Evangelion: Asus korrigiert Schreibfehler auf dem 800-Euro-Mainboard [Update]
Asus ist ein besonders peinlicher Schreibfehler auf einem limitierten Mainboard unterlaufen, welches für 800 Euro im Handel steht und jetzt höchstens aufgrund seiner Skurrilität noch einen gewissen Sammlerwert haben dürfte. Ob der Hersteller jetzt handelt, ist noch ungewiss.
Originalmeldung vom 13. November 2023:
Asus ist ein besonders peinlicher Schreibfehler auf einem limitierten Mainboard unterlaufen, welches aktuell für rund 800 Euro im Handel steht und jetzt höchstens aufgrund seiner Skurrilität noch einen gewissen Sammlerwert haben dürfte. Wie der Hersteller jetzt handelt, um diesen Fehler zu korrigieren, ist bislang noch ungewiss.
Aus Evangelion wird fälschlicherweise Evange(n)lion
Bereits im Juli dieses Jahres hatte PCGH über die limitierte "Evangelion Edition" von Asus berichtet, welche sich insbesondere an Fans der gleichnamigen Anime-Serie ansprechen sollte. Doch jetzt ist dem Hersteller leider ein äußerst peinlicher Schreibfehler unterlaufen, denn aus Evangelion wurde nun Evangenlion.
Quelle: Asus
Asus ROG Maximus Z790 Hero EVA-02 Edition
Nachdem der YouTube-Kanal "CEHunter" in seinem Mainboard-Review auf diesen äußerst skurrilen Schreibfehler aufmerksam gemacht und @momomo_us über den Kurznachrichtendienst X - vormals Twitter - darauf hingewiesen hatte, hatte auch die Redaktion von PCGH noch einmal genauer recherchiert und festgestellt, dass das neue Z790-Mainboard auch im PCGH-Preisvergleich mit dem entsprechenden Schreibfehler gelistet ist. Auf allen Produktfotos heißt es "Evange(n)lion".
Ein Fehler, welcher nicht passieren sollte, insbesondere nicht bei einem an Fans einer Serie adressierten Sondermodell, welches in limitierter Form zu beinahe schon absurd hohen Preisen von 800 bis 1.000 Euro gehandelt wird. Abseits des Produktdesigns handelt es sich nämlich um ein handelsübliches Asus ROG Maximus Hero, das allenfalls wegen seiner Limitierung einen so hohen Preis rechtfertigen kann.
Jetzt ist der Hersteller gefragt
Mittlerweile wird auch Asus bereits über den Schreibfehler auf dem Asus ROG Z790 Maximus Hero EVA-02 informiert worden sein und ist jetzt gefordert. Die Fans der Serie werden sich voraussichtlich nicht mit der fehlerhaften Beschriftung ihres Sammlerstücks zufriedengeben und wohl eine entsprechende Kompensation einfordern. Der Hersteller hat sich bisher nicht zu dem Thema geäußert.
Asus ersetzt die fehlerhafte Abdeckung
Update vom 15. November 2023: Wie Asus jetzt in einer offiziellen Mitteilung bekannt gegeben hat, wird der Hersteller die fehlerhafte Abdeckung, die fälschlicherweise mit der Aufschrift "Evangenlion" anstatt "Evangelion" versehen wurde, austauschen und betroffenen Kunden eine Garantieverlängerung um ein weiteres Jahr auf ihr Mainboard gewähren. In der FAQ des Herstellers heißt es wie folgt:
Wir haben kürzlich Berichte über das ROG Maximus Z790 Hero EVA-02 erhalten, in denen es um die falsche Schreibweise des Wortes "Evangelion" auf dem dekorativen Teil auf der linken Seite des Produkts geht.
Wir entschuldigen uns aufrichtig für jegliche Verwirrung oder Unannehmlichkeiten, die dies verursacht haben könnte.
Für Benutzer, die das Motherboard bereits installiert haben, ist es wichtig zu wissen, dass der Druckfehler rein ästhetisch ist und keine Auswirkungen auf die Funktionalität oder Leistung hat.
