Ungewöhnliches NAS-Projekt: Bastler kombiniert AMD-Chipsatz mit Intel-Board
Ein Bastelprojekt aus China hat es sich zur Aufgabe gemacht, AMDs Promontory-21-Chip auf ein Intel-System zu packen. Die zusätzlichen M.2- und SATA-Anschlüsse machen sich in einem zugehörigen NAS-System nützlich.
Auf aktuellen AMD-Mainborards kommt grundsätzlich der Promontory 21 genannte Chipsatz zum Einsatz - im Falle der X670E- und X870-Platinen sind es zwei. Jeder dieser Chips nutzt einen PCIe‑4.0‑x4‑Uplink und bietet acht PCIe‑4.0‑Lanes sowie vier SATA‑6‑Gbit/s‑Ports. Einige Mainboards erlauben zudem, die SATA‑Ports als zusätzliche PCIe‑Gen‑3‑Lanes umzuschalten. In Summe entstehen so bis zu zwölf PCIe‑4.0‑Lanes und acht SATA‑Ports - ausreichend Bandbreite für umfangreiche Speicherkonfigurationen, wie der Chiphell-Nutzer "Wish" in seinem Projekt erklärt.
Intel-Chip trifft auf AMD-Chipsatz
Dem Beitrag zufolge hat der Hobbybastler eine solche FCH-Erweiterungskarte (Fusion Controller Hub) in ein Intel-System eingebaut. Tools wie AIDA64 sollen den Promontory‑21‑Chip dabei fälschlich als Hauptchipsatz des Systems erkannt haben. So entsteht in der Software‑Ansicht eine kuriose Kombination: eine Intel‑CPU mit einem "AMD‑Chipsatz".
- Bei dem "Unterbau" handelt es sich um ein "TOPC Ultra9 285h"-NAS-Mainboard, das neben der gleichnamigen Intel-CPU mit 32 GiB DDR5-8400-RAM bestückt ist. Daneben bietet die Platine wei 10‑GbE‑Ports, zwei vollwertige Thunderbolt‑Anschlüsse, drei Mini‑SAS‑Ports sowie mehrere PCIe‑4.0‑Steckplätze.
- Die zugehörigen Fotos zeigen eine beidseitig bestückte Karte mit vier M.2‑Anschlüssen und vier SATA‑6‑Gbit/s‑Ports. Mindestens zwei der M.2‑Slots laufen laut dem Nutzerbericht mit PCIe-4.0-x4‑Geschwindigkeit, während die übrigen im PCIe-3.0‑x4‑ oder SATA‑Modus betrieben werden können.
Das Projekt erinnert dabei an ein ähnliches Vorhaben, das zum Jahreswechsel für Aufmerksamkeit sorgte. Hier wurde der Promontory 21 kurzerhand auf eine PCIe-Erweiterungskarte gepackt, mit der der Chip (den Angaben des Bastlers zufolge) auch problemlos auf Intel-Systemen funktionieren soll:
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Quelle: via Videocardz

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Und wie kann es sein dass die SATA Ports auf PCIe 3.0 umgestellt werden können und die Summe an PCIe 4.0 von 8 auf 12 dann steigt?!
Hier stimmt doch was nicht oder hab ich was verpasst?
Aber ja: Solange sich keine Firmware querstellt, sollte das auf allen PCIe-Plattformen möglich sein. Das Ganze ist schließlich ein ASMedia-Produkt und deren PCIe-Switches, PCIe-SATA-Controller und PCIe-USB-Controller sind weit verbreitet. Für Promontory werden, soweit man weiß, die IPs einfach auf einen gemeinsamen Chip gepackt, das sollte aber an den Eigenschaften der Schaltungslogik nichts ändern. Das größte Hindernis ist die physische Bauform und eben gegebenenfalls die Firmware als solche, da sie normalerweise nur im Rahmen von AGESA weitergegeben wird. Aber die Modder scheinen beide Probleme gelöst zu haben.