Asrock Fatal1ty Z87 Killer: Neues Mainboard mit E2200 Killer NIC "für lagfreies Spielen"
Der Mainboard-Hersteller Asrock hat das Fatal1ty Z87 Killer in sein Produktportfolio aufgenommen, das wieder besonders für Spieler geeignet sein soll. Hauptmerkmal ist der verwendete E2200-Ethernet-Chip, der von Qualcomm Atheros stammt. Einen Preis sowie Veröffentlichungstermin wurden nicht genannt, wobei die Platine auch noch nicht in unserem Preisvergleich gelistet sind.
Einige Monate nach Intels Vorstellung der Haswell-Architektur lässt Asrock ein neues Mainboard mit Z87-PCH (Platform Controller Hub) aus der Fatal1ty-Serie vom Stapel. Wie das Pseudonym des bekannten E-Sportlers bereits suggeriert, soll die Platine vor allem in Gaming-PCs verbaut werden. Dafür wird beispielsweise die Killer NIC (Network Interface Card) E2200 von Qualcomm Atheros verbaut, welche Spiele bevorzugt mit der nötigen Bandbreite versorgt. Als Anschluss dient hier ein gewöhnlicher Gigabit-Ethernet-Port. Beim Sound wird auf Realteks Onboard-Chip ALC1150 gesetzt, der einen zusätzlichen TI-5532-Chip als Kopfhörer-Verstärker ansteuern kann.
Zusätzlich ist neben den vier USB-3.0- und drei USB-2.0-Anschlüssen auch ein spezieller "Fatal1ity Maus-Port" vorhanden, wobei dieser noch über den älteren USB-Standard realisiert wird. Auf der Platine selber sitzen zwei USB-3.0- sowie vier -2.0-Anschlüsse. Für Festplatten stehen sechs SATA-6GB/s-Ports zur Verfügung. Für Erweiterungskarten gibt es insgesamt sieben Steckplätze, wovon drei PCI-Express-x16-Anschlüsse des aktuellen 3.0-Standards sind. Elektrisch wird nur der oberste Steckplatz mit 16 Lanes versorgt. Die vier restlichen Ports stellen PCI-Express-x1-Steckplätze dar.
Zur Bildausgabe gibt es jeweils einen D-Sub-, DVI-D- und HDMI-Port. Des Weiteren ist ein HDMI-In vorhanden, mit dem das Bild eines anderen Geräts, zum Beispiel einer Konsole, auf dem PC-Monitor dargestellt werden kann, ohne die Kabel wechseln zu müssen. Per Schalter kann man dann zwischen der Bildein- und -ausgabe wechseln. Wann das Fatal1ty Z87 Killer auf dem deutschen Markt erscheinen wird, nannte Asrock nicht. Die Professional-Variante aus derselben Serie kostet derzeitig rund 171 Euro.
Quelle: Asrock

Was ein Schrott das Teil...
Die Leistungsdaten den Boards sprechen für sich!
Das ganze lohnt nur, wenn man eine echt miese Leitung hat.
Ist sie schnell genug, wird man eh keinen Unterschied merken.
Aber so ist das eben... Hauptsache die Marketingabteilung hat was zu schreiben.
Die Namensgebung Killer findet auch bei den anderen Motherboard Herstellern anklang.
Das Motherboard von Gigabyte G1-Killer-Sniper 5 hat einen Killer 2100 Netzwerkchip verbaut und
kostet um die 400 Euro. Fällt diesen Herstellern aus TW mal was anderes ein als Töten.
Um den tatsächlichen Nutzen wird es dabei auch nicht unbedingt gehen. Möglicherweise profitiert zwar der eine oder andere Spieler davon, wer weiß. Hauptsächlich ist es jedoch ein Feature, mit dem man werben und sich abgrenzen kann (letzteres natürlich nur noch bedingt, wenn viele Boards einen solchen Chip aufweisen).
Angesichts der Tatsache, dass mehr und mehr Funktionen in die CPU wandern (und dieser Trend wird anhalten), werden Mainboards zunehmend weniger interessant für den Endkunden, schon manches Sub-100-Euro-Board leistet, was früher nur deutlich teurere Platinen vermochten - nämlich als leistungsrelevante Komponenten wie der Speichercontroller noch außerhalb des Prozessors saßen. Man versucht eben, sich gegen andere Hersteller abzuheben, die Konkurrenz muss, sofern das funktioniert, nachziehen. Das Ergebnis ist eine Flut von ALC1150-Adaptionen (wobei es nur wenige verlässliche Tests gibt, die die Qualität der verschiedenen Implementierungen dokumentieren, was ärgerlich ist) und eben spezieller Netzwerklösungen.
Früher oder später werden besonders Firmen wie ASrock, für die das Geschäft mit Hauptplatinen ein wesentliches (oder das einzige) Standbein ist (auf Riesen wie ASUS trifft letzteres zwar auch zu, aber dort begann man schon vor längerer Zeit, andere Geschäftsfelder aufzuziehen, um sich zu diversifizieren), sehen müssen, wo sie bleiben - der Trend zum SoC setzt schließlich selbst Intel unter Druck, die mit ARM-basierten Systemen ringen müssen. Es ist ein langsamer Umbruch, aber er kommt und natürlich weiß man das bei den Herstellern.
Für den Moment aber profitiert der Kunde wenigstens schonmal von attraktivem Onboard-Sound, der zumindest 30-Euro-Soundkarten erreicht. Was den Netzwerkchip angeht, so gibt es zu wenige belastbare Daten, als dass die Killer-Lösung extrem interessant wäre, aber eines ist sie in jedem Fall - werbewirksam.