versucht, die Grafikkarte durch eine schnellere zu ersetzen musste aber feststellen, dass mal wieder der Prozessor limitiert. Ich suche eine Prozessorlösung, mit der ich mein System langfristig nutzen kann.
- Hält beispielsweise der Core i7-4790K mindestens 5, besser 6 oder 7 Jahre?
- Folgende Überlegung: Lohnt es sich auf die Nachfolger der Sockel 1150 oder AM3+ zu warten, sich einen kleinen Prozessor zu kaufen und am Ende der Lebensdauer des Sockels nochmal das Topmodell nachzurüsten um mein System möglichst lange am Leben zu erhalten? Vermutlich warte ich ohnehin auf Windows 10."
Die Antwort von Stephan Wilke (Fachbereich Overclocking):
"Zu Ihren Fragen:
- Wie lange der Core i7-4790K für Spiele schnell genug ist, lässt sich nicht seriös vorhersagen. Man kann sich höchstens an der bisherigen Entwicklung orientieren und darauf basierend eine Prognose für die Zukunft wagen. Aufgrund der höheren Kernanzahl halte ich z. B. den Core i7-5820K langfristig für das bessere Modell. Nachteil: Die gesamte Plattform ist mit DDR4-RAM und X99-Boards ein ganzes Stück teurer.
- Im Normalfall lohnt sich das nur dann, wenn man den zuerst gekauften Prozessor zu guten Konditionen weiterverkaufen kann. Bei einem Topmodell zahlt man üblicherweise für die gebotene Mehrleistung einen verhältnismäßig großen Aufpreis. Aus Preis-/Leistungs-Sicht ist es fast immer besser, in kürzeren Abständen von beispielsweise 2-3 Jahren zu Mittelklasse-Hardware zu greifen als in Zeiträumen von über 5 Jahren zu planen. Davon abgesehen: Hardware wird aufgrund des technischen Fortschritts stets schneller/sparsamer/toller, deshalb kann man sich salopp gesagt zu Tode warten – irgendwas Besseres kommt immer, wenn man noch ein paar Monate wartet. Am besten greift man daher dann zu, wenn man bessere Hardware braucht. Warten halte ich nur dann für sinnvoll, wenn ein konkreter Veröffentlichungszeitpunkt bekannt ist, der in nicht allzu ferner Zukunft liegt. Das ist bei Nachfolgern zu den Sockeln 1150 und AM3+ aber nicht der Fall."
Leserbriefe können Sie an redaktion@pcgameshardware.de senden. Der Leserbrief der Woche wird jeden Samstag um 15:30 Uhr vorgestellt. Der Leserbrief gibt nicht die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich außerdem vor, Leserbriefe zu kürzen.

Wie lange der 1150 Sockel ausreicht entscheidet man selber, da man eher eine Grafikkarte um aktuell zu bleiben, auswechseln wird.
MfG.
wolflux
Trusted Platform Module: So will die PC-Industrie Kunden entmündigen - SPIEGEL ONLINE
TPM2.0 Einschränkung der Privatssphere - ComputerBase Forum
nur mal so informativ für alle. leider schon seit 2007 im Programm, sprich der erste TPM chip.