Als Teil unseres Engagements, dieses Problem zu lösen, werden wir die Garantie um ein weiteres Jahr verlängern und ein Austauschprogramm einführen.
Asus wird ein korrigiertes dekoratives Teil zur Verfügung stellen, das die Endbenutzer verwenden können, um das falsch bedruckte Teil zu ersetzen. Wenn Sie dieses Problem feststellen, wenden Sie sich bitte an Ihren lokalen Kundendienst, um weitere Einzelheiten zu erfahren.
Wir sind uns der Bedeutung dieser Angelegenheit bewusst und möchten Ihnen versichern, dass wir uns bemühen, das Problem umgehend zu lösen. Sollten Sie Fragen oder Bedenken haben, zögern Sie bitte nicht, unseren Asus-Kundendienst zu kontaktieren.
- Asus -
Kunden, die von diesem Problem betroffen sind, sollen sich demnach an den Kundendienst wenden und erhalten dann so schnell wie möglich ein passendes Ersatzteil, welches den Schreibfehler auf dem Mainboard korrigiert.
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Quelle: CEHunter via YouTube, Offizielle Produktfotos von Asus

Selbst wenn der Prototyp das Okay bekommen hat, kann es in der Serienfertigung zu Umständen kommen die dann doch nocheinmal alles Stoppen.
Zur Veranschaulichung:
Ich habe vor kurzem eine Sammlerfigur bekommen. Bei dieser hat die Produktion ganze 9 Monate länger gedauert als ursprünglich geplant. Schließlich waren es 25 Monate von Bestellmöglichkeit (Der Prototyp war also eigentlich in Ordnung) bis diese final ausgeliefert wurde.
Ich bin sogar ein wenig positiv überrascht, wie schnell die Lösung kommuniziert wurde.
ASRock hat mir in der Vergangenheit sogar Support für Linux gegeben. Die Boards laufen soweit alle auch ohne Probleme und stabil, mit RAM von der Kompatibilitätsliste von ASRock. Zudem kann man neue Bios-Versionen schon immer über eine verschlüsselte Verbindung laden (jedenfalls über die Download-Option "Global"). Andere Board-Hersteller haben erst in den letzten Jahren eine sichere Downloadoption nachgerüstet - davor hätte sich bei der reinen HTTP-Verbindung jeder dazwischenschalten und einem ein verseuchtes Bios unterjubeln können.
Bei den ASRock Rack Boards ist jedoch die WebUI für den BMC nicht so ausgegoren, und insbesondere die integrierte Fernsteuerung funktioniert nicht gut, wenn man selbst eine deutsche Tastatur hat, weil viele Zeichen anders sind (nicht nur en<->de-Probleme, wie ein vertauschtes y/z, sondern noch mehr).
Insofern ist es sicherlich so, dass dann die Problemwahrscheinlichkeit stark sinkt, wenn das Board weniger ausgefallene Features hat.
Letztlich kann ich darüber hinwegsehen, weil es ohnehin eine günstige AM4-Server-Option ist, und eine EPYC-Lösung viel teurer gewesen wäre. Außerdem benutze ich ohnehin ipmitool auf dem Terminal zur Steuerung und brauche die WebUI nicht.
Ich bin insgesamt mit ASRock sehr zufrieden.
Andere Board-Hersteller haben sich besonders mit dem unsicheren Bios-Download bei mir in der Vergangenheit schon komplett rausgekegelt. Das ist für mich ein totales Ausschlusskriterium. Erfreulich, dass es mittlerweile kein Problem mehr ist.
Ich habe mittlerweile aber auch ein Gigabyte-Board im Zockrechner und kann da nicht direkt etwas Negatives sagen - außer, dass ich natürlich vorher genau geschaut habe, ob da irgendetwas verbaut ist, das unter Linux nicht supportet wird und dass man mittlerweile das Bios auch per HTTPS laden kann